Liebe deinen Nächsten oder: Datt Angela hat dem Rüdiger das Volkstum abgenommen

Keuler- Zitat Quelle
Besorgte Bürger gibt es allerorten, nicht nur in Ungarn, Slowenien und den östlichen, ehemalig sowjetisch indoktrinierten Einflussbereichen jenseits von Magdeburg. Die harte Zone (25% Reichsbürger, Stinkstiefel und pensionierte Gymnasiallehrer in Funktionskleidung) liegt in Sachsen und hatte, als die meisten Reichsbürger noch in der SED waren, niemals Westfernsehen.

Dann gibt es aber noch die Besonders Besorgten Bürger wie einen Rüdiger Keuler, der sich erneut auf der volksverhetzenden Website Bürgerstimme präsentiert.  Es geht natürlich wiederum um die Flüchtlingskrise, die anthroposophischen BBBs die Sorgenfalten auf die Stirn treibt, dass ihr deutsches (arisches?) Erbmaterial verunreinigt werden könnte- daher das ständige Keulersche Reden von „Völkermord“ an den Deutschen. Aber Rüdiger Keuler beschwert sich auch noch, dass den Deutschen ihr Eigentum gestohlen werde, was ja nun gar nicht geht: „Das ist außer Völkermord auch noch Diebstahl, Raub am Eigentum des Volkes und das obwohl sie geschworen haben Schaden vom Volk abzuwenden. Die Geschichte der Zukunft wird Frau Merkel, ihren Gauckler und Thomas die Misere nicht einmal neben Hitler, Stalin oder Churchill stellen können, denn keiner der genannten war so verdorben, so verkommen, daß er das eigene Volk vernichten wollte. Ein größerer Rassismus, ein größerer Faschismus ist nicht denkbar.“

Wir haben also, nach Herrn Keuler, heute den „wirklichen“ Rassismus, Faschismus und Stalinismus, und die Repräsentanten sind Bundeskanzlerin, Bundespräsident und Minister des Inneren. Bevor Herr Keuler seine NPD- Parolen los wird, ergeht er sich auf die üblich wirre Art in allerlei anthroposophischen, ja sogar esoterischen Betrachtungen. Er würzt seine Hass- Parolen bizarrer Weise mit einer längeren Ausführung ausgerechnet über Liebe. Diese hat, kurz gesagt, nicht jeder verdient: „Die Liebe setzt immer eine Vorstellung, einen Begriff voraus, die Prüfung, ob sich die Liebe mit dieser Person, dieser Tat, diesem Ereignis, diesem Wesen berechtigter Weise verbinden läßt und in welcher Form diese Liebe dann auftreten müßte, wenn sie heilsam sein soll.“

Was nun eine „heilsame“ Form von Liebe gegenüber Mitmenschen in anthroposophischer Glatzen- und Pegida- Sicht ist, ist absehbar, denn ohne „Erkenntnis“ wäre jede Liebe „Egoismus oder Dummheit“. Natürlich gibt es für einen guten faschistischen Anthroposophen kein Pardon für die „Invasoren“, die uns mit „Verachtung und Vernichtung strafen“, nämlich die Flüchtlinge: „Ich habe im Laufe meiner Erfahrung als Heilpädagoge schon Fälle erlebt, in denen die Kinder, denen keine Grenzen gesetzt wurden, denen der Formung ermangelte, im späteren Alter ihre Eltern dafür geschlagen und angespuckt haben, weil ihnen eine solche aus der Selbstliebe, der Schwäche geborene „Erziehung“ zuteil wurde. Wer nicht Grenzen setzen kann und Formen schaffen, wird niemals Respekt und Achtung, geschweige denn Liebe vom anderen Menschen erfahren können. So werden uns nun auch die ins Land gerufenen und geschleusten Invasoren mit Verachtung und Vernichtung strafen, weil wir unsere Kultur nicht schützen und achten konnten, obwohl wir als Deutsche die heiligsten und höchsten Aufgaben von den Schöpfermächten übertragen bekamen.“

Die dumpfesten nationalistisch- rassistischen Parolen werden also von Keuler auf die „heiligsten und höchsten Aufgaben von den Schöpfermächten“ bezogen.

Was gibt es noch so bei den BBBs? Viel Werbung: Der unvermeidliche Ulfkotte mit dem Kopp- Verlag, DVDs aus der fremdenfeindlichen Abteilung des Kopp- Verlag, Ebay- Kleinanzeigen mit Dessous und angebotenen „Entspannungsmassagen“, sibirischer Lebenskraut- Tee und konkrete Auswanderungs- Möglichkeiten nach Panama. Das Angebot klingt durchaus stimmig und praktisch zurecht geschnitten für den gepflegten okkulten BBB. Man wünscht sich, dass Herr Keuler insbesondere über das Angebot bzgl. Panamas noch mal nachdenkt. Die entspannenden Dienste aus der Werbeabteilung passen auch deshalb so gut, weil sie mit einem Zitat Rudolf Steiners wunderbar abgerundet werden: „Solche Liebe ist das Kleid, das die Seele immer tragen soll. Dann webt sie selbst das Göttliche in die Dinge hinein.“ Ach ja.

Kommentare

  1. Michaela : Liebe deinen Nächsten...

    Schande über eine Politik, welche zuerst einen Eid darauf schwört, Schaden vom Deutschen Volke abzuwenden, die danach Transparente hochhält mit Aufschrift:" We love Volkstod".
    Die Verlogenheit solcher Hochverräter kennt keine Grenzen.

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  2. Wirkliche Gefahren gehen heute nicht mehr von Menschen vom Schlage eines Keuler oder ähnlichen Alt- oder Neonazis aus. Ganz egal wie verrückt sie auftreten. Das ist pure Ablenkung. Sie disqualifizieren sich nur selbst, für jeden einigermassen intelligenten Menschen klar erkennbar.
    Die wirklich gefährlichen Zeitgenossen sind aber heute leider meistens auch seitens vernünftiger Menschen nicht auf den ersten Blick auszumachen.
    Die Geschichte wiederholt sich zwar, aber niemals durch Wirkung von geistig gleich gelagerten Akteuren.

    Heute müsste es heissen, Schande über diejenigen, die heute tatsächlich und wirklich unser aller Existenz bedrohen, unsere Freiheit und unseren Wohlstand abschaffen und auf dem Altar der angeblich notwendigen Kriegführung zugunsten von Demokratie und Menschenrechten opfern wollen, demokratische Grundrechte, Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit aber in Wirklichkeit mit Füssen treten, wie Diktatoren auftreten, Andersdenkende verunglimpfen, sich selbst aber gleichzeitig als urdemokratische Menschheitsbeglücker beweihräuchern.

    Rassismus und Volksverhetzung sind schlimme Dinge, auch heute, ganz klar!

    Aber dennoch, Schande über diejenigen die heute Rassen und Völker am liebsten abschaffen würden oder gar deren Existenz leugnen, sogar die Begriffe "Rasse" und "Volk" aus dem Vokabular streichen möchten, im selben Atemzug aber reflexartig jeden Menschen mit noch so geringfügig abweichenden Meinungen als Rassisten oder gar Volksverhetzer brandmarken.
    Dass nur sehr wenigen Menschen diese eklatanten Widersprüche auffallen ist wohl eines der grössten Rätsel unserer Zeit!

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  3. Wirft Keuler in seinen Aufsätzen – unter Berufung auf Steiner – nicht fortwährend Genozid (Völkermord) und Ethnozid (Volkstod) ängstlich zusammen? Die weisse, europäische Urbevölkerung und die anpassungsfähige, europäische Kultur (‘weisse Menschheit‘) waren jedoch bei Steiner zweierlei.

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  4. Jedenfalls hat man ohne die GBB-Signatur(Ganz Besonders Besorgt) wenig Chancen, im anthroposophischen Kontext ernst genommen zu werden (Ausnahmen wie immer eingeschlossen)...

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  5. Rudolf,

    "...sogar die Begriffe "Rasse" und "Volk" aus dem Vokabular streichen möchten, im selben Atemzug aber reflexartig jeden Menschen mit noch so geringfügig abweichenden Meinungen als Rassisten oder gar Volksverhetzer brandmarken."

    Hast'n Beispiel dieser Gebrandmarkten? - oder meintest du damit lediglich dich selbst?

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    1. Möglicherweise gibt es bei vielen Menschen ein tiefes Bedürfnis, die Begriffe "Rasse" und "Volk" unverkrampft, achtsam und gelassen aussprechen und diskutieren zu dürfen.

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    2. Nicht nur möglicherweise sondern ganz sicher. Leider wird der Unverkrampftheit und Gelassenheit immer mehr der Boden entzogen je enger und schwarz-weißer das Denken wird. Paranoia ist kein Krankheitssymptom das die Menschengruppe "Verschwörungstheoretiker" für sich alleine beanspruchen kann, sondern sie zeichnet deren allzu verkrampfte Diagnostiker genauso aus.

      Tanja

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    3. "Unverkrampft und gelassen" zuzusehen, während der Mob auf Schwarze und Journalisten Jagd macht, Bürgermeister aus den Ämtern treibt und die Häuser Schutzsuchender Nacht für Nacht anzündet, ist halt nicht jedem gegeben.

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    4. Und um dem entgegenzuwirken ist es unerläßlich wirklich jeden Menschen der dumm oder mutig, je nachdem wie man es sehen will, genug ist sein Maul aufzumachen in eines der beiden Lager zu stopfen? Entweder er ist Nazi und Verschwörungstheoretiker oder er steht auf der Gegenseite? Entweder er ist eindeutig als "einer von uns" zu identifizieren oder er ist Feind? Besonnenheit und das Raten dazu Menschen nicht vorschnell zu verurteilen ist Schwäche, Dummheit, Naivität oder entlarvt einen schon als Feind der einen einlullen will?
      Dieses Vorgehen stoppt garantiert den Mob nicht sondern schafft nur neue Brandherde abseits es eigentlichen Problems. Auf in den fröhlichen Krieg jeder gegen jeden :-/ .

      Tanja

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    5. Angst ist natürlich ein schlechter Ratgeber. Aber die Politik schürt die Angst im Volk, das ist das Problem. Die Ängste in der Bevölkerung sind zumindest nachvollziehbar.
      Ob man den apostrophierten "Mob" mit dem Volk gleichsetzen kann, ist eine nicht geklärte Frage, ich meine - sollte freie Meinungsäusserung noch erlaubt sein - keinesfalls.

      Klar ist allerdings, dass dieses undifferenzierte schwarz-weissmalerische Auseinanderdividieren der Menschen in Feinde und Freunde, in Gute und Böse usw usw... Methode hat. Es riecht stark nach mittelalterlicher Inquisition.

      Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Mit diesem ultraprimitiven Schwarz-Weiss-Standpunkt brach schon Bush jr. vor über 10 Jahren den Irak-Krieg vom Zaun und stürzte eine ganze Generation von unschuldigen Menschen in unermessliches Elend, mit Folgen die noch lange nicht beseitigt sind.
      Ganz klar, wenn Raten zu Besonnenheit und Gespräch mit allen Beteiligten als Schwäche, Feindseligkeit oder gar grundsätzlich als "böse rechtsgerichtete Standpunkte" ausgelegt werden dürfen, wie heute vielfach der Fall, dann sind wir eindeutig wieder beim steinzeitlichen Faustrecht angelangt.

      Die Schlussfolgerung, zum wirklich Bösen seien heute nur Alt- oder Neonazis fähig, ist eine himmelschreiende Absurdität, die uns unterschwellig vermittelt werden soll. In Wahrheit Bestandteil moderner Gehirnwäschetechniken.

      Es ist wahrhaft traurig, dasselbe Niveau wie eh und je. Kein Fortschritt im Denken erkennbar.
      Die Nazis sagten früher, jeder Nicht-Nazi sei böse. Aber daraus abzuleiten, heute seien nur oder hauptsächlich die Nazis böse ist mehr oder weniger Schwachsinn auf demselben Niveau. Denn wenn heute Nicht-Nazis demokratische Grundrechte und freie Meinungsäusserung mit Füssen treten, also Methoden anwenden, die auch die Nazis anwandten, sind sie zwar deswegen keine Nazis, aber dennoch keine geistig hochstehenden Kulturmenschen.

      Voraussetzung für wirklich zusammenführende Kommunikation wäre es heute allemal, wenn man dieses Schablonendenken überwinden würde.
      Es ist eine wahre Schande heute zu nichts anderem fähig zu sein, als den Schluss der damaligen Nazis einfach umzukehren, denn der Umkehrschluss eines falschen Schlusses ist genauso falsch.
      Der Umkehrschluss vom damaligen "die Gegner der Nazis sind böse" ist ja die heute so gängige Behauptung, dass die Gegner des heutigen politisch korrekten Denkens böse Nazis seien.
      Blödsinn auf demselben Niveau! Denkt das mal zu Ende bevor ihr wieder "Godwin-Punkte" sammelt! ;-)
      Schönen Abend noch, ich hab keine Angst vor dem Terror und geh jetzt einen Glühwein trinken!


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    6. Rainer, "die Begriffe "Rasse" und "Volk" unverkrampft, achtsam und gelassen aussprechen und diskutieren zu dürfen."

      Ironisch gemeint? Schätze mal, so können/sollen diese Begriffe auch langam aber sicher wieder hoffähig gemacht werden, ganz schleichend kommt es daher und unter diversen Deckmänteln...Denn, es gibt ja nicht nur die dumpfen Glatzennazis, sondern es gibt auch welche in den sogen. 'besorgten' etwas schlaueren und altklugen Kreisen...
      Spätestens seit Hitler wird mir z.B. bei dem Begriff Rasse eher schlecht; ich muss das weder benutzen, noch groß in esoterische, gesellschaftliche oder negativ-anthropologische Kontexte bringen und diskutieren...für mich hat es sich ausge-rasselt.

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    7. Wenn ich die Begriffe "Rasse" und "Volk" benutze dann denke ich mir nichts böses dabei. Für mich gibt es das, Rassen und Völker. Für mich werden darunter Unterschiede zusammengefasst, nichts weiter als das. Muß man jetzt tatsächlich neue Begriffe suchen weil die alten mißbraucht wurden und werden? Dann sollten diejenigen die da empfindlich reageren wenigstens vorher warnen damit man nicht naiv in die Falle tappt.
      Das dumme ist daß sich ja wirklich jedes Wort als Falle eignet. Aber wo kommen wir denn hin wenn jeder je nach persönlicher Empfindlichkeit oder der Empfindlichkeit einer Gruppe jedes beliebige Wort als böse einstufen kann? Bei deren Benutzung andere dann in die Falle tappen aus der sie unter Umständen, je nach Empfindlichkeit des "Fallenstellers"? Ich hab da in der Vergangenheit und auch in neurer Zeit einiges erlebt. Man sagt was, und schwuppdiwupp, ohne daß man weiß was eigentlich los ist, steckt man in der einen oder anderen Schublade. Nur weil man bei einem bestimmten Menschen/Menschengruppe einen bestimmten Knopf gedrückt hat.
      Ich hatte mal Nachbarn auf einem krassen Esotrip bei denen man z.B. keine Verneinungen gebrauchen durfte. Alles mußte bejahend, also "positiv" ausgedrückt werden. Weil, sonst zog man das Unglück an. Kommunikation trieb mir regelmäßig den Schweiß auf die Stirn, machte mich nervös und bescherte mir Kopfschmerzen. Und wurde schließlich ganz unmöglich. Schimpfworte durften natürlich auch nicht gebraucht werden. Wieder alleine und nicht mehr dem einengenden Einfluss der positiven Nachbarn ausgesetzt mußte ich mir erst mal die Seele freifluchen und so richtig negativ sein, dann ging´s mir wieder besser ;-) . Und Begriffe wie z.B. "Volk" und "Rasse" benutzen zu dürfen ohne zusammenzucken und mich verschämt umblicken zu müssen ob jemand mit der Nazischublade angelaufen kommt um mich da rein zu pferchen wär auch extrem entspannend.

      Tanja

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    8. Keuler vermischt die beiden Begriffe (Kultur und Natur), wie z.B. in ‘ethnische Substanz‘ und ‘Völkermord‘. Keulers hydrozephale ‘ethnische Überfremdung‘, ‘Überflutung‘ und ‘Liquidierung‘ Europas kommt heute eher aus dem Osten: die nostalgische neo-eurasiatische Ideologie und die Eurasiatische Wirtschaftsunion.

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    9. @ Valentin, Michael,
      hups, ich gehe meistens davon aus, dass, wenn ich etwas eindeutig klamaukhaftes schreibe, dass das als solches (als Ironie) erkannt wird: Also, selbstverständlich ist das Unsinn, wenn manche Menschen meinen, ein "Bedürfnis" zu haben, ständig über "Volk" und "Rasse" sprechen zu müssen.

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    10. ...so ähnlich albern, wie das "Bedürfnis", einen Kampfhund unangeleint frei herumlaufen zu lassen (das wurde letztens allen Ernstes in Hamburg vor Gericht diskutiert).

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    11. Ach Mist, reingefallen. Dachte wirklich es wäre so gemeint wie es da steht, nämlich reden zu dürfen und zwar unverkrampft, achtsam und gelassen. Stattdessen ging es wohl eher um das Bedürfnis etwas müssen zu dürfen, so wie Pipi und Kacka oder krankhafte Zwänge und das zu jeder Zeit und an jedem Ort. Tja, bin ich wohl dumm-naiv ins Fettnäpfchen getreten. Ich halte ab sofort die Klappe weil mir das ganze eigentlich zu ernst und zu traurig ist um dem mit Spaßerei und Spöttelei zu begegnen.

      Tanja

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    12. @ Tanja,
      ich glaube, im Netz gibt es reichlich Foren in denen über "Volk" und "Rasse" munter und wahrscheinlich sogar äußerst wissenschaftlich (!) diskutiert wird.

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  6. Tanja, so einfach ist das auch nicht.

    Sprache macht unser Menschsein aus und ist etwas Lebendiges das sich permanent verändert.
    Begriffe wie Rasse und Volk sind nicht mehr das was sie VOR Hitler waren.
    In der westlichen Welt, die meiner Ansicht nach ihre Machtstellung auf Grund ihrer technischen (und nicht geistigen) Errungenschaft behauptet, ist der Begriff Rasse ja schon seit Jahrhunderten, vielleicht Jahrtausenden mit einer Wertung besezt, immer zu Ungunsten des Schwächeren oder des 'Unterentwickeltereren'.
    Unterentwickelt in Bezug auf was?
    Soweit ich das nachvollziehen kann, hat sich das abenländisches Superioritätsdenken bereits aus der totalen Verkennung des Christentums heraus entwickelt. Das schafft nicht nur den auf physische Merkmale, sondern auch den auf geistige Merkmale bezogenen Rassismus.

    Rasse ist heute nicht mehr eine Volksgruppe mit spezifischen Merkmalen, sondern ist ein Begriff, der Gruppen mit 'höherwertigeren' und/oder 'minderwertigeren' Merkmalen bezeichnen möchte.
    Und da gibt es irgendetwas im Denken, das den Menschen veranlasst, etwas, das dieses Denken als minderwertig erachtet, zu vernichten oder zu beherrschen. Der Kolonialismus basiert auf dieser Annahme, die deutsche Philosophie ist davon infiziert und antisemitisch, auch Steiner entkam dem auch nicht ganz, finde ich.

    Wenn du heute von Rasse und Volk sprichst, dann kannst du die Begriffe nicht mehr von den Ereignissen im Nationalsozialismus trennen, weil es gelebte Geschichte ist, die Sprache formt.
    Wenn dich heute einer komisch anschaut, wenn du von Rasse und Volk sprichst, dann vielleicht weil deinem Gegenüber unwohl ist bei deinem Nichtwissen.

    So finde ich auch nicht, dass die heutigen Nazis böse wären, sondern ich finde, dass sie einfach fast alle durch die Bank strunz dumm sind und das macht sie gefährlich.

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    1. Natürlich, so einfach ist das nicht. Wieso auch einfach wenn es auch kompliziert geht ;-) . Also erstmal, so ganz hinterm Mond leb ich nicht. Wie ich schon sagte hab ich auch mitgekriegt daß "Rasse" und "Volk" mißbrauchte begriffe sind. Nur, ich wies ja schon darauf hin, wohin führt es wenn wir uns davon dermaßen beeinflussen lassen und uns nicht mehr trauen bestimmte Begriffe zu verwenden? Wenn wir uns einer Zensur unterwerfen die wir selber schaffen und uns selbst und andere zwingen sich ihr zu beugen? Jedes Wort und jeder begriff eignet sich dazu. Im Kleinen, in persönlichen Beziehungen zu anderen menschen betrifft es nur einen oder wenige Menschen. Im Großen betrifft es ganze Völker und Rassen ;-)) . Aber auf jeden Fall eignen sich solche, ja Verrücktheiten und Pingeligkeiten als weiteres Spaltungsmittel. Die Form wird immer wichtiger als der Inhalt. Eigentlich sollte doch die Absicht hinter den Worten zählen. Auch hier setze ich lieber auf Unterscheidungsvermögen. Alles kann mißbräuchlich benutzt werden. Da müßte wirklich jedes Wort auf die Unwortliste.

      Tanja

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    2. Nein, nicht jedes Wort. Frühling zum Beispiel oder Nachtigall, Kosmopolitin, Menschenrechte, Ethik, Toleranz...... da muss keines auf die Unwortliste.

      Bei Worten wie 'Volk' wird mir körperlich ganz übel, schon von Kindheit an. Frankfurter Würste, 'Volk' und Fanta konnten mich zum Erbrechen bringen. ..auch Volks-feste.
      Dasselbe mit 'Kameradschaftsbund', selbst Volkstheater macht's mirs eng, Politikerreden von UNSEREM Volk, Mensch, das wäre vielleicht langweilig - EIN Volk!

      Ich würde es nicht aushalten.

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    3. Wie wär´s mit "nein", "schlecht", "möglicherweise", "ziemlich", "auf Augenhöhe"? Alles Worte deren Gebrauch mir schon mehr oder weniger schief ausgelegt wurden. Auch mir wird bei dem ein oder anderen Wort schlecht weil es gegen mich verwendet wurde. Sogar das Wort "Liebe" kann zum persönlichen Unwort werden.
      Bei "Volk" und "Rasse" bekomme ich auch ein komisches Gefühl. Aber ich weiß auch warum. Es ist nicht mein eigenes, sondern ein Fremdgefühl. Ein Gefühl das ich als gute Deutsche zu fühlen habe. Diese Fremdsuggestion will ich aber nicht zulassen. Ich will diese Begriffe sehen und benutzen als das was sie ursprünglich bedeuten.

      Tanja

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    4. @Friederike

      Ja, die emetische Wirkung eines bestimmten Vokabular- und Formulierungsspektrums kann ich durchaus nachvollziehen und Erbrechen tritt ja auch als völlig gesunde Reaktion ein, wenn uns etwas nicht wohltut...
      //
      In Deutschland scheint mir die Situation allerdings besonders verzwickt: Einerseits sind wir ein international agierendes Land - gebunden an internationale Normen, andererseits haben wir einen Föderalismus mit einer Länderhoheit, in welcher (beispielsweise) jedes Bundesland theoretisch seine eigene Rechtschreibung festlegen kann und Bildungsabschlüsse innerhalt dieses (oben genannten) 'Einigen Deutschen Volkes' untereinander nicht anerkannt sind...

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    5. Du kannst das Geschehene nicht mehr ungeschehen machen und dich in eine 'heile ' Vergangenheit, die es nicht mehr gibt, zurückziehen.

      So denke ich das jedendfalls.

      "Wie wär´s mit "nein", "schlecht", "möglicherweise", "ziemlich", "auf Augenhöhe"?"
      Hier kommt es immer auf den Kontext an.

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    6. " "Wie wär´s mit "nein", "schlecht", "möglicherweise", "ziemlich", "auf Augenhöhe"?"
      Hier kommt es immer auf den Kontext an." Ja, eben :-) . Kontext, Situation und vor allem die Absicht sind das Entscheidende. Worte und Begriffe ansich sind einfach nur das: Worte und Begriffe. Bedeutung legen wir hinein dann wenn wir sie gebrauchen.

      Tanja

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    7. Vielleicht besser gesagt:
      Du kannst das Geschehene nicht mehr ungeschehen machen und dich in heile Begriffe zurück ziehen, die es so nicht mehr gibt.

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    8. Hm. Sieht also so aus als hätte ich nur die Möglichkeit mich dem je nach Person(engruppe) geltenden Begriffsdiktat zu beugen oder mich dem zu widersetzen mit der Folge daß ich Reaktionen von Unverständnis über Spott bis Zorn dulden muß. Na gut.
      Da die Frage ob die Michaela jetzt nu der Rudolf ist oder nicht sicher sehr viel spannender wird (wobei für mein Empfinden da zwei ganz verschiedene Persönlichkeiten rüberkommen) verabschiede ich mich mal zumindest für heute.

      Tanja

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    9. Hallo Tanja, du bekommst von mir keinen Spott oder Zorn.
      Was lässt dich vermuten, du hättest nur die Möglichkeit, dich zu widersetzen oder zu beugen?
      Ich denke, wir versuchen hier alle zu verstehen.
      Es interessiert mich wie du Volk und Rasse denkst, ich kann es ja nicht ohne Geschichte denken.
      Ich vermute, dass es etwas dir sehr Wertvolles gibt, für das du dich hier so einsetzt?

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    10. Hallo Michaela,
      nein, nicht von dir, so war das auch nicht gemeint.
      "Was lässt dich vermuten, du hättest nur die Möglichkeit, dich zu widersetzen oder zu beugen?" Das ist keine Vermutung sondern Erfahrung. Und nicht nur eigene Erfahrung sondern ich beobachte daß es anderen genauso geht.
      "Ich denke, wir versuchen hier alle zu verstehen." Schön wär´s, aber ich glaube nicht daß es so ist.
      "Es interessiert mich wie du Volk und Rasse denkst, ich kann es ja nicht ohne Geschichte denken." Harmlos. "Naiv". Ich schrieb es ja schon, Begriffe die zusammenfassen wie Menschen sich unterscheiden. Ohne Wertung.
      "Ich vermute, dass es etwas dir sehr Wertvolles gibt, für das du dich hier so einsetzt? " Klar. Schrieb ich ja auch schon. Dafür daß jeder Mensch individuell wahrgenommen wird anstatt anhand seines Auftretens, Aussehens, seiner Sprechweise usw. ihn sofort in entsprechende Schubladen einzusortieren.

      Tanja

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    11. Huch, Friederike meinte ich natürlich.

      Tanja

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    12. Also, wenn du willst, dass jeder Mensch individuell wahrgenommen wird, wozu brauchst du dann Begriffe wie 'Volk' und 'Rasse'?

      Ich habe das Gefühl, dass du entweder auf naiv machst oder noch ganz im Dornröschenschlaf bist.

      Mein letzter Versuch:
      Mensch kann das Geschehene nicht mehr ungeschehen machen und sich in heile Begriffe zurück ziehen, die es so nicht mehr gibt.

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    13. @Tanja

      "Ich denke, wir versuchen hier alle zu verstehen." Deine Antwort: "Schön wär´s, aber ich glaube nicht daß es so ist." Das Problem in dieser pauschalen Antwort scheint offen. Ist es deiner Meinung nach wirklich so? oder ist es nur deshalb so, weil man dir nicht zustimmt (obwohl man auch auf dich zugeht, wie Friederike), bei deiner ganz persönlichen Rasseneinteilung und Unterscheidung? Muss man halt so stehen lassen können oder immer weiter machen und halt schmollen, Tanja.

      ZU:
      "Dafür daß jeder Mensch individuell wahrgenommen wird anstatt anhand seines Auftretens, Aussehens, seiner Sprechweise usw. ihn sofort in entsprechende Schubladen einzusortieren."

      Habe ich dich richtig verstanden, dafür brauchst du deine Rasseneinteilung wie sie im Ursprung war? (welche Ursprünge eigentlich, die von R. Steiner? das würde mich wirklich interessieren!). Und - bist du sicher, dass du mit deinem vorher gesagten einen Menschen dann völlig vorurteilslos anschauen und erleben kannst ohne Hintergedanken und Indoktrination ?

      Also, ich brauche 'nur' Interesse am Nächsten (und deren Herkunft), sowie ein gutes feeling und ne gute Beobachtungsgabe der Charaktere, egal wer vor mir steht. Und keine z.B. vorgefertigte Rassentheorie um mit Menschen jedweder Herkunft und Hautfarbe normal und menschlich in Kontakt zu kommen oder diese wahzunehmen.
      Ich habe einen afrikanischen Freund seit 15 Jahren, ein früherer Musikerfreund (bzw. Lehrer) von mir war Inder usw. und ich kenne zwei Syrer (und einige Türken, Kurden etc), mit denen ich völlig zwanglos ohne Hintergedanken ab und an quatsche (auch über deren Land und Bräuche), wenn ich mir in deren Kiosk und Internetcafe nen guten Kaffee und ne Zeitung besorge...

      Und mal ehrlich, wenn das schöne Wort Kosmopolit fällt, wie empfindest du das? denn du bist ja nicht im geringsten auf Friederikes Liste der schönen und wertvollen Worte bzw. Begriffe eingegangen, sondern stellst lediglich Gegenworte auf....machst also genau das worüber du dich beschwerst, mit dem: "Schön wär´s, aber ich glaube nicht daß es so ist."



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    14. Liebe Tanja,

      Valentin fragt:

      »Und - bist du sicher, dass du mit deinem vorher gesagten einen Menschen dann völlig vorurteilslos anschauen und erleben kannst ohne Hintergedanken und Indoktrination ?«

      Ohne Dich persönlich zu kennen, rein aus Deinen bisherigen Äußerungen hier bei den „Egoisten“, bin ich davon überzeugt, daß Du das kannst.

      Aber wie man sieht, sind andere sich dessen überhaupt nicht sicher.

      Das liegt daran, daß sehr viele Menschen mehr als unsicher sind, ob sie selbst das könnten – denn für sie ist der Begriff „Rasse“ nunmal untrennbar mit „Vorurteil“ verbunden (Friederike sagt es ganz deutlich: »Mensch kann das Geschehene nicht mehr ungeschehen machen und sich in heile Begriffe zurück ziehen, die es so nicht mehr gibt.«).
      Solange das so ist, bleibt wohl nichts anderes übrig, als in offenen Gesprächen, in denen man nicht jeden einzelnen der Gesprächspartner sehr genau kennt und sich seiner Vorurteilsfreiheit sicher sein kann, lieber auf derartige Begriffe zu verzichten.

      Dazu kommt, daß wir in einer Zeit leben, in der die Einflüsse dessen, das man früher unbedenklich als „Rasse“ bezeichnet hat, nämlich des „Erbstroms“, immer mehr zurücktreten hinter den Einfluß der Kultur, in der man aufgewachsen ist bzw in der man lange gelebt hat – hier habe ich im Zusammenhang mit einem anderen Pamphlet Rüdiger Keulers darauf hingewiesen, wie Rudolf Steiner diese Zusammenhänge benennt; freilich kann man dabei, wie zB Georg Northoff, auch ganz ohne Erzengel auskommen.

      Wird damit das Schubladendenken insgesamt aufhören?
      Oder werden einfach nur die Schubladen, in so mancher andere Menschen auch weiterhin einordnen wird, statt mit „rassischen“ künftig eben mit kulturellen Etiketten beklebt sein – bis in Zukunft jemand kommt und das Wort „Kultur“ zum „no-go“ erklärt?

      Ich würde mir wünschen, daß wir sowohl bezüglich „Volk“ bzw „Rasse“ als auch bezüglich „Kultur“ endlich zu einem Verständnis kommen, das Alexander van der Bellen in seinem jüngsten Buch (das sich übrigens mehr mit österreichischer Innenpolitik als mit Philosophie beschäftigt) vor kurzem so auf den Punkt gebracht hat:
      »Herkunft bindet, aber sie fixiert nicht.«

      Um einiges ausführlicher kann man’s bei Rudolf Steiner lesen („Philosophie der Freiheit“, Kapitel XIV: Individualität und Gattung).


      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

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    15. Bin ich wirklich so schwer zu verstehen? Jedenfalls krieg ich es regelmäßig hin mich in Gespräche zu verheddern die zu nichts führen weil aneinander vorbei geredet wird. Dann stehe ich da und suche nach geeigneten Worten und Wegen mich für den oder die andere(n) verständlich auszudrücken und das Chaos wird nur noch größer. Dann wirke ich schmollig oder wütend oder beleidigt, man sagt mir ich solle nicht rumzicken und ich weiß nicht wovon die Rede ist weil ich alles das was wohl von meiner Seite rüberkommt nicht empfinde. Was mich nur noch in größere Erklärungsnot bringt.
      Deshalb: Ich passe. Ich habe so gut und so verständlich versucht auszudrücken was ich meine wie ich konnte. Ich weiß nicht wie und was noch. Zu versuchen jedes Mißverständnis auszuräumen und mich dann auch noch persönlich zu rechtfertigen würde in eine never ending story ausarten.

      Tanja

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    16. Liebe Ingrid,
      Erst mal ein ernstgemeintes Danke hierfür "Ohne Dich persönlich zu kennen, rein aus Deinen bisherigen Äußerungen hier bei den „Egoisten“, bin ich davon überzeugt, daß Du das kannst." Danke auch dafür daß du zu verstehen scheinst um was es mir hier geht.

      "Das liegt daran, daß sehr viele Menschen mehr als unsicher sind, ob sie selbst das könnten – denn für sie ist der Begriff „Rasse“ nunmal untrennbar mit „Vorurteil“ verbunden (Friederike sagt es ganz deutlich: »Mensch kann das Geschehene nicht mehr ungeschehen machen und sich in heile Begriffe zurück ziehen, die es so nicht mehr gibt.«).
      Solange das so ist, bleibt wohl nichts anderes übrig, als in offenen Gesprächen, in denen man nicht jeden einzelnen der Gesprächspartner sehr genau kennt und sich seiner Vorurteilsfreiheit sicher sein kann, lieber auf derartige Begriffe zu verzichten." Ja eben. Und ganau darauf wollte ich hinweisen, wie traurig es ist sich "auf Zehenspitzen" bewegen zu müssen um bloß nichts zu sagen was die Vorurteilsmaschine beim anderen in Gang setzt und damit das (Vor)verurteilungsprogramm aktiviert. Nur darum ging es mir. "Rasse" und "Volk" und wie hier darauf reagiert wird waren für mich nur 2 willkommene Beispiele die durch beliebige andere ersetzbar sind. Darum meine anderen Beispiele die nicht dazu dienen sollten gegen Friederike mit ihren Beispielworten anzutreten. Die hab ich auch nicht als Herausforderung angesehen denen ich mich zu stellen habe. Sie waren Beispielworte, so wie ich auch welche brachte, und standen neben meinen. Für mich waren das wie gesagt keine 2 Begriffsarmeen die von 2 Kontrahentinnen ins Feld geführt werden.

      Da werde ich grade unterbrochen...

      Tanja

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  7. Michaela: Es sind doch die Politiker, welche ganz besonderen Wert darauf legen, den Begriff des "Volkes" zu gebrauchen, denn sie schwören einen Eid darauf, vom Deutschen "Volke" Schaden abzuwenden. Will Herr Herzog denen einen Maulkorb anlegen, weil sie wie Kampfhunde sind ?
    Gehören die an die Leine ? Sind diese Staatsbeamten ein Leviathan, dem wir Private eigentlich einen reissfesten Strick durch die Nüstern ziehen sollten, um ihn zum Spielen vorzuführen ?
    Für unsere Töchter ?

    Mein Kompliment, Herr Herzog ! Chapeau ! Ich bin tatsächlich der Meinung, dass es unsere grösste Dummheit war, ausgerechnet der Klasse der Beamten die Verwaltung von Erziehung und Bildung zu überlassen. Ziel guter Erziehung und Bildung ist Freiheit und Selbständigkeit.
    Ziel des allgemeinen Beamten ist, dass Untertanen ihm ohne zu murren "brav" die Steuern zahlen.

    An der Freiheit des Volkes hat der allgemeine Beamte kein Interesse, deswegen schafft der auch wo es nur geht Freiheit ab. Solch ein Leviathan - Kampfhund gehört an die Leine, damit z.B. Tanja frei ist, zu reden, wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Sie beleidigt ja keinen und wertet niemand ab.

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  8. Michaela @ Friederike: Ich habe volles Verständnis dafür, wenn jemand nicht völlig aufgehen kann in den Grenzen, welche das Nationale vorgibt. Die Esoterik gemäss Steiner halte ich für das beste Gegenmittel gegen nationale Überheblichkeiten. Der Reinkarnationsgedanke lässt ja schon solches Aufgehen gar nicht zu, sofern wir ihn ernstnehmen dürfen.

    Doch ich lasse mir keine Unwortlisten überstülpen, nur weil Dir persönlich irgendein Wort missfällt.
    Mir missfällt der Name "Hitler", weil der schon 70 Jahre lang verschimmelt ist und meine Generation mit diesem geistigen Vakuum nichts zu tun hat. Lasse ihn los, Friederike, und meditiere die Frage, ob es Kollektivschuld wirklich gibt.
    Obwohl mir der Name "Hitler" unsympathisch ist, schreibe ich niemand vor, ob er dieses Unwort aussprechen darf. Weder Du noch ich sind "schuld" an den Dingen, die dieses Vakuum angesaugt hat.
    Folgendes Bild soll meine historische Sichtweise für Dich verdeutlichen:Stierkampf.
    Der braune Stier rannte gegen rotes Tuch. Alles Torero ???

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  9. Hallo Michaela,

    "Doch ich lasse mir keine Unwortlisten überstülpen, nur weil Dir persönlich irgendein Wort missfällt."

    Wie kommst du darauf? Es ist mir eigentlich ziemlich egal, welche Worte du verwendest.

    Ich habe ein paar Überlegungen angestellt wie Begriffe sich durch Geschichte verändern und du rätst mir, Hitler los zulassen. dazu nüsste ich ihn erstmal festhalten, aber daran denke ich gar nicht.

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  10. Vermultlich hängt' s auch einfach nur mit einer gewissen Sehnsucht nach Heimat zusammen.
    Der vielgereiste kann sich auf der Erde als Mensch beheimatet fühlen, mancher möchte in Deutschland (oder eben einem bestimmten Land) eine Heimat-Zugehörigkeit haben und wieder ein anderer möchte sich ganz als (beispielsweise) Baden-Württemberger fühlen (Wobei der Baden-Württemberger ja bereits eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzt, da Baden und Württemberg sowohl für manchen Badener als auch für manchen Württemberger schon vollkommen unterschiedliche Welten sind).
    Ja, und manche haben die Nase von der Erdenheimat dermaßen voll, dass sie ihre Heimat lieber als 'Erdlinge' auf dem Gelatine-Mars (die werden sich über das Geglibbere Wundern) suchen...

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    1. Ja, zwei Prozent Wasser auf Mars war 2013. Und dann kam Karlsson vom Dach 2015:
      Mars besitzt tausende von Gletschern

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  11. Michaela @ Friederike : Hallo Friederike, schön, wenn Du nicht zu solchen gehörst, die uns verbieten wollen, "Mutter" und "Vater" zu sagen, die uns vordiktieren wollen, wir müssten stattdessen "Elter 1" und "Elter 2" sagen.

    Da frage ich mich, ob solche Genderisten einen Psychiater brauchen. Oder einen Exorzisten ?

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  12. Michaela @ Michael Eggert: Hallo Herr Eggert, ich - Michaela - übernehme die volle Verantwortung über meine selbst geschriebenen Kommentare. Ist kein "Rudolf" dahinter, so weit ich das bisher mitgelesen hatte.

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  13. Ich glaube nicht, dass du Michaela bist.
    Ich habe Michaela als intelligenten und mitfühlenden Menschen hier im blog kennen gelernt. Jedenfalls war das am Anfang so.
    Dann kamen die ersten schrägen Kommentare unter dem Namen Michaela. Was aber jetzt so daher kommt, klingt nach einem abgestandenen Abwasch von Rudolf.

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  14. Ich glaube übrigens schon seit Längerem, dass Herr Eggert gar nicht Herr Eggert ist, sondern dass da Herr Niederhausen in seinem Namen postet (hihihi)....

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  15. Für die Fans des heiter-gemütlichen Umganges mit den Begriffen "Volk" und "Rasse": Es gab sogar mal eine Zeitschrift, die "Volk und Rasse" hieß, kann man noch auf Booklooker bestellen, vielleicht ist das etwas für Euch, mal was anderes als immer Info3 oder der SPIEGEL

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  16. Michaela : Hallo Friederike, Du hast mir die Frage nicht beantwortet: Gibt es Kollektivschuld denn wirklich ?

    Ich möchte hier gerne zwei Ideale nebeneinanderstellen und diese ins Leben unserer Zeit überführen. Das eine ist Freiheit, das zweite ist Gleichheit. Das Ideal der Gleichheit macht dort wirklich Sinn, wo es darum geht, z.B. Menschen zu verurteilen, die irgendwelche Verbrechen begangen haben. Da kommt es nicht darauf an, ob dieser Mensch Frau oder Mann ist usw., denn vor dem Gesetz sollen wir alle gleich sein. Deswegen trägt Justitia die Augenbinde, eben um alle real existierenden Ungleichheiten auszublenden. Ob der Verbrecher diese oder jene Hautfarbe hat, ist im Rechtsleben unerheblich. Und das ist auch gut so.

    Stelle Dir einmal vor, jemand würde der Justitia die Augenbinde abnehmen und würde sie der wissenschaftlichen Forschung überstülpen. Was wäre das Ergebnis, Friederike ?
    Das Ideal des Geisteslebens ist Freiheit, nicht Gleichmacherei, welche von Blindheit ausgeht.
    Trüge die wissenschaftliche Forschung Augenbinde, wo es um die Farbe von Lackmuspapier geht, wäre das Ergebnis lauter rein spekulativer Unfug.
    Auch die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners darf keine Augenbinde tragen.
    Mein Hinweis auf GA 174 b, Zweiter Vortrag, ein Zitat von gesprochenem Worte ,13.2.1915:
    " Die Menschen haben ihre weisse Hautfarbe aus dem Grunde, weil der Geist in der Haut dann wirkt, wenn er auf den physischen Plan heruntersteigen will."
    Manche mögen die Menschen nicht, welche weisse Haut haben. Wie nennt man Menschen, welche andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe ablehnen ?

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    1. Liebe Michaela,

      ich stimme Dir zu – auch ich möchte die Augenbinde bei Justitia lassen und trete für die Freiheit des Geisteslebens ein.

      Allerdings ob das Verkünden von Mitteilungen Rudolf Steiners wie der von Dir zitierten bezüglich der weißen Hautfarbe sich dazu eignen, da habe ich doch meine Zweifel:
      Solange dafür kein anderer Beleg angeführt wird als der, daß jemand das in einem Vortrag Rudolf Steiners so mitgeschrieben hat, ist das Hantieren mit derartigen „Wahrheiten“ für mich nichts weiter als blinder Glaube.

      Herzlichen Gruß,
      Ingrid

      P.S.: :-) Nein, ich glaube nicht, daß Du „Rudolf“ bist...

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    2. Halllo Michaela,

      ich weiß nicht, worauf du in deinem, wie mir scheint, Deckmäntelchen, hinaus willst.

      Sicherlich tragen wir alle eine Gesamtschuld und zwar eine Schuld, die nicht in die Vergangenheit gerichtet ist, sondern ganz gegenwärtig ist - nämlich die Schuld, wach zu sein und zu gewahrleisten, dass eine ideologische Verblendung wie in der Nationalsozialistischen Zeit nicht wieder stattfindet.

      Die peinlichen Zitate aus 174b locken heute keinem mehr hinter dem Ofen hervor, falls du das beabsichtigst.
      Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, nehme ich sehr wohl an, dass auch Steiner nicht frei von ideologischem Fahrwasser war; nicht nur in 174b.
      Nun, das ist auch schon 100 Jahre her und wie er heute zu den Dingen stehen würde, wissen wir nicht.

      Meine Interpretation ist ja, dass diese ewig gestrigen, faschistischen Zeitgenossen, und Anthroposophen wie dieser Rüdiger Keuler, sich aus einem Inferioritätsgefühl heraus eine ideologische Heimat suchen und die darf sich natürlich nicht verändern.

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    3. Michaela, es kommt gar nicht auf die weisse Hautfarbe an, sondern auf den Geist, auf die Sonne, die hindurchscheint. ‘Weiss‘ ist hier pars pro toto, stellvertretend. Inkarnatfarbe hat jede(r) Mensch.

      vgl. Arbeitervortrag 1923: ‘… eigentlich ist der Mensch in Europa nicht ganz gesund, wenn er käseweiß ist … Wir müssen unserem Blut selber die Farbe geben. Das dringt dann durch das Weiße durch, und dadurch bekommen wir diese europäische Menschenfarbe. Die ist also vom Innern….‘ 349.52 und 58 f.

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  17. Michaela : Liebe Ingrid, warum sollte denn Rudolf unter meinem Namen posten ? Ich weiss nun nicht genau, was Rudolf in den vorigen Wochen gepostet hatte, weil ich unterwegs war und nicht alles mitgelesen hatte. Er war ja zunächst gesperrt gewesen. Doch gestern hat er ja noch selber einen Kommentar gepostet, er wolle Glühwein trinken.
    Ob Friederike nun wirklich nicht glaubt, dass nicht ich selber manches gepostet hatte, ist natürlich ihre Sache. Für mich ist diese Wahrheit ja erkennbar. Welches Motiv sollte Rudolf haben, unter fremdem Namen zu schreiben ? Er und ich waren ja in puncto Steiner völlig unterschiedlicher Auffassungen und hatten uns ziemlich "gezofft".
    Betreffs anderer Fragen gab es manche Übereinstimmungen.
    Für mich ist eine Frage, ob Rudolf sich nun als "beleidigte Leberwurst" zurückzieht ?
    "Identitätskrise" am Glühweinfass ? Oder wird er selber etwas dazu äussern ? Er wird ja hoffentlich - Glühwein hin, Glühwein her - noch wissen, was er selber geäussert hatte...-)

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    1. Rasse und Volk sind keinesfalls Begriffe, die seit Hitler unangemessen sind. Sie wurden lange nach ihm von denjenigen Menschen "codiert", welche sich anmassen in das natürliche Leben einer Sprache einzugreifen und die Bedeutung einzelner Begriffe in mehr oder weniger kurzen Zeiträumen zwangsweise "per Dekret" abzuändern.
      Ich bin 15 Jahre nach Hitler geboren, aber in der "Volksschule" - keine Angst, im Staat, in welchem ich gross geworden bin, hiess die wirklich damals auch amtlich so...;-) - wurde noch in den 60ern und 70ern noch völlig wertfrei im Unterricht über Völker und Rassen gesprochen und das Lied "10 kleine Negerlein" gesungen. Und mal ehrlich, Negerküsse und Mohrenköpfe gabs in Deutschland bis vor ca. 15 Jahren überall, Zigeunerschnitzel in abgelegenen Landgasthäusern vereinzelt noch heute.
      Da sind also gezielt Menschen am Werk, die uns Angst einjagen wollen, beim Gebrauch von Wörtern die wir auch als lange nach Hitler sozialisierten Menschen seit frühester Jugend ohne jede böse Absicht verwenden, bzw. verwendeten.

      Diese Codierung ist also nicht das Ergebnis des Missbrauchs einzelner wertfreier Begriffe durch die Nazis, sondern entspringt dem Bestreben der heutigen Machthaber freie Menschen einzuschüchtern und geistig zu gängeln. Ganz abgesehen dass man derselben Logik folgend, eigentlich ja auch den Begriff "Jude" codieren müsste. Also genauso wie man statt von Negern heute von Schwarzen oder gar dunkel Pigmentierten spricht (oder noch anderen Bezeichnungen ......was heute pc ist, weiss ich selbst nicht mehr, bitte belehrt mich, es ist echt absurd), müsste es ja angebracht sein, statt von Juden von Menschen mit mosaischem Glauben zu sprechen, oder so etwas ähnliches. Ein Beispiel der Absurdität dieses zwanghaften Verändern Wollens der deutschen Sprache!

      Menschen die sich gegen diese unglaubliche Bevormundung zur Wehr setzen, werden pauschal als rechtsgerichtet bezeichnet. Menschen können derart, ohne dass ihnen aufgrund eindeutiger Aussagen wirklich Nazigesinnung nachgewiesen wird, einfach nur wegen der Verwendung wertfreier Begriffe als solche bezeichnet werden, da suggeriert wird, nur Nazis würden diese verwenden, was absoluter Stuss ist.

      Für mich hat es etwas Beängstigendes an sich. Nehmen wir das Wort "Lügenpresse". Es ist anscheinend "codiert", was bedeutet, dass es angeblich nur Nazis verwenden. Unterschwellig wird aber dadurch suggeriert, das nur oder hauptsächlich Rechtsgerichtete der Meinung sind, die Presse würde/könnte lügen, was absolut falsch ist.

      Wenn wir wegen der auf dem Fusse folgenden Naziverdächtigungen Angst davor haben müssen zu behaupten, dass die Presse lügt/lügen kann, erschwert dies tendenziell die freie und (hoffentlich wohl noch erlaubte) Meinungsäusserung, dass alle Presseerzeugnisse manchmal, bzw. einzelne fast immer lügen, also eine legitime Meinungsäusserung.
      Das hat mit lebendiger Sprache nichts zu tun, es ist ein Mittel der Beeinflussung und Gängelung des von Natur aus freien Denkens.

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    2. Wenn ich das, was du da geschrieben hast, nur ein bißchen überfliege, dann kommt mir spontan der Wunsch nach einem Gebet: Gott hab Erbarmen mit diesem armen Geistlein.

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    3. @ Friederike
      das reicht auch, mit dem "ein bißchen überfliegen" - er schreibt in jedem Kommentar exakt das Gleiche.

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  18. Michaela @ Friederike : "Sicherlich tragen wir alle eine Gesamtschuld..."

    Hallo Friederike, welches "Deckmäntelchen" Du meinst, ist mir unklar. Wen genau Du mit "wir" meinst, ist mir auch nicht erkennbar. Ob jemand im moralischen Sinne schuldig oder unschuldig ist, das ist Frage ganz individueller Tatsachen, Handlungen bzw. Unterlassungen, das ist nicht Frage eines Kollektives, dem solcher Mensch durch nationale Abstammung zugehörig ist.

    Ich selber trage gewiss keine "Schuld" an Taten anderer, die lange vor meiner Zeit hier auf Erden lebten. Verantwortlichkeit setzt individuelle Freiheit voraus.
    Und damit keine ideologische Verblendung welcher Art auch immer die Menschen verführen kann, trete ich FÜR die Freiheit des Geisteslebens ein, FÜR Individualismus. Damit nicht erneut Menschen als Individuen sich hinter irgendeinem "Wir" - Kollektiv verstecken können.

    Ich selber bin meinen Nachkommen und so weiter schuldig, für Freiheit des Geisteslebens, für Gleichheit aller im Rechtsleben und für Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben einzutreten, doch den Begriff "Gesamtschuld" lehne ich als unchristlichen Begriff rundweg ab.

    Meine Absicht ist nicht die, andere "hinter dem Ofen hervor zu locken". Meine Sicht auf Steiner ist eine andere als Deine, d.h., ich unterstelle dem nicht, Ideologe gewesen zu sein.
    Die heutige Gefahr, die heutige ideologische Verblendungsgefahr scheint mir von Kriegstreibern auszugehen, die uns weismachen wollen, man müsse den Frieden durch Krieg herbei zwingen, man müsse den Frieden herbei bomben. Nach Motto : Krieg ist Frieden.

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    1. Hallo Michaela,

      du klingst jetzt wieder mehr nach Michaela.Vielleicht spricht ja manchmal in deinen Kommentaren dein alter ego Rudolf.
      Wenn ich auf deine Frage der 'Gesamtschuld' antworte und 'wir' schreibe dann meine ich mit 'wir' jeden einzelnen Menschen, denn Faschismus ist international.

      „Ich selber trage gewiss keine "Schuld" an Taten anderer, die lange vor meiner Zeit hier auf Erden lebten. Verantwortlichkeit setzt individuelle Freiheit voraus. „
      Ich habe auch nirgends behauptet, dass du oder jemand anderes eine Schuld an Taten anderer hätten. Mit unchristlich meinst du vielleicht den Mythos mit der Erbschuld. Davon distanziere ich mich auch ganz klar. Ich habe gesagt, dass der Mensch der Gegenwart schuldet, wach zu sein um nicht wieder ideologischen Verführungen zu verfallen.

      „Die heutige Gefahr, die heutige ideologische Verblendungsgefahr scheint mir von Kriegstreibern auszugehen, die uns weismachen wollen, man müsse den Frieden durch Krieg herbei zwingen, man müsse den Frieden herbei bomben. Nach Motto : Krieg ist Frieden“
      Ich bin auch verblüfft mit welcher Oberflächlichkeit Politik mit der Flüchtlingssituation umgeht. Keine Reflexion darüber, dass diese Situation hausgemacht ist. Kein Wort darüber, dass die USA Militäraktionen gegen den Nahen Osten starteten, um „ihre“ Rohstoffversorgung zu gewährleisten - diese Dreistigkeit muss man sich mal einfallen lassen..... oder am Aufbau der Al Qaida mitwirkten, aus der sich dann ein IS herausbildet, dann implotiert auch noch der Islam, wird funktionalisiert …..die Waffenindustrie lacht sich ins Fäustchen. Das Ganze ist so komplex geworden.
      Inzwischen haben wir mit Hilfe europäischer NahrungsmittelSubventionen nach Afrika exportiert und deren heimische Märkte zerstört.
      Und jetzt fragt sich Politik: Ja, was machen die alle hier?
      Die haben wahrscheinlich genug von der ganzen Scheiße.

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  19. Michaela @ Ton Majoor : " käseweiss"

    Na ja, wer käseweiss ist, etwa so wie die Farbe von Soignon - Ziegenkäse aus Frankreich, der kann nicht gesund sein. Da fehlt wohl die Sonnenwirkung.

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    1. Tja, ich persönlich kenne ausgesprochen wenige gut gebräunte Anthros...

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  20. Vielleicht geht's ja auch überhaupt nicht darum , ob die Begriffe 'Rasse/Volk' heute noch erlaubt sind oder nicht, sondern ober sie heute (im Unterschied zu Steiners Zeiten) überhaupt noch einen Sinn machen (inhaltlich realistisch zu füllen sind).

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    1. ...schließlich jetten wir ja heute real und virtuel ständig um die ganze Welt und nehmen dabei ständig neue kulturelle Impulse auf, die unser Wesen (um)prägen.

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    2. Lieber Stephan,

      dazu ein Zitat aus einem Buch, das ich gerade zu lesen begonnen habe (auch in deutscher Übersetzung erschienen)

      »At borders we present three different passports: I am English, Pauline is Dutch but brought up in Italy, while Daniel, born in the United States, proudly sports his American passport. My nephews are Egyptian, their mother is Irish. This book, like my previous ones, is written in France. If ever there was a postnational family, mine is surely it.
      But what if everyone did that? Suppose that international migration were to become sufficiently common as to dissolve the meaning of national identity: societies really became postnational. Would this matter? I think it would matter a great deal. Lifestyles such as that of my family are dependent, and potentially parasitic, on those whose identity remains rooted, thereby providing us with the viable societies among which we choose. In the countries on which I work – the multicultural societies of Africa – the adverse consequences of weak national identity are apparent. The rare great leaders such as Julius Nyerere, the first president of Tanzania, have struggled to forge a common identity among their people. But is national identity not toxic? Does it not lead back to that anti-Hun-riot? Or worse: Chancellor Angela Merkel, Europe’s preeminent leader, has voiced fears that a revival of nationalism would risk a return not just to race riots but to war. I recognize that in espousing the value of national identity I must credibly allay these fears.
      […]
      Above all, I hope that the evidence and arguments in this book will open popular discussion of migration policy beyond views that are theatrically polarized and stridently expressed. The issue is too important to stay that way.«

      Ich bin gespannt.

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  21. Michaela @ Friederike " alter ego"

    Hallo Friederike, die geistige Welt gab mir per geistigem Telefon zu verstehen, ich möge das Kommentieren hier beenden. Meine Erfahrung ist die, dass es besser ist, diese Dinge ernst zu nehmen. Daher ist dies zunächst zumindest mein letzter Kommentar hier.

    Mein alter Ego ist nicht Rudolf. Was Du über die Zerstörung afrikanischer Märkte und insgesamt über Ursachen dieser Massenbewegung sagst, leuchtet auch mir ganz ein, selbstverständlich ist das "hausgemacht". Würde ich in Syrien leben, würde auch ich wahrscheinlich meine Siebensachen packen und nach Deutschland kommen. Griechenland wäre dann wohl weniger mein Ziel. Diesen Menschen, die herkommen, vorzuwerfen, dass sie kommen, wäre aberwitzig, wenn man schwarzen Humor als witzig benennen wollte.

    Die Waffenindustrie lacht sich wirklich ins Fäustchen. Manche meinen, Diplomatie habe versagt.
    Sie denken, Krieg sei die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Man kann den Spiess auch umdrehen und sagen, Politik ist Fortsetzung des Wirtschaftskrieges mit anderen Mitteln.
    Du erwähnst, dass der Islam instrumentalisiert wird. Na klar, heutzutage ist es der Islam.
    Gestritten, gekämpft wird immer über unterschiedliche Meinungen, blinden Glauben. Kein Mensch streitet über wirkliche Erkenntnisse. Daher hoffe ich darauf, dass dort, wo heute blinder Glaube ist, morgen Erkenntnis ist, die bekanntlich unstrittig ist und Frieden möglich macht.
    Frohe Adventszeit allen !

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    1. Telefonanrufe aus der geistigen Welt mit Befehls-/Anordnungscharakter betrachte ich persönlich als Telefonscherz...

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    2. Hallo Michaela,

      ja, dann mach's gut!

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    3. Warte Michaela, ich komme mit ;-) . Meine geistige Begleitmannschaft droht schon damit ihren Job hinzuschmeissen wenn ich nicht langsam mal etwas Altersweisheit erkennen lasse ;-)) .
      Tanja

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    4. Irgendwie ist klar, dass alle abhauen in diesem von Intoleranz gegenüber Andersdenkenden geprägten Gesprächsklima.

      Ich finds sehr schade.
      Persönlich habe ich in meinem Leben von Andersdenkenden und den damit verbundenen Einsichten auch in eigene Fehler, immer mehr gelernt, als von Gleichgesinnten.
      Aber klar, ich vergaß, geistige Eliten haben dies nicht nötig.
      Und die Frage, warum es aber so ist, dass wenn man argumentativ keine Lust hat sich in eine Diskussion einzubringen, anstatt sich auszuklinken, Gesprächspartner argumentationslos in die üblichen Schubladen steckt oder gar herablassend spöttisch auf persönlicher Ebene unter der Gürtellinie angreift, wird wohl weiterhin unbeantwortet bleiben.

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    5. Rudolf, ich glaube das Problem ist gar nicht so sehr Intoleranz als vielmehr die Tatsache daß hier zu einem großen Teil überhaupt nicht begriffen wird worum es dir und auch Michaela und mir oft geht. Denn es stellt sich doch immer wieder raus daß wir so sehr andersdenkend in den Themen um die es hier hauptsächlich geht gar nicht sind. Und da wo gegensätzliche Meinungen aufeinandertreffen hab ich hier schon sehr schöne Diskussionen erlebt aus denen alle Beteiligten und Leser für sich was gewinnbringendes rausziehen konnten.
      Genau dieses "Schauspiel" das hier jetzt abgeht hab ich genauso in einem anderen Forum auch schon erlebt und auch in einer privaten Auseinandersetzung, um es mal harmlos auszudrücken. Der Auftakt war immer daß ich in meiner Absicht überhaupt nicht verstanden wurde. Daraufhin versuchte ich natürlich zu erklären, andere Wege und Worte zu finden um mich verständlich zu machen. Mit dem Ergebnis daß alles in Chaos und Katastrophe endete. Am Ende wurde ich als Mensch bekämpft. Verhöhnt, verspottet, beleidigt. Mir wurde gar nicht mehr zugehört, was ich schrieb wurde nicht mehr gelesen oder nur durch die Brillen durch die mich andere sehen wollten. Ich existierte da nicht mehr wirklich.
      Für mich ist das sehr hart und schwer zu ertragen. Leider merke ich oft erst viel zu spät wenn ich meine persönlichen Grenzen dessen was ich wirklich verkraften kann überschreite. Deshalb muß ich mich dazu zwingen lieber rechtzeitig abzuhauen da wo eh nichts zu erreichen ist. Das bin ich mir schuldig.

      Tanja

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    6. Es geht nicht nur um 'anders denken', sondern auch um anders ausdrücken/formulieren/darstellen/(be)werten. Ich könnte von mir beispielsweise nicht sagen, dass ich (beispielsweise)Rudolfs Gedanken nicht auch durchaus denken könnte - aber ich werte sie anders; nach dem Motto: 'Glaube nicht alles was Du denkst...'

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    7. Tanja, ich denke es ist nicht nur dein Problem. Es spielt heute weltweit als sog. Identitätspolitik, Dekolonisierung, Freiräume oder Schutzräume (safe spaces) schaffen, z.B. www.gras.at/?p=106). Aber es führt auch zur Bedrängnis unter anderen…

      Als Identitätspolitik von dominanten Gruppen bezeichnet man Vorstellungen zur Gestaltung der gesellschaftlichen und staatlichen Verhältnisse, die die Subjekte dadurch bindet, dass sie diese auf die Verwirklichung einer vermeintlich in ihrem Wesen liegenden Norm verpflichtet. Als Normen in diesem Zusammenhang können z. B. gelten: Frau-sein, Deutsch-sein, Weißsein sein etc.

      Demgegenüber versucht die Identitätspolitik der dominierten Gruppen zu einem „Wir-Gefühl“ zu finden, um emanzipatorische Forderungen zu entwickeln und durchzusetzen. Es geht in den dominierten Gruppen darum, sich selber zu repräsentieren und den von außen auferlegten Zuschreibungen eine Selbstdefinition entgegenzusetzen. (wiki/Identität)

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    8. Liebe Tanja,

      Du sagst weiter oben:

      »Und ganau darauf wollte ich hinweisen, wie traurig es ist sich "auf Zehenspitzen" bewegen zu müssen um bloß nichts zu sagen was die Vorurteilsmaschine beim anderen in Gang setzt und damit das (Vor)verurteilungsprogramm aktiviert.«

      Es mag vielleicht traurig sein – aber ist es nicht auch wunderbar, daß es uns überhaupt möglich ist, uns dort, wo uns bewußt ist, daß ein Thema „heikel“ ist, gewissermaßen „auf Zehenspitzen“ zu bewegen?
      Und es ist möglich. Vielleicht nicht jedem Menschen, aber jedenfalls Dir – das machst Du hier in dieser Diskussion sehr deutlich. :-)

      Herzlich,
      Ingrid

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    9. Danke Tanja,
      ja, ich denke auch, dass viele nicht verstanden haben, worum es geht. Sie wollen es auch gar nicht verstehen, sondern steigern sich emotional auf persönlicher Ebene in etwas hinein, unfähig zwischen anonymen Internet-Diskussionen und wirklich realem Leben zu unterscheiden. Das artet dann in persönliche Tiraden aus, komplett sinnlos, wie ich finde. So etwas liegt mir fern. Ich finde nur die gedanklich-argumentativen Auseinandersetzungen mit anders Gesinnten eine interssante, mitunter sogar Spass machende Herausforderung.
      Auch denke ich, dass es auf keinen Fall so weit kommen sollte, persönlichen Schaden davonzutragen. Die Anonymität von Blog-Diskussionen sollte ja eigentlich gerade dafür geschaffen sein, wirkliche Emotionen hintanhalten zu können und, wenn sie bei anderen doch auftreten und auf persönlicher Ebene andere miteinbeziehen, die damit verbundenen Verspottungen und Verhöhnungen auf die Urheber zurückfallen zu lassen. Also immer schön cool bleiben und diejenigen belächeln, die meinen immer alles besser, richtiger, objektiver zu verstehen.

      @Stephan
      Der Glaube ist bei Erkenntnisprozessen ein schlechter Ratgeber. Glaube und Erkenntnis haben miteinander gar nichts zu tun. Die Erkenntnisse anderer zu glauben, ware sicher falsch, da hast du recht. Genauso falsch aber, wie Erkenntnisse anderer ohne Gegenargumente als falsch zu bezeichnen. Und für den Fall, dass man keine Lust hat, mit Gegenargumenten sich in eine Diskussion einzubringen, wäre es nach althergebrachter Übereinkunft wesentlich vornehmer, gar nichts zu sagen.

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    10. Liebe Ingrid,
      naja, dein "wunderbar" und mein "auf Zehenspitzen" würd ich doch lieber trennen. Natürlich gibt es heute das Recht auf freie Meinungsäußerung, und das ist erfreulich. Nur muß man sich darüber im Klaren sein daß dieses Recht den unausgesprochenen Zusatz "auf eigene Gefahr" beinhaltet. Die Tatsache daß es dieses Recht gibt macht nicht automatisch jeden Menschen zu einem aufgeschlossenen, toleranten Mitmenschen. Intoleranz oder ganz einfach fatale Mißverständnisse und natürlich persönliche Empfindlichkeiten bis hin zu psychischen Problemen die ein Miteinander schwieriger machen gibt es nach wie vor.
      Und wer da entsprechende Erfahrungen gemacht hat fängt ganz zwangsläufig an sich "auf Zehenspitzen" zu bewegen. Man wägt ab wo man was sagen darf ohne sich selber zu gefährden oder aber andere, so rum kann´s ja auch gehen. Und das finde ich nun mal traurig dann wenn es dumpfes aufeinander rumhacken heraufbeschwört wo es eigentlich nicht nötig wäre.
      Daß ich mir hier mit dem was ich gesagt habe keine Freunde mache war mir schon im voaraus klar. Deswegen bin ich auch nicht auf Zehenspitzen hier rein. Und deswegen ist es auch eine Fehleinschätzung wenn man glaubt ich würde schmollen oder mich in eine Opferrolle verkriechen.
      Was ich sagen wollte hab ich gesagt. Die Reaktionen hab ich kommen sehen, aber es greift mich kaum an. Weil es ganz einfach kein Egotrip war und weil ich genug inneren Abstand zu allen hier habe. Es ist schade, es ist traurig, nicht nur hier sondern überall da wo Menschen pauschal verurteilt und schubladisiert werden, aber mehr als das da wo ich es für angebracht halte anzusprechen kann ich nicht tun.
      Amen ;-)

      Tanja

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  22. Michaela hat vor kurzem gesagt:
    »Gestritten, gekämpft wird immer über unterschiedliche Meinungen, blinden Glauben. Kein Mensch streitet über wirkliche Erkenntnisse. Daher hoffe ich darauf, dass dort, wo heute blinder Glaube ist, morgen Erkenntnis ist, die bekanntlich unstrittig ist und Frieden möglich macht.«
    Ich stimme ihr von Herzen zu.
    Allerdings: solange etwas nur für einzelne, nicht aber für alle Menschen eine wirkliche Erkenntnis ist, wurde und wird sehr wohl und sehr heftig darüber gestritten. Menschen, die für ihre Überzeugungen eintreten, wurden und werden persönlich verfolgt, noch vor ein paar hundert Jahren auch hier in Europa, bis zum Tod auf dem Scheiterhaufen...

    Ich fürchte, das gehört nunmal dazu zum Inkarniertsein als Mensch auf dieser Erde:
    Wir alle haben unsere vorgefaßten Meinungen, tiefen Überzeugungen und ein-gefleischten Wertvorstellungen — und es scheint in unserer Natur zu liegen, auch noch das winzigste Detail, das dafür zu sprechen scheint, als „gültigen Beweis“ anzuerkennen, während wir Gegenargumente entweder ignorieren oder Gründe dafür suchen, warum sie „böse“ sein müssen und jedenfalls nicht gelten dürfen — vor einem guten Jahr hat Michael (unter dem Titel Der Rechthaber in uns allen) darüber geschrieben und dazu dieses Buch von Kathryn Schultz empfohlen.

    Paul Collier drückt es so aus:
    »Our ethics determine the reasoning and evidence that we are prepared to accept. We give credence to the flimsiest of straws in the wind that are aligned with our values, while dismissing opposing evidence with a torrent of contempt and vitriol.«

    Es wird uns also nix anderes übrigbleiben, als dort, wo wir meinen, zu Erkenntnissen gekommen zu sein, den Weg zu diesen Erkenntnissen anderen Menschen behutsam und geduldig näherzubringen und dabei mit ihren jeweiligen eingefleischten „Erkenntnishindernissen“ zu rechnen – und gleichzeitig auch damit zu rechnen, daß wir selber uns getäuscht haben könnten, aufgrund unserer eigenen „Erkenntnishindernisse“...

    :-) Zu letzterem eine schöne Anleitung von Rudolf Steiner (GA 267):
    »Es ist zwar radikal ausgesprochen, aber durchaus richtig, daß wenn jemand zu dem esoterischen Schüler kommt und ihm sagt: «Du, der Kirchturm der X-Kirche steht seit dieser Nacht völlig schief», so soll der Esoteriker sich eine Hintertür offen lassen für den möglichen Glauben, daß seine bisherige Kenntnis der Naturgesetze doch noch eine Erweiterung erfahren könne durch eine solche scheinbar unerhörte Tatsache.« (GA 267)

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    1. Betrachtet man das Leben als Kunstwerk, dann ist es eben nicht immer leicht, sich von anderen rote Kleckse ins Bild malen zu lassen, während man gerade mit der Ausgestaltung der grünen Wiese der Hoffnung (mit all den Grashalmen an denen man sich ängstlich festhält) beschäftigt ist.
      //
      Insofern betrachte ich vorgefaßte Meinungen, tiefe Überzeugungen (die nie wirklich tief sind) , eingefleischte Wertvorstellungen etc. als Symptome und Modifikationen aus dem Spektum der Ängste...

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    2. Lieber Stephan,

      »Insofern betrachte ich vorgefaßte Meinungen, tiefe Überzeugungen (die nie wirklich tief sind) , eingefleischte Wertvorstellungen etc. als Symptome und Modifikationen aus dem Spektum der Ängste… «

      :-) Das klingt nun für mich so, als hättest Du tatsächlich niemals bewußt Bekanntschaft gemacht mit wirklich tiefen Überzeugungen und wirklich tiefen Ängsten, und/oder als wärst Du der allererste Mensch meiner (wenn auch bisher nur virtuellen) Bekanntschaft ohne eigene tiefe Ängste (oder hieltest Dich doch dafür ;-)).

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    3. Liebe Ingrid,
      wenn Du meine Beschreibung vom Leben als Kunstwerk auch als Refexion von Selbsterlebtem/-erlittenem betrachtest, klingt es vielleicht anders...
      Aber aus eigener Erfahrung meine ich sagen zu können, dass die Überzeugungen in die man sich aus tiefen Ängsten flüchtet nie wirklich tief in ihrer Eigenschaft als Überzeugung sind, sondern als Tiefendimmension nur die ihnen zugrundeliegende Angst haben.
      Tief wird die Überzeugung dann, wenn sie aus sich selbst heraus die Angst überwunden/verwandelt hat...

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    4. Lieber Stephan,
      es mag schon sein, daß so manche Überzeugungen »als Tiefendimmension nur die ihnen zugrundeliegende Angst haben.«
      Ich würde hier aber lieber nicht »nur« sagen – denn das suggeriert, daß tiefe Ängste (im Gegensatz zu tiefen Überzeugungen) etwas Kleines oder gar zu Vernachlässigendes seien. Und das sehe ich durchaus nicht so.

      :-) Weißt Du – ich frage mich auch, was dahinterstecken mag, wenn jemand es durchaus für nötig hält, jemand anderem (ungebeten und ohne diesen anderen näher zu kennen) rote Kleckse auf seine grünen Grashalme zu malen.
      Aus eigener Erfahrung bin ich geneigt, anzunehmen, daß es sich dabei ebenfalls um tiefe Ängste handeln könnte...


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    5. Aus meiner Erfahrung geschieht das auch einfach oft im Arbeitskontext im Eifer des Gefechtes ohne jede böse Absicht und gar nicht mal nur psychologisierend.

      Ich verrichte beispielsweise bei der Arbeit eine bestimmte Tätigkeit, da kommt ein Kollege vorbei und gibt mir einen nicht nur gut gemeinten, sondern wirklich guten Tip(p).
      Oft kann ich den Ratschlag dann -wider besseres Wissen- trotzdem nicht annehmen; nicht weil ich ihn (wie Du sagst) als 'Schlag' empfinde, sondern weil ich in einem paralleltask Angst habe, dass mir etwas anderes aus dem Ruder läuft, wenn ich mein Konzept ändere (die Dinge hängen ja meist miteinander zusammen)...

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    6. (...)das suggeriert, daß tiefe Ängste (im Gegensatz zu tiefen Überzeugungen) etwas Kleines oder gar zu Vernachlässigendes seien. Und das sehe ich durchaus nicht so.
      //
      Die größe einer Angst hängt nur und ausschließlich davon ab, was man ihr entgegensetzen kann - wenn man Müde ist, ist eine Angst viel größer, als wenn man ausgeschlafen ist; das ist bei Überzeugungen nicht unbedingt so...

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  23. Liebe Leute,

    ich habe mich von Michaela mit überraschend gutem Einverständnis über ein paar Dinge verabschiedet. Also, es stimmt nicht, dass Leute hier gehen, weil sie nicht verstanden werden.

    Rudolf, nun nehm ich mir die Zeit, ein paar Zeilen an dich zu schreiben.
    Wenn ich mich recht erinnere, hast du einmal erzählt, dass du aus einem 'anthroposophischen' Elternhaus kommst. Die nicht übersehbaren unglückichen Spuen, die sich in deiner Paranoia und mühlenartigen Texten über Freiheit ausdrücken, kriegen wir hier alle in deinen Kommentaren mit.
    Ich vermute daher, dass ein großer Teil deiner Frustration aus deiner persönlichen Biographie stammt und deinen Blick auf die Realität subjektiv verzerrt.
    Dafür empfinde ich Verständnis und wünsche dir von Herzen einen guten Therapeuten, der dich empathisch aus deinem eigenen Gefängnis heraus begleiten kann.
    Das wäre erst einmal eine Voraussetzung, die Dinge, über die du schreibst, etwas objektiver wahrzunehmen.

    Tanja, du hast, denke ich, eine gute Antwort von Valentin erhalten. Auch dir wünsche ich, dass du es irgendwann einmal schaffst, aus der Schmollecke und deiner Opferrolle herauszukommen und erwachsen zu werden.

    Das gesagt, denke ich auch, dass in dem was ihr mitteilen wollt, auch sehr wohl Wesentliches enthalten ist, etwa (in der Kindheit nicht erhaltene)Wärme und Achtung oder die Rückverbindung zu den Wurzeln (Ingrid hat dazu einen interessanten Text rein gestellt).

    Ich denke auch, dass all die Pegida-Schreier nicht bloss Gewalt bereite Idioten oder völkische Blut-und-Boden Ideologen sind, sondern dass sich darunter auch Menschen finden, die änstlich nach etwas Sicherheit greifen und auch ein gewisses Gespür für die Hypokrisie unserer Gesellschaft haben.

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    1. Liebe Friederike,

      :-) und meinst Du wirklich, es ist hilfreich, wenn wir alle nun der oder dem jeweils anderen einen guten Therapeuten wünschen?

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    2. Im Falle von Rudolf - unbedingt!

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    3. Ich stimme Friederike zu: Die Antwort von Valentin (28.11, 12:22) war nicht nur sachlich-inhaltlich sehr gut (und auch persönlich), sondern zu dieser Thematik vollständig ausreichend.

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    4. :-) Fragt sich nur, ob er das auch so sieht: schließlich ist jeder Ratschlag zuallererst --- ein Schlag. Auf den, zumindest meiner Erfahrung nach, die allermeisten Menschen unwillkürlich mit einem Gegenschlag und anschließendem Ignorieren reagieren.
      Aber vielleicht hast Du ja recht in Deiner Einschätzung, daß Rudolf längst über diese Phase hinaus ist...

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    5. … da macht Stephan weiter oben auf etwas aufmerksam: Ich habe Rudolf keinen Rat-schlag gegeben, sondern habe geschrieben, dass ich ihm von Herzen wünsche... Nun, das ist keine Floskel, das meine ich genaus so.
      Rudolf erlebe ich ja auch als kleinen Rebell und der Haltung kann ich auch etwas abgewinnen. Er könnte die Energie, die er kontinuierlich verpufft, vielleicht wirklich einmal kreativ und wirksam einsetzen.

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    6. Bei einem Kommentator wie Rudolf, der, wie Friederike sagte, wirklich etwas mühlenartiges in seiner immer gleichen Thematik hat, muss es wohl mal sein, dass man die Dinge klar beim Namen nennt (und dann vielleicht auch einen Therapeuten empfiehlt). Übertriebene Emphatie halte ich für fehl am Platz.

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    7. Im Übrigen sollte man natürlich auch genau zwischen Ratschlag und Radschlag unterscheiden!

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    8. "Guter Rat ist teuer" - und hier ganz umsonst ;-))

      Und zu Rat und Ratschlag mal ein Zitat aus einem Sprichwort-Lexikon:

      "Um guten Rat geben zu können, war häufig eine Beratung notwendig, zu der sich die Beteiligten in Kreisform versammelten. In Begriffen wie Ratschlag (analog zu: einen Kreis / ein Rad schlagen) finden sich Spuren dieser Versammlungsform. Verwandt mit Rat ist natürlich das Verb raten mit seinen Ableitungen beraten, verraten und erraten, wobei letzteres das Nachdenken über einen verborgenen Sinn beinhaltet (siehe auch "in Rätseln sprechen"). Das Runenraten als älteste Form des germanischen Lesens hat seine Spur in engl. to read (lesen) hinterlassen. "Teuer" hat in der Wendung die Bedeutung kostbar, von hohem Wert, schwer erhältlich."

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    9. ...ist aus Redensarten-Index: http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=~~Da%20ist%20guter%20Rat%20teuer!&bool=relevanz&suchspalte[]=rart_ou

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    10. @Friederike,

      die Zeit, die du dir genommen hast "mir ein paar Zeilen zu schreiben" , waren anscheinend nicht sehr gut investiert, zumal es nicht nur mir aufgefallen ist.

      Meinst denn wirklich, dass deine nicht endenwollenden ins persönliche und unter die Gürtellinie abgleitenden Tiraden gegen mich hier wirklich jemanden interessieren?
      Oder anders formuliert, dass es dir, mir oder anderen von Nutzen sein könnte?

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  24. Danke, das ist ein hilfreicher Hinweis, Ratschlag im Sinne von 'ein Rad schlagen', einen Kreis bilden.

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    1. Ich meinte Radschlag eher im Sinne von 'sich aufblasen wie ein Pfau', 'wichtig tun'...

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    2. .. ich nicht.

      Angeregt durch Valentin's link hab ich jetzt auch den Begriff 'Volk' gegoogelt und stell zum Abschluss dieses Zyklus' folgendes rein: https://de.wikipedia.org/wiki/Volk#Volksbegriffe_der_Neuzeit

      Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstanden Volkskonzepte, die die gemeinsame biologische Abstammung als Basis des Volksbegriffs nahm. Im Zuge sozialdarwinistischer Vorstellungen wurde dieser Begriff in Rassentheorien eingebettet.
      Dieses völkische Verständnis des Volkes als Blutsgemeinschaft wurde später Teil der Ideologie des Nationalsozialismus und unter dessen Herrschaft zur Richtlinie einer Politik, die die Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetz aufhob, um die Mehrheitsbevölkerung als 'deutsche Volksgemeinschaft' zu privilegieren. In den Nürnberger Gesetzen, vor allem im Reichsbürgergesetz, wurden diese Vorstellungen kodifiziert. Mit der Utopie einer 'gesunden Volksgemeinschaft' rechtfertigten die Nationalsozialiten auch die Diskriminierung, Entrechtung und Ermorderung der deutschen Juden, 'Zigeuner', Asozialen', Erbkranken' oder politisch Oppositionellen, die angeblich die Homogenität des Volkskörpers beeinträchtigen.
      Die ntionalsozialistische Vernichtungspolitik baute nicht nur auf der völkischen Variante der Vorstellung von 'Volk' auf, sondern zugleich auf ihrem Ausgangspunkt, der Konstruktion von 'Volk' als biologisch-genealogischer Abstammungsgemeinschaft.

      Das scheint mir der Boden zu sein, auf dem Keuler sich zu Hause fühlt.

      Liebe Grüße an alle und bis zum nächsten Mal!

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  25. http://hd.welt.de/eilmeldung_welthd/eilmeldung/article149386645/Im-Griff-der-Hass-Roboter.html
    ... wäre noch anzumerken: das "Muster" in all seinen Varianten, Rochaden, Doppelmühlen, - ein schein-argumentativer Mechanismus. In der Medzin war das Virus stets ein Rätsel: Es verfügt über eine DNA, doch ist es kein eigentlicher Organismus. Schachcomputer sind längst "unbesiegbar". Das Virus, in all seinen Raffinessen, ist Information, weder tot noch untot, unempfindlich. Sein Ziel: Vervielfältigung. Jeglicher Organismus ist "ein System". Dieses "System" soll aufgeben, oder zusammenbrechen. Der reine Intellekt, pure Information, kennt kein Erbarmen mit sich selbst. Wozu auch, so ganz ohne Dasein. Nur der Mensch sucht nach Identität, nach einem Dasein, wo sich sein Denken beheimaten kann/könnte.
    mischa butty

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  26. Hallo Michael!

    First, I copy Peter Staudenmaier's recognition of this Beitrag on the Waldorf Critics list. Then I follow with your response to Peter and my translation of it.

    Tom

    ===================

    For any of the German readers out there who haven't followed the Egoisten blog recently, I'd like to point out another fine critical piece by Michael Eggert from a few days ago, taking on some of the uglier right-wing populist and nationalist elements within contemporary anthroposophy:

    [Egoisten link]

    The comments to the post -- nearly a hundred by now -- include some thoughtful discussions of anthroposophist views on race and ethnicity (of markedly higher quality than the usual fare in English-language anthroposophical contexts), alongside some that show how much more work Steiner's followers still have to do, and how much resistance critical voices like Eggert face. It is very much worth reading for a refreshing change from what we're used to here.


    Peter S.

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    1. I rescue Michael Eggert's message to Peter from the mishmash of Google Translate:

      Tom

      ++++++++++++++++++++


      Lieber Peter -

      Verzeihung leider nur deutsch -- es ist mir eine Ehre, dass Sie auf diesen etwas kämpferischen Beitrag hinweisen. Es ist immerhin eine Möglichkeit, Position zu zeigen dort, wo es not tut.

      Wir haben in fast ganz Europa momentan eine Rechte, der das Flüchtlingsproblem faktisch in den Schoß fällt. Damit fängt sie die, die Angst vor Veränderungen haben und sich ideologisch einigeln wollen.

      Das Ganze begünstigt aber auch Gewalttaten gegen Flüchtlinge, Schwule und -- so sind doch die Sorgen -- irgendwann gegen Juden? Viele verfallen momentan billigsten Populisten, auch und ausgiebig die Hasenherzen aus der anthroposophischen Fraktion.

      Herzlich,

      Michael


      ======================

      Dear Peter,

      Please excuse me for German only – I am honored that you call attention to my somewhat combative blog posting. In any event, it provides an opportunity for me to stake out a position where and when it is necessary.

      We currently have in almost all of Europe the refugee problem that is tailor-made for right wing extremists. They are thus able to capture those people who are afraid of change and who, ideologically, want to “circle the wagons.”

      The whole mess also favors violence against refugees, against gays and – with increasing concern --- eventually against the Jews? Many people are now degenerating into crude populists, also including a substantial number from the “chicken-shit” *** contingent of Anthroposophy.

      Cordially,

      Michael
      =======================

      ***[TR NOTE: Michael uses the word Hasenherzen = lit. “rabbit-hearts” or fig. “faint of heart”. Our English equivalent is “chicken-hearts” or more colloquially: “chicken-shits.”]

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    2. Vielen Dank, Tom, für die transatlantische Vermittlung. Tolle Übersetzung, "chicken-shits" trifft es genau.

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    3. Auch wenn wir nicht dazu fähig sein sollten sie zu überzeugen und zurückzugewinnen, sowie ungeachtet wie verirrt und verfehlt Standpunkte und Empfindungen mancher anthroposophischer Glaubensbrüder und -schwestern auch sein mögen, Menschen als "shit" zu bezeichnen, ist einfach nicht die feine englische Art.

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    4. Dann bleiben wir einfach beim Hasenherzen, das sich aus Angst vor den angeblich materialistischen zeitgenössischen Umständen in die warme Stube der nationalistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Hetzer flüchten. "Glaubensbrüder und -schwestern" ist da der richtige Ausdruck. Ich selbst verstehe Anthroposophie natürlich nicht als Glaubensgemeinschaft.

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    5. "Das Ganze begünstigt aber auch Gewalttaten gegen Flüchtlinge, Schwule und -- so sind doch die Sorgen -- irgendwann gegen Juden?"

      Die jüdischen Bürger in Deutschland haben wahrscheinlich mehr Angst vor den Flüchtlingen - diese kommen aus Ländern, in denen gelebter Antisemitismus zum Alltag gehört. Vor einigen Wochen gab es deshalb vom Zentralrat der Juden entsprechende Warnungen an die Verantwortlichen in unserer Regierung.

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    6. "Indem es den Antisemitismus von gestern sühnen wollte, hat das Deutschland der Willkommenskultur womöglich den Antisemitismus von morgen Spalier gestanden" ( der französisch-jüdische Philosoph Alain Finkielkraut in der vorletzten "ZEIT")

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    7. Den Antisemitismus von Ausländern zu bekämpfen, wird dann sicher zu einer verdammt schwierigen Herausforderung. Da müsste man ja glatt dasselbe Recht, das für Deutsche gilt, auch auf die Flüchtlinge anwenden.
      Nein, vergessen wirs, das geht im Moment gar nicht....;-)
      Tröstend wirkt da nur der Gedanke, dass auch andere einst undenkbare Utopien sich oft in äusserst kurzen Zeiträumen verwirklicht haben.
      Wenn nur die Zeit reif dafür ist, gehts manchmal schneller als wir denken können. Warten wirs ab, ich bin zuversichtlich. Wir schaffen das!

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  27. Angesichts der aktuellen politischen Lage sowie des Umstands, dass ich mich vor längerer Zeit selbst mal für Anthroposophie interessiert habe, sehe ich mich regelrecht dazu gezwungen, Stellung zu beziehen: Keuler und Co. sind Rassisten, für deren Sorgen und Ängste ich kein Verständnis aufbringen kann. Traumatisierte Flüchtlinge als „Invasoren“ zu bezeichnen, ist das Letzte. Have mercy!

    Abgesehen davon hege ich die Hoffnung, dass soziale Konflikte auf dem Weg in eine multikulturelle und solidarische Gesellschaft friedlich ausgetragen werden können.

    Danke an Michael Eggert für seine journalistische Arbeit.


    Eckstein

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    1. Für den Fall, dass ich unterkomplex argumentiert habe: Jemand wie Keuler ist gefährlich, weil er das braune Klischee einer irgendwie „gesunden Volksgemeinschaft“ bedient, die es von vermeintlich schädlichen Einflüssen zu schützen gilt. Dass sich neben muslimischen Flüchtlingen auch jüdische Mitbürger, Schwule und andere Bevölkerungsgruppen, die unter Diskriminierung im Alltag zu leiden haben, davon bedroht fühlen, kann ich nachvollziehen. Ob Antisemitismus von Seiten muslimischer Bürger für hier lebende Juden verschärft zum Problem werden könnte, weiß ich nicht einzuschätzen.

      Eckstein

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  28. Eine große Schwierigkeit in dieser Diskussion sehe ich darin, daß meist nicht unterschieden wird zwischen Asyl und Immigration. Sowohl Befürworter als auch Gegner der Grenzöffnung für Flüchtlinge scheinen davon auszugehen, daß alle diese Neuankömmlinge für immer bei uns bleiben wollen. Aber ich habe die dringende Bitte des syrischen Teenagers noch im Ohr, die ich Anfang September in diesem Video sah: »Just stop the war – and we don’t want to come to Europe!«

    - - -

    Falls es bisher noch nicht deutlich genug herausgekommen sein sollte:
    Auch ich finde Rüdiger Keulers Texte sowohl widerlich als auch gefährlich.

    Indem er von »gelenkten Menschenmassen« spricht, »die als Waffe gegen Europa eingesetzt werden«, weckt und schürt er Ängste.
    Zudem suggeriert er mit seinem Steiner-Zitat, die Menschen, die derzeit aus Kriegsgebieten nach Europa fliehen, wären »Verworfene«. Und läßt es ganz im Dunkeln, wie denn seiner Ansicht nach das gehen soll, was Steiner in ebendiesem Zitat fordert: »Ich muß überall suchen, wie ich lieben kann.«
    Schon der Titel seines Pamphlets erinnert mich an ein Wahlplakat der FPÖ im Sommer des vorigen Jahres – auch dort scheint man noch niemals etwas vom Gleichnis des Barmherzigen Samariters gehört zu haben...

    In leichter Abwandlung der Worte Rudolf Steiners zur Kritik des Adolf Bartels an Lessings „Nathan der Weise“ und an der „undeutschen“ Dramatik Schillers (bei dem Bartels daher einen „keltischen Blutzusatz“ annahm) – in leichter Abwandlung dieser Worte sage ich:

    Wer die Dinge nach allen Seiten durchschaut, hat für solche Ausführungen wie die des Herrn Keuler nur ein - Lächeln. Das Gefährliche liegt aber darin, daß viele, die einen - noch engeren Gesichtskreis haben als Keuler, sich „germanisch“ angeheimelt fühlen müssen von seiner Engherzigkeit. Ich finde in dem Text allerdings nur fremdenfeindliche Mücken. Aber wundern könnte ich mich nicht, wenn diese Mücken bei zahlreichen Lesern sich zu ganz ansehnlichen fremdenfeindlichen Elefanten auswüchsen. Und es fehlt mir doch der Glaube, daß eine solche Wirkung Herrn Keuler - sehr unangenehm wäre. Die Texte, die ich bisher von ihm kenne, können mir wenigstens diesen Glauben nicht geben.

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    1. Ich denke, dass Zeitgenossen vom Schlage eines Keuler die emotional und weltanschaulich in ihren Äusserungen stark nach rechts tendieren, zwar Ängste in der Bevölkerung schüren können, diese Ängste aber sehr untergeordnet sind.
      Am meisten Angst macht die Ausrichtung der Politik. Nazis und Rechtsgerichtete aller Coleur disqualifizieren sich selbst durch ihre Äusserungen. Klar erzeugen sie zuweilen Ängste, diese aber überzubewerten ist ein reines Ablenkungsmanöver, denn die wirkliche Angst kommt woanders her. Der ängstliche Otto Normalbürger muss in D und A sogar Angst davor haben, die wahren Akteure der angstmachenden Politik als das zu bezeichnen was sie wirklich sind, nämlich die die echten, wirklichen und weitaus gefährlicheren Angsterzeuger. Wegen der Befürchtung selbst ins rechte Eck gestellt zu werden, obwohl in den allermeisten Fällen damit absolut nichts am Hut habend.

      Es stimmt einfach, es wird kein Unterschied gemacht zwischen den drei Kategorien Asylberechtigten, temporär Schutzberechtigten und der grossen Masse an reinen Wirtschaftsimmigranten. Das wird sehr wohl wahrgenommen, jede Kritik daran bedeutet aber unterstellte rechte Gesinnung.

      Die meisten Menschen erkennen sehr wohl, dass ihre reale Wahrnehmung und das Bild, welches als korrekte Meinung gilt und von den Medien so dargestellt wird, gewaltig auseinanderklaffen. Das erzeugt Angst und nicht so sehr vereinzelte, neonazistische Äusserungen einiger Wirrköpfe.
      Der Asylmissbrauch ist es, nicht derjenige der Wirtschaftsimmigranten klarerweise, die können nichts dafür, aber derjenige einer irren Politik, die nicht unterscheidet, mit welcher Zielsetzung auch immer.

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    2. Wirklich asylberechtigt sind etwa 2% der Flüchtlinge, welche in ihren Heimatländern wirklich politisch verfolgt sind. Nichtsdestotrotz wird in den Medien pauschal von der Asylproblematik besprochen, gerade so als wenn der Grossteil der Flüchtlinge wirklich asylberechtigt seien. Eine Absurdität. Nach geltendem Recht sind weiters (grosszügig geschätzt) ein weiteres Drittel temporär aufenthaltsberechtigt, das sind Menschen aus Kriegs- oder Bürgerkriegsgebieten (dzt. Syrien, Irak, Afghanisten, Eritrea).
      Die restlichen zwei Drittel sind reine Wirtschaftsflüchtlinge aus aller Herren Länder.
      Das Stichwort "Deutschland = Weltsozialamt" ist der Angstfaktor Nummer eins.
      Und die auseinanderklaffende eigene Wahrnehmung mit den Bildern in den Medien. Im Fernsehen fast immer nur Bilder von mitleidserwecken und auch wirklich traumatisierten Müttern mit kleinen Kindern. In Wirklichkeit bestehen die Flüchtlinge zu 95% aus jungen, gesunden und vor Kraft strotzenden jungen Männern, grösstenteils smartphone-bewehrt und in schicken Marken-Windjacken.

      Das da was nicht stimmen kann, nimmt ein guter Teil der Bevölkerung wahr. Kann man es diesen Menschen denn wirklich verübeln, wenn Zweifel und Ängste entstehen?

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    3. Rudolf, du hast vergessen zu erwähnen daß diese vor Kraft strotzenden jungen Männer nichts anderes im Sinn haben als "unsere" Frauen und Töchter zu vergewaltigen oder sogar nur deswegen die lebensgefährliche, strapaziöse Flucht auf sich sich nehmen ;-).
      Auweia Rudolf, das sind ja Argumente die man von dummen Dödeln an jeder Straßenecke hört.
      Ich will da gar nicht weiter drauf eingehen und nur klarstellen, falls ein anderer Eindruck entstanden sein sollte, daß ich mich von solchen Aussagen, Meinungen, Standpunkten Rudolfs distanziere auch wenn ich ihm an anderer Stelle hier und in anderer Angelegenheit ganz klar zustimme.

      Tanja

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    4. @Tanja

      ich gehe nach wie vor davon aus, dass ich in meinem Beitrag nicht Meinungen, Standpunkte oder Argumente kundgetan hatte, sondern Fakten beschrieben habe. Ein paar Prozent auf oder ab tun da kaum etwas zur Sache, es geht um die Tendenz.
      In den Denkschemata von Strasseneckendödels weitergedacht, was ich deiner Meinung nach vergessen haben könnte, hast aber eindeutig du. Als wenn Tatsachen was mit Argumenten oder Meinungen zu tun hätten?

      Genausowenig wie du wissen kannst, ob ich ein überhaupt ein Wissen oder eine Meinung darüber habe, was denn nun die Beweggründe der Flüchtlinge sind in Euer Land zu kommen, genausowenig wird es hier überhaupt eindeutige Pauschalantworten geben können.
      Michaelas Hinweise weiter unten zur geplanten braunen Mischrasse in Europa waren mir beispielsweise bekannt, ob sie aber stichhaltig sind, weiss wahrscheinlich kaum jemand.

      Moral der Geschichte ....und mit der muss wohl jeder leben können:
      Man steht immer auf der Abschussliste, wenn man sich zu heissen in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Themen äussert. Strassendödel, Verschwörungstheoretiker, Nazi oder was auch immer. Das bin ich gewöhnt und es macht mir auch nichts aus, hab da ein dickes Fell.

      Abgeschossen wird man auf verschiedenste Weise, mal direkt persönlich unter der Gürtellinie, mal durch ungerechtfertigte Verortung in einem unangebrachten politischen oder sozioökonomischen Milieu, mal argumentativ allerdings mit fragwürdigen Argumenten, mal geistig spirituell, und möglicherweise in Zukunft sogar physisch. Wenn das mit den Amerikanern und Barnett stimmen sollte in Bezug auf die Gegner der braunen Mischrasse.
      Nach dem überwältigenden Respekt für das menschliche Leben das sie bisher an den Tag legten und angesichts der ca. 50 Kriege und Militäreinsätze nach Ende des zweiten Weltkriegs die sie losgetreten haben wäre ihnen das auch durchaus zuzutrauen.

      Dann wirds eben unser Schicksal, damit müssen wir leben (solange wir leben).






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    5. Jo. Auch noch Selbstmitleid. Auf jeden Fall mache ich hier mal eine Weile zu, damit das nicht zur Plattform für rechte Weltanschauer wird.

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  29. Almanya, Almanya...........(Deutschland, Deutschland....)

    Eineinhalb Minuten arabische Satire über deutsche Flüchtlingspolitik mit einem guten Schuss Realitätssinn.
    Auf youtube mit deutschen Untertiteln.

    https://m.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=qe4npttb-Jc

    Dass Deutschland für seine vollkommen unnatürliche und aufgesetzte Offenherzigkeit verspottet wird, ist kein Wunder.
    Staaten, die eine wenn auch irre, aber zumindest ihrem eigenen Volk Vorteile bringende Politik betreiben, werden weltweit respektiert, gefürchtet und ggf. dafür gehasst, so wie z.B. die USA in weiten Teilen der Welt.

    Wenn sich aber eine irre Politik zusätzlich gegen die eigene Bevölkerung richtet, wie im Falle Deutschlands, bleibt nur noch Gespött übrig.

    Und alle, welche meinen dass Deutschland als Speerspitze einer neuen Bewusstseinsseele, im Sinne eines neuen Bewusstseins, das es verkörpern sollte oder könnte, sich stark machen sollte für extremen Antinationalismus inklusive der Abschaffung aller Nationen, Völker und Rassen, sollten auch daran denken, dass dies auf keinen Fall vereinbar wäre mit Waffenlieferungen an Saudi Arabien und jetzt auch noch Einlassung in den Syrien-Krieg.
    Das wäre einfach nur der Gipfel an Widersprüchlichkeit und eine lächerliche, weil nicht mehr zu toppende Stufe einer absolut wirren Politik.


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  30. "Rudolf" funktioniert als Satire auf faschistische Meinungsbildungen, die sich aus esoterischen Prämissen ableiten, bestens. Chapeau!

    Eckstein

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  31. Michaela : Nach einer Zeit des Schweigens hier ein Hinweis auf Tatsachen. Es kann sich ja jede/r anhand dieser Tatsachen eine eigene Meinung selber bilden.

    Gemäss "Börse - Online" am 3.9.2015 weist ein Axel Retz auf zwei Bücher des Militärstrategen Thomas.P.M.Barnett hin"The Pentagon`s New Map (2004) und "Blueprint for Action" (2005). Zitat aus "Blueprint for Action" : " Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder(...) durch die Vermischung der Rassen, mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa, dazu sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm zum Begreifen, aber intelligent genug um zu arbeiten."

    Wer sich dem Programm dieses antiweissen Rassismus widersetzt, muss laut Barnett getötet werden (S.282):" I say:Kill them."

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  32. Vgl. der-nicht-mehr-ganz-so-geheime-globalisierungsplan-der-usa

    Noch nicht erschienen: Der-nicht-mehr-ganz-so-geheime-globalisierungsplan-der-eawu (d.h. Eurasische Wirtschaftsunion)…

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