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Mittwoch, 2. September 2015

Demokratie in anthroposophischen Gänsefüßchen

Nachdem ich schon vor einigen Tagen auf den anthroposophischen Faschisten Rüdiger Keuler aufmerksam gemacht habe, der den in einer Reihe von Kommentaren so genannten "Mut" oder die "Offenheit" besitzt, die ins Land strömenden Flüchtlinge als vergewaltigende Horde zu bezeichnen, die die "planmäßige Vernichtung" ("Völkermord") der Deutschen betreibe, gesteuert von finsteren Mächten aus Übersee. Man sollte ja meinen, derlei rassistisches und faschistisches Gerede sei wohl ein Einzelfall in dieser Szene, in deren Mysterienspielen nicht gerade die Glatzen und Skins in der ersten Reihe sitzen.

Wenn man den Beifall klatschenden Kommentaren bei Herrn Keuler nach geht, stösst man bald auf drei Links, die sich argumentativ anders - nämlich am anthroposophischen Historiker Markus Osterrieder- orientieren. Die problematischen Aspekte von Osterrieders Interpretation der Kriegsursachen in Bezug auf den Ersten Weltkrieg hat Georg Klemp dargestellt, z.B.: "Die anthroposophischen Rezensenten, denen ein Interesse an einem neuen deutschen Militarismus nicht unterstellt werden soll, scheinen so auf die Frage fixiert zu sein, ob die aktuelle historische Debatte Rudolf Steiner mehr Recht gibt als dazumal Fischer, dass ihnen der reaktionäre Charakter des neuen Revisionismus völlig entgangen zu sein scheint."

Der Blogger, der mit eifrigen Link- Setzungen auf seine Weiterentwicklung der Kriegsschuldfrage Osterriederscher Art aufmerksam machen möchte, ist der "Fassadenkratzer" Herbert Ludwig, ein pensionierter Waldorfpädagoge aus altem Schrot und Korn: "Danach Studium an der Pädagogischen Hochschule Reutlingen mit den Schwerpunkten Erziehungswissenschaften, Philosophie, Geschichte, Deutsch, sowie Waldorfpädagogik am Waldorflehrer-Seminar Stuttgart. 27 Jahre Lehrer an der “Goetheschule – Freie Waldorfschule – Pforzheim”."

An Osterrieder anknüpfend, führt Ludwig - hier einer der diesbezüglichen Artikel - allerlei an, um seine Deutung einer okkulten englischen Freimaurer- Verschwörung im Vorfeld des 1. Weltkrieges zu belegen: "Trotz der allgemeinen Neigung zum Materialismus gaben sich viele Engländer doch nicht mit platten Welterklärungen zufrieden, sondern versuchten, in den metaphysischen Hintergründen des irdischen Lebens Antworten auf Rätselfragen des Daseins zu finden. Und insbesondere Politiker strebten durch spiritistische Praktiken danach, Leitlinien für ihr Handeln aus einer spirituellen Welt zu erhalten."

Der nicht- materialistische Herr Ludwig spult auf seinem Blog, wie man im Inhaltsverzeichnis sehen kann, das ganze übliche ultrarechte Programm ab. Natürlich schreibt er Demokratie in Gänsefüßchen, bezeichnet Europa als "EU- Zwangsstaat", lebt seiner Meinung nach in einer ""demokratischen" Diktatur", sieht die Welt durch "anglo- amerikanischen Imperialismus" beherrscht, usw. Herr Ludwig kaut das ganze Programm durch. Man fragt sich, ob er es vielleicht bis zur Holocaust- Leugnung treibt. Nicht ganz, möchte man sagen. Er war ja nun auch mal Rechtspfleger, und er kennt die Gesetze. Immerhin schafft er es aber, die wie üblich in dieser Szene in Frageform gepresste nazistische Aussage selbst breit zu beantworten "Zwang England Hitler zum Angriff gegen Polen?". Ja. Der Hitler - um es prosaisch auszudrücken- wollte nie einen Überfall auf Polen veranstalten, vielmehr unternahm er das, was die (Zitat Ludwig) "herrschende Geschichtsschreibung" als 2. Weltkrieg bezeichnet quasi aus humanitären Gründen, um seine in Polen bedrängten Landsleute (Deutsche sind gemeint) vor polnischen Verfolgungen zu schützen:

"Die herrschende Geschichtsschreibung sieht den „Überfall“ Hitlers auf Polen als den nach der Besetzung der Tschechoslowakei weiteren Schritt zur lange geplanten Eroberung deutschen Lebensraumes im Osten. Von solchen Gedanken hat Hitler in der Tat schon in „Mein Kampf“ geschwärmt. Konkrete militärische Pläne dazu gab es aber zu diesem Zeitpunkt nicht. Es kommt historisch darauf an, was jeweils tatsächlich und aus welchen Gründen genau geschehen ist. Hitler wollte offensichtlich in dieser Zeit mit Polen keinen Krieg, sondern einerseits die schwierige Lage der Deutschen in Danzig und Ostpreußen, sowie die Benachteiligungen und Verfolgungen der deutschen Minderheit in Polen auf dem Verhandlungswege lösen und andererseits Polen für einen Bündnisvertrag gegen die Sowjetunion gewinnen."

So geraten "Demokratie" und "Überfall" Hitlers gleichermaßen in den Gänsefüßchen- Modus des Herrn Ludwig. Von der angeblich diskussionswürdigen Kriegsschuld- Frage 1914 führt es mit sicherem Schritt in die Umkehrung der Intentionen des nationalsozialistischen Dritten Reichs. Die Sache war natürlich von "anglo- amerikanischer" Seite geplant: "Für die kriegswilligen Westmächte liefen die Dinge wie gewünscht. Man durfte ja vor der Welt auf keinen Fall den Krieg selbst beginnen." Herr Ludwig führt das in aller Breite aus. Belege benötigt er nicht zwangsläufig, denn man kann ja einfach "offenbar" etwas so auslegen, wie man es mit so einem Weltbild eben so macht: "Am 3. September 1939 erklärten Frankreich und England als Antwort auf den deutschen Angriff auf Polen Deutschland den Krieg, und der britische Außenminister Lord Halifax sagte in London: „Jetzt haben wir Hitler zum Krieg gezwungen, so dass er nicht mehr auf friedlichem Wege ein Stück des Versailler Vertrages nach dem anderen aufheben kann“– wozu diese „Stücke“ aber offenbar hineingesetzt worden waren."" 

Offenbar und offensichtlich formiert sich eine populistische, pseudo- historische, aber auch volksverhetzende rechte Bewegung quer durch die anthroposophische Szene. Hier wie in Heidenau ist offenbar ein Damm gebrochen- der Mob, aber auch die "Denker" dahinter verbergen nicht mehr ihre Gesichter.

Kommentare:

  1. Als okkulte Gegenströmung zum anglo-amerikanischen Imperialismus wirkte, nach Steiner (1916), ein ‘Russizismus‘ in damaligen tschechischen und serbischen Geheimbünden, wie Omladina, Narodna Odbrana und Crna Ruka mit:

    “Denn der Russizismus will das Slawentum in seinen Rahmen fassen und es als sein Werkzeug benützen.” 173.92 f.

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  2. „Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.“
    Voltaire

    „Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, sich weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht dumm machen zu lassen.“
    Adorno

    „Der Kluge lernt aus allem und jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß schon alles besser.“
    Sokrates

    "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden"
    Rosa Luxemburg


    Wenn wir heute immer noch glauben, wir könnten durch Verunglimpfung Andersdenkender unseren Beitrag für eine bessere Welt leisten, haben wir gar nichts verstanden!
    Es geht heute schon lange nicht mehr um verbale Seitenhiebe, Keulenschläge nach "rechts" oder "links", um das Dekretieren von "Wahrheit" oder "VT", sondern um das "Nicht zur Disposition stellen", was und wie jeder einzelne denken und sich mitteilen darf.

    Denn freies, d.h. sinnvolles Handeln ohne freies Denken gibt es nicht!

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  3. H. Ludwig war früher (Ende 90er ff.) als Leserbriefschreiber aktiv in "Novalis"...

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  4. 1. Es gilt, zwei Arten von Begriffen zu unterscheiden: Erkenntnis-Begriffe und moralische oder handlungsleitende Begriffe. Erkenntnis-Begriffe setzen eine wahrnehmbare Realität voraus, die mit der Erkenntnis durchdrungen und auf den Begriff gebracht werden soll. Hier handelt es sich um die wissenschaftliche Erforschung dessen, was ist bzw. war, um die Erkenntnis der Wirklichkeit. Die wahrnehmbare Realität ist zuerst da, dann werden die dazugehörigen Begriffe gewonnen. Handlungsleitende Begriffe dagegen sind bei ihrer Bildung nicht Begriffe einer bestehenden Realität, sondern die ihnen entsprechende Realität soll durch sie erst geschaffen, bzw. verändert werden. Hier ist der Begriff zuerst da und dann die ihm entsprechende wahrnehmbare Erscheinung.

    Ein Erkenntnis-Begriff, der sich auf das Gewordene bezieht, kann nicht zugleich ein handlungsleitender Begriff sein. Dem Erkenntnis-Begriff ist nicht eingeschrieben, wie nun zu handeln ist. Er kann nur der Anlass sein, in freier Weise unter Berücksichtigung dieser Erkenntnis, aber auch noch vieler anderer, einen Handlungsbegriff zu bilden. Ein Automatismus würde jede Freiheit des Menschen ausschließen.

    Ultrarechts, nazistisch, faschistisch sind moralische oder handlungsleitende Begriffe, die eine Einstellung oder Gesinnung bezeichnen, aus der dann entsprechende Handlungen hervorgehen.

    In dem angeführten Artikel „Zwang England Hitler zum Angriff gegen Polen?“ wird versucht, Erkenntnisse über bestimmte historische Sachverhalte darzustellen. Dabei kommt es hier nicht darauf an, ob sie wahr oder falsch sind. Es handelt sich um Erkenntnisbegriffe, und diese können nicht faschistisch usw. sein. Sonst wäre ja gegebenenfalls die Wahrheit faschistisch. Faschistisch kann nur eine Einstellung sein. Ob sie bei dem Autor vorhanden ist, lässt sich den Erkenntnisbegriffen nicht entnehmen. Sie müsste ihm aus entsprechenden Äußerungen oder Handlungen nachgewiesen werden.

    2. Da dies nicht geschehen ist und auch nicht zum Erfolg führen würde, weil es eine solche Einstellung bei mir nicht gibt, strotzt Ihr Artikel nur so von Verleumdungen, die aus einem verlotterten ideologischen Denken hervorgehen.

    Abgesehen davon, sind Sie auf keinerlei inhaltliche Auseinandersetzungen eingegangen, um Irrtümer nachzuweisen. Das wäre wenigstens noch menschenfreundlich gewesen. Offensichtlich wissen Sie in Ihrem geschlossenen ideologischen Weltbild schon von vorneherein, was die Wahrheit ist. Jede andere Darstellung muss demnach falsch sein, gleichgültig mit welchen Begründungen sie daherkommt.

    Daraus folgt eine ähnliche Intoleranz, wie sie dem Faschismus eigen war, der mit Denkverboten und Gesinnungsterror Andersdenkende verfolgt hat. Heute stellt man sie an den öffentlichen Pranger und diskreditiert sie mit der Faschismus-Keule. Die arrogante, hochmütige, um nicht zu sagen menschenverachtende Gesinnung ist die gleiche.

    Herbert Ludwig





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    1. Herr Ludwig, Glückwunsch zu den von Ihnen gewonnenen "Erkenntnisbegriffen". Das sind, näher betrachtet, schlicht abenteuerliche Schlussfolgerungen aus selektiv zitierten Quellen. Ich denke, mit dem Hitler- Überfall- Artikel haben Sie spätestens eine rote Marke überschritten. Ich hätte von Ihnen auch eine deutliche Distanzierung gegenüber der Volksverhetzung erwartet, die ein Keuler verbreitet.

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    2. @ Herbert Ludwig:

      Ihre Unterscheidung zwischen Erkenntnis-Begriffen und handlungsleitenden (moralischen) Begriffen finde ich sehr interessant.

      Wenn ich Sie richtig verstanden habe, geht es bei den „Erkenntnisbegriffen“ darum, die wahrnehmbare Realität (das „Gewordene“) zu beschreiben, während es bei den „handlungsleitenden Begriffen“ darum geht, die Realität zu verändern (bzw eine neue zu schaffen).
      Das bedeutet meiner Ansicht nach, daß die Beschreibung der bestehenden Realität mittels der „Erkenntnisbegriffe“ eine wesentliche Grundlage bildet für die Entstehung neuer „handlungsleitender Begriffe“. Nicht wahr?

      Es wundert mich also, daß Sie sagen:
      »In dem angeführten Artikel „Zwang England Hitler zum Angriff gegen Polen?“ wird versucht, Erkenntnisse über bestimmte historische Sachverhalte darzustellen. Dabei kommt es hier nicht darauf an, ob sie wahr oder falsch sind.«

      Meinen Sie nicht auch, daß „Erkenntnisse“, bei denen es nicht darauf ankommt, ob sie wahr oder falsch sind, treffender als „Behauptungen über historische Sachverhalte“ bezeichnet würden?

      Ich bin keine Expertin für die Zusammenhänge der beiden Weltkriege und habe nicht die Absicht, die Richtigkeit der einzelnen Details Ihrer Darstellung anzuzweifeln.
      Aber ich bin davon überzeugt, daß die Richtung, in die „handlungsleitende Begriffe“ schließlich die Handlungen der Menschen leiten, sich mithilfe von verzerrten Sachverhaltsdarstellungen, die man als „Erkenntnisse“ bezeichnet, manipulieren ließe.

      Daher kommt es meiner Ansicht nach sehr wohl darauf an, ob „Erkenntnisse“ wahr oder falsch sind.
      Und dabei geht es nicht nur darum, ob einzelne Fakten wahrheitsgemäß dargestellt werden, sondern auch darum, wie ein Gesamtsachverhalt dargestellt wird, also welche Fakten ausgewählt und hervorgehoben, und welche anderen Fakten in der Darstellung unter den Tisch fallengelassen werden.
      Zusätzlich ist zu bedenken, auf welche Situation in der Welt eine solche Darstellung von „Erkenntnissen“ zu einem bestimmten Zeitpunkt trifft – denn sie wird womöglich mitwirken an der Entstehung „handlungsleitender Begriffe“ bei anderen Menschen.

      Ich möchte Ihnen nichts unterstellen – daher frage ich Sie: welche „handlungsleitenden Begriffe“ waren der Anlaß für Ihren Aufsatz „Zwang England Hitler zum Angriff gegen Polen?“
      Anders gefragt:
      Sie sind sich sicherlich dessen bewußt, daß Sie mit Ihren von Ihnen als „Erkenntnisse“ bezeichneten Darstellungen die Grundlagen liefern für die Entstehung „handlungsleitender Begriffe“ bei Ihren Lesern.
      In welche Richtung erwarten Sie die Realität mithilfe solcher Darstellungen (auch im Hinblick auf deren Zusammenwirken mit denen eines Herrn Keuler…) zu verändern, um eine neue zu schaffen?

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    3. @Michael Eggert

      Die Schlussfolgerungen aus den Quellen sind schlüssig. Natürlich kann in einem Artikel nicht der ganze Komplex behandelt, sondern nur ein Aspekt verfolgt werden.

      Wie sieht die rote Marke aus? Kippen da die Erkenntnisbegriffe auf wundersame Weise in moralische Begriffe um? Oder ist die von ihnen gesetzte rote Marke nur ihr unerträgliches Gefühl, dass nicht sein kann, was nicht sein darf? Die Tugend der Unbefangenheit verlangt, wie Sie vielleicht wissen, auch darauf gefasst zu sein, dass das Wasser mal bergauf fließt. Es kommt auf die historische Wahrheit an, ohne Rücksicht darauf, ob es sich um den Verbrecher Hitler handelt oder eine angesehene Person.Eine erkenntnismäßige Untersuchung der Taten eines Faschisten ist nicht faschistisch.

      Zu Teilen des Artikels von Herrn Keuler habe ich noch in einem weiteren Kommentar inhaltlich Stellung nehmen wollen, bin aber wegen einer notwendig gewordenen Operation nicht mehr dazu gekommen, an der ich noch laboriere. Daher ist es für mich kein Problem, hier folgendes zu kritisieren: Die Völker Europas beruhen nicht auf einer "ethnischen Substanz". Sie sind keine Bluts-, sondern Seelen-, also Kulturgemeinschaften. Das habe ich hier dargestellt: http://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/05/09/das-eigentliche-europa-eine-besinnung-in-den-zeiten-der-entmundigung/
      Deshalb kann jeder Mensch aus welchem Kulturkreis auch immer in diese Kulturgemeinschaft integriert werden, Nur muss die Integration m. E. auch stattfinden, was ja bei großen Massen das Problem darstellt. Es ist daher eine Unmöglichkeit, es sei beabsichtigt, "den Erbstrom, das genetische Material" des deutschen Volkes durch "junge kräftige afrikanische Söldner zu vernichten". Das sind üble, reaktionäre Formulierungen, die sich m. E. bei Rudolf Steiner nicht begründen lassen. Ob mit solchen unmöglichen Formulierungen über afrikanische Flüchtlinge eine Volksverhetzung verbunden ist, kann ich nicht beurteilen. Aber ich kann so etwas nicht gutheißen.

      @ Ingrid H.

      Bei dem zitierten Satz: "Dabei kommt es hier nicht darauf an, ob sie wahr oder falsch sind", haben Sie das Wörtchen "hier" übersehen und die folgenden Sätze ausgeblendet. Gemeint ist: Bei der Frage, ob es sich um Erkenntnisbegriffe handelt, kommt es nicht darauf an, ob sie wahr oder falsch sind, Also auch falsche, auf Irrtum beruhende Begriffe, die aus einem Erkenntnisprozess hervorgehen, sind Erkenntnisbegriffe.

      Was Sie dann weiter schreiben, sind bedenkenswerte Überlegungen, mit denen ich mich hier befasst habe: https://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/04/19/der-begriff-rassismus-und-seine-politische-instrumentierung/

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    4. @ Ingrid H.

      Noch zu Ihrer letzten Frage nach meinem handlungsleitenden Begriff für meinen Artikel über Hitlers Angriff auf Polen. Es geht mir ausschließlich darum, zur Erkenntnis der Wahrheit über wichtige historische Ereignisse beizutragen. Damit beabsichtige ich keine bestimmten handlungsleitenden Begriffe bei den Lesern hervorzurufen. Damit würde ich ja in ihre Freiheit eingreifen wollen. Ich will dazu beitragen, dass Handlungen aus der Wirklichkeitserkenntnis hervorgehen. Welche Handlungen jeder für sich für richtig hält, kommt auf die jeweilige Situation an, in der er steht und zu welcher "moralischen Intuition" er sich erheben kann.

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  5. Mit Darstellungen kann keine Realität verändert werden. Es sei denn, man würde zu der Menschengruppe gehören, die heutzutage das angemasste Recht haben, festzulegen was die Wahrheit und somit die "Realität" zu sein hat.

    Es ist klar, dass geprägte Begriffe durch ihre Wirkung auf das Unterbewusstsein unser Denken beeinflussen. Gerade deswegen muss jedes bewusste Denken sich selbst frei machen von allen Voreingenommenheiten und ankämpfen gegen alle möglichen Denkverbote und Denkbevormundungen.

    Dankbar bin ich dem Herrn Ludwig, für den wahrhaft genialen Gedanken, dass heute offensichtlich selbst die Wahrheit an sich faschistisch sein könnte, unter gewissen Vorraussetzungen, also etwa wenn das Streben nach ihr nicht frei wäre.

    Anscheinend sind wir heute auf dem Punkt angelangt, wo allein schon die Suche nach der Wahrheit, also das Denken an sich, das Formulieren von wertfreien Hypothesen, völlig unabhängig von den Ergebnissen, eingeschränkt oder gar verboten werden sollte. Natürlich im Namen der Demokratie, der Freiheit, der westlichen Werte, und was sonst noch alles.

    Ein weiteres klassisches Beispiel für meine hier oft schon kundgetane Auffassung der Intention Steiners, nämlich uns vor den Planungen verrückter Menschheitsbeglücker zu warnen.

    Wie "prophezeite" er doch so treffend in GA 167, Seite 98:
    "Es wird gar nicht lange dauern, wenn man das Jahr 2000 geschrieben haben wird, da wird nicht ein direktes, aber eine Art von Verbot für alles Denken von Amerika ausgehen, ein Gesetz, welches den Zweck haben wird, alles individuelle Denken zu unter­drücken".

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    1. Die dumpfesten Ressentiments als Aufbegehren gegen "Denkverbote" zu missdeuten, ist ja nun die propagandistische Linie der Rechten- das Mantra der Rassisten und VTler, der NPD und des pöbelnden Mobs. Das Muster ist nicht neu- ich kenne diese Muster seit über 30 Jahren. Damals tarnte sich der Antisemitismus in "Enthüllungen" bzgl Rockefeller, Wall Street, "666", usw. Das für originell zu halten, ist schon ziemlich abenteuerlich, vor allem vonseiten rassistischer, anti- demokratischer Ideologen, zu denen offenbar auch ein Herr Ludwig und Sie, "Rudolf", zählen.

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    2. Lieber Rudolf,

      wie Du bin ich wirklich kein Freund der bedingungslosen political correctness. Aber – wir haben schon früher einmal darüber gesprochen – ich finde, es kommt immer darauf an, auf welchem „Boden“ wir miteinander umgehen: während das bei manchen Themen ein sicherer Fels ist, bewegen wir uns bei anderen Themen auf ganz dünnem Eis.

      Du sagst:
      »Mit Darstellungen kann keine Realität verändert werden.«

      Ich stimme Dir nicht zu.
      Jede unser Handlungen verändert die Realität.
      Eine Darstellung verändert freilich nicht die dargestellte, bisher gewordene Realität.
      Wohl aber die Sichtweise auf sie, und damit die Richtung des Gestaltungswillens für die zukünftige Realität.

      Wir sollten uns heute dessen bewußt werden, daß wir schon rein zeitlich noch viel zu nahe an den beiden Weltkriegen stehen, um Aufsätze wie »Zwang England Hitler zum Angriff gegen Polen?« im Internet veröffentlichen zu können, in der Erwartung, daß sie als wertfreie Darstellung historischer Sachverhalte aufgenommen werden.
      Und ich gehe davon aus, daß Herr Ludwig das auch durchaus bewußt ist.

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    3. Sehr geehrter Herr Eggert,

      "die dumpfesten Ressentiments" sind aber, sei es bei Herrn Ludwig als auch in meinem Fall gar nicht wirklich vorhanden, sondern einfach nur unterstellt. Belegt sind sie durch rein gar nichts, ausser eben Behauptungen und nicht nachweisbare folgerichtig und logisch zusammengestellte Assoziationen.

      Es ist und bleibt einfach durch nichts zu rechtfertigen, dass wenn Argumente nicht mehr greifen, man automatisch mit auf dem Fuss folgenden stereotypem Herabsausen der "Faschismus-" oder "Antidemokratenkeule" rechnen muss. Mir wurde hier schon mal, wenn auch nicht Ihrerseits, zu verstehen gegeben, dass sogar schon das Zurückweisen der betreffenden Keule eideutig auf rechte Gesinnung hinweise, was im Grunde genommen und nüchtern betrachtet nichts anderes als eine nicht mehr zu überbietende Verirrung des Denkens und Unfähigkeit zu konfrontativer Argumentation darstellt.

      Ich hatte mich ja wiederholt als jemand geoutet, der jede nur erdenkliche rechte Gesinnung hasst, wie der Teufel das Weihwasser. Wenn ich auch keine offiziellen Verbindungen zu existierenden Vereinigungen unterhalte, stufe ich mich selbst als libertär denkenden und empfindenden Menschen ein, als jemand der für grösstmögliche Freiheit im Denken, Empfinden, Wirtschaften und Handeln eintritt, von mir aus auch einen Antisozialisten, genauso wie aber auch Antifaschisten.
      Und dennoch immer wieder das Mantra, man sei ein Rechter, bzw. Antidemokrat.
      Offensichtlich symptomatisch für heutiges fremdgesteuertes Denken!

      Auch erschliesst sich mir nicht, wieso Sie mich als Antidemokraten bezeichnen, nur weil ich anprangere, dass im Namen der Demokratie Denkverbote erlassen werden, ohne zumindest den Versuch zu unternehmen, dies in argumentativer Konfrontation zu widerlegen.
      Wenn unter "Demokratie" ein System verstanden werden soll, dass Denkverbote gutheisst oder braucht um sich zu rechtfertigen und zu existieren, gut, dann soll es mir eine Ehre sein, Antidemokrat zu sein.

      Ich akzeptiere natürlich Ihren u.U. von meinem abweichenden Demokratiebegriff, sogar gesetztenfalls es wäre so, dass Sie unter der heute verwirklichten "Demokratie" tatsächlich die Herrschaft des Volkes oder das bestmögliche Herrschaftssystem verstünden.

      Wenn Sie das umgekehrt nicht tun, soll es mir auch recht sein.
      Nicht recht ist mir allerdings Ihre moralische Überlegenheit, die Sie daraus ableiten, mich in die rechte oder "Antidemokratenecke" stellend, und das ohne die geringste sachliche Konfrontation und Argumentation.


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    4. Sie wollen ein bisschen mit Benzin spielen, aber nicht selbst die Molotow- Cocktails werfen, ich weiß. Sie sind wirklich empört, "in diese Ecke" gestellt zu werden. Die Zeiten ändern sich- das Habe-nichts-gewusst und Ich-frage-ja-nur funktioniert angesichts rechtsterroristischer Akte, eines randalierenden Mobs und brennender Asylantenheime nicht mehr. Da wird das Glasperlenspiel plötzlich sehr konkret. Die rechten Zündler finden sich in einer Situation wieder, in der Wort für Wort ein ganz anderes Gewicht haben- ob Ihnen das gefällt oder nicht. Das Sich- Herauswinden klappt nicht mehr.

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    5. Ja schon, aber wenn wir nicht mehr nachdenken würden, wieso das alles so ist wie es ist, und wie sie es - auf Symptome reduzierend - beschreiben, ohne z.B. um das Übel sprichwörtlich an der Wurzel zu packen, mögliche Ursachen dafür zu erörtern, wie sollte man dann jemals Herr der Lage werden!
      Ich denke nicht dass die randalierenden Glatzköpfe sich bei Menschen, die das freie Denken befürworten und Denkverbote anprangern ihre geistige Nahrung holen.

      Ich spiele ganz gewiss nicht mit dem Feuer.
      Ich sehe nur schwarz, wenn es nicht mehr erlaubt sein sollte etwas hinter die Kulissen zu denken, wenn man also ohne Ursachenforschung in den "rechtsgerichteten Radaubrüdern" allein, eine Ursache für die tatsächliche Gefährung unserer Sicherheit und unseres Wohlstandes verorten würde.

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    6. @Rudolf: "Ich denke nicht dass die randalierenden Glatzköpfe sich bei Menschen, die das freie Denken befürworten und Denkverbote anprangern ihre geistige Nahrung holen." Sie haben sich da wirklich ein schönes argumentatives Kuscheleckchen ausgebaut. Ne, zwischen diesen rechten - übrigens bemerkenswert nörgeligen -Denkern und den Kerlen, die bald auf Totschlag aus sind, steht ja noch die NPD.

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    7. Sehr geehrter Herr Eggert,

      es mag "rechtsgerichtete Denker" geben, vor denen Sie sich so zu fürchten scheinen, eine wie ich meine eher einflusslose, weil verschwindend kleine Teilmenge der denkenden Menschen. Warum Sie mich immer wieder dazurechnen, je mehr ich mich dieser Zuordnung verwehre, kann ich leider nicht nachvollziehen.
      Soll dies heissen, dass sie mich als Lügner in Bezug auf meine Selbstdarstellung sehen?

      Über die Absurdität in der heutigen Neonaziszene wirkliche Gefahren für die Menschheit oder auch nur für Deutschland zu sehen und über die Hintergründe dieser Szene hatte ich mich schon in meinem gestrigen längeren Beitrag an Ingrid ausführlich geäussert. Das heisst natürlich keinesfalls , dass ich die verübten Verbrechen bagatellisiere, alle möglichen auch nur vagen Andeutungen und Assoziationen weise ich daher auf das Entschiedenste zurück!
      Die von dieser "Szene" unstrittig verübten Verbrechen sollten unseren Blick aber nicht von den ungleich schwerwiegenderen Verbrechen ablenken, die heute von ganz anderer Seite unser aller Sicherheit gefährden.

      Die wirklich gefährlichen Akteure des Bösen tauschen im Lauf der Geschichte immer wieder ihre Namen, ihre Herkunft und ihr "Mäntelchen", also ihr äusseres Erscheinungsbild.
      Nur die Mechanismen, aufgrund der sie ihre Wirksamkeit entfalten, bleiben die gleichen.

      Diese Mechanismen zu durchschauen und daraus menschheitsumspannenden Nutzen zu ziehen, sollte nationen-, partei- und weltanschauungsübergreifend unser wirklich globales Ziel sein!

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    8. "Die wirklich gefährlichen Akteure des Bösen"; "den ungleich schwerwiegenderen Verbrechen ablenken"- was Sie da zusammen stricken, ist natürlich Ihre Sache. Allerdings erlauben Sie sich, damit auch die Morde und Brandanschläge rechtsterroristischer Gruppierungen zu relativieren. Die vage gehaltenen angeblichen Akteure des Weltgeschehens, die Sie nicht nennen, sind eine Variable, die beliebig gefüllt werden kann- womöglich mit den "Weisen von Zion" oder anderen antisemitischen Zuschreibungen. Dabei, obwohl Sie zündeln, operieren Sie weiterhin anonym. Für Sie bequem, zumal Sie das seit langer Zeit als Propagandist öffentlich betreiben. Sie können sich da drehen und wenden, wie Sie wollen- Sie nehmen die Rolle eines rechten Schmierfinks ein.

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  6. "Dankbar bin ich dem Herrn Ludwig, für den wahrhaft genialen Gedanken, dass heute offensichtlich selbst die Wahrheit an sich faschistisch sein könnte..."

    Ich wiederum bin "dem Herrn Ludwig" vor allem dafür dankbar: Dass er mit seinem WISSENSCHAFTLICHEN ERKENNTNIS-BEGRIFF bewiesen (!) hat, dass es "dem Herrn Hitler" vor allem darum ging, die "schwierige Lage der Deutschen in Danzig und Ostpreußen, sowie die Benachteiligungen und Verfolgungen der deutschen Minderheit in Polen" zu verbessern. Mit anderen Worten: Heute wäre Hitler voraussichtlich aktiv und ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätig. Danke für diese gelungene Real-Satire !

    (Ich dachte mir schon, dass sich Rudolf mit seinen seit Jahren unveränderten und stets etwas schlafmützigen "Gegen-PC-Denkverbote-für-die-Rede-und-Denkfreiheit" Tiraden meldet. Herbert Ludwig und Rudolf - vielleicht der Beginn einer neuen wunderbaren Freundschaft).

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    1. Liebe Ingrid,

      gestalten kann man nur die Zukunft, nicht die Vergangenheit. Ein Gestaltungswille kann nur auf die Zukunft bezogen sein. Und ein solcher Wille kann nur von Menschen ausgehen, d.h. nicht wie du schreibst, von einer bereits geschehenen Realität.

      Die Vergangenheit sollte man demzufolge wahrhaftig darstellen, wie sie wirklich war, mit grösstmöglicher bewusst zu verfolgender Annäherung an die Wahrheit. Wenn man sich letzterer verpflichtet fühlt natürlich.

      Wenn man die Vergangenheit abweichend von der wirklichen Realität darstellen will, sie mittels dieser abweichender Darstellung zur Verfolgung irgendwelcher Zwecke einsetzen möchte, ist das natürlich eine andere Sache.

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    2. Lieber Rainer,

      anscheinend bist du nicht zur Erkenntnis fähig, dass dies alles bedauerlicherweise bereits mehr als nur Satire ist, wenn das reine Streben nach Wahrheit und das sich gegen Denkverbote aussprechen heute tatsächlich ungestraft als faschistisch bezeihnet werden darf.
      Sich darüber lustig zu machen wäre entweder tragisch oder einfach nur lächerlich.

      Als einfache Satire durchgehen könnte eher noch der eigentlich stringente Umkehrschluss, nämlich dass man - um sich heute ja keinem wie auch immer gearteten Faschismusverdacht auszusetzen - weder denken noch nach Wahrheit streben dürfte.

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    3. Lieber Rudolf,
      es langweilt mich unsäglich, dieses Insistieren auf das "reine Streben nach Wahrheit", die Debatten um die PC sind uralt.

      Interessant hierzu die neue Ausgabe der "ZEIT" (sorry, ich weiß, schlimme Mainstreampresse):

      "Auffallend ist in jedem Fall, dass heute in fröhlicher Runde kaum jemand eine Meinung zum Besten gibt, ohne für sich zu reklamieren, damit gefährlich vom Mainstream abzuweichen - vor Kühnheit zitternd, um es mit Martin Walser auszudrücken. Denkreglement ist als Hintergrundannahme eine selbstverständliche Sinnressource, bei der sich jeder bedient. Und hier liegt ein Problem. Denn die selbst behauptete Marginalisierung ist noch kein Adelsprädikat freien Denkens. es ist nicht alles ein befreiender Tabubruch, was die "Lügenpresse" nicht veröffentlicht".

      Als ob die über Dich geschrieben hätten, oder?

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    4. Lieber Rainer,

      na wenn die "ZEIT" schreibt, "es gäbe hier ein Problem" , dann wird es schon stimmen! Es muss sogar stimmen, sonst wäre sie ja tatsächlich die "Lügenpresse" ...;-)
      Die müssen ja echt verzweifelt sein, bei diesen gleichermassen furchteinflössenden wie sinnstiftenden Rundumschlägen.....dachte ehrlich noch gar nicht, dass es schon so schlimm ist.....

      Wie auch immer....Hauptsache nicht selbst denken, dann ist man immer auf der richtigen Linie! Diejenigen die nicht arbeiten, machen ja auch nie keine Fehler...

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    5. Moin Rudolf,

      was heißt für dich eigentlich genau - 'selbst denken' ? und wie denken die meisten Menschen? wenn Keuler und Konsorten etwas aussagen oder im Schilde führen, erfasst du das wirklich mit deinem Denken? auch - wie abgestumpft ist so manches Denken?
      Und - wird/wirkt Denken und Reden nicht für einige Naturen gerade verführerisch, wenn alles unter dem Deckmantel der sogen. Erkenntnis, Anthroposophie und vermeintlicher Wahrheitssuche läuft? Polen wurde 1939 auf übelste Weise und brutal mit einer Lüge sowie mit einem Mord an verkleideten KZ-Häftlingen an der Grenze grundlos und wohlkalkuliert angegriffen. Danach mordeten und wüteten Hitler und Konsorten weiter in dem Land Polen, zigtausende Männer, Frauen und Kinder wurden umgebracht. Für sie waren polnische Juden und Nichtjuden Untermenschen, die Kulturelite, Intelektuelle wurden systematisch umgebracht usw. Wer in der heutigen Zeit dann immernoch meint hier und da die Schuldfrage zu stellen bzw. meint Hitler und andere Mörder gar als arme Opfer der Umstände darzustellen, der sollte sich was schämen!

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    6. Lieber Valentin,

      schämen soltest Du dich, in einem Beitrag an mich gerichtet Assoziationen herzustellen, die man so auslegen könnte, ich hätte behauptet man sollte die Kriegsschuldfrage neu aufrollen oder man könnte gar Hitler als Opfer darstellen.
      Das ist absurd! Gerade ich hatte daraufhingewiesen, dass sich die Naziverbrechen nicht relativieren lassen. Niemand kann von offensichtlichen Verbrechen und Veratwortungen freigesprochen werden, oder können diese auch nur relativiert werden! Das waren meine Worte!
      Die zwei Aussagen, dass einerseits wissenschaftliche ergebnisoffene Forschung auch zur Frage ob Hitler Helfershelfer ausserhalb Deutschlands hatte nicht verboten sein sollte und die andere Aussage, dass Hitler kein Verbrecher, möglicherweise sogar "ein Opfer" war, solltest Du bitte ausseinenderhallten, denn das sind zwei völlig unterschiedliche Ebenen!

      Und um zu deiner Frage nach eigenem Denken zurückzukommen:
      Nur die zweite Aussage würde es ermöglichen, die Naziverbrechen zu relativieren!
      Wobei diese Einsicht eben eigenes Denken und nicht blindes Befolgen von Denkverboten erfordert!

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    7. @Valentin
      In und mit diesem Artikel wird Hitlers Angriff auf Polen mit keinem Wort gerechtfertigt und erst recht nicht werden von Deutschen in Polen begangene Verbrechen entschuldigt. Es wird nur auf historische Abläufe der Blick gelenkt, wie - in Kenntnis seiner verbrecherisch-nationalistischen Psyche - Hitler dazu gebracht worden ist.

      Man sollte also Urteile erst aufgrund eines genauen Lesens bilden. Die Aufforderung, sich zu schämen, wendet sich so auf Sie selbst zurück.

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    8. Okay Rudolf, war vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt, sorry.
      Mir ging es hauptsächlich um Leute wie Keuler und um die, die sich auf irgendeine Weise kritiklos mit ihm verbinden. Denken ist ansonsten ja so eine Sache...von denkerischer Selbstverliebtheit bishin zur Abkoppellung von der Seele und dem Herzen, ist da ja alles drin...jedes Kind weiss da manchmal besser bescheid ;-)

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    9. @Herbert Ludwig: Wir können schon lesen. Sie wollen Hitler als Marionette geheimnisvoller Mächte im Hintergrund präsentieren und benutzen dafür nationalsozialistische Chiffren mit einer Prise Steiner. Das liegt in etwa auf der Linie von New-Order- Propagandisten wie Terry Boardman, aber auch auf klassischem nationalsozialistischem und antisemitischem Verschwörungstheorien- Kurs. Das Ganze präsentiert in apodiktischem Tonfall. Die schlichten Strickmuster solcher Theorien machen eben ihren Reiz für schlichte Zeitgenossen aus- selbst wenn man sie seit 100 Jahren kennt. Prof. Peter Staudenmaier macht auf Sie nun auch aufmerksam, in der Waldorf-Critics- Liste: "For the German readers, there is another fine post from Michael Eggert -- that infamous scientific rationalist whose nefarious aim is to denounce anthroposophy and Waldorf education today -- at the Egoisten blog:

      http://egoistenblog.blogspot.com/2015/09/demokratie-in-anthroposophischen.html

      This one examines some of the conspiracy myths that are currently popular among some anthroposophists. It is very much worth reading.

      The comments following the post feature an exchange with one of the anthroposophist purveyors of these myths, a retired Waldorf teacher whose views are a paradigmatic example of the remarkable degree of political confusion and historical obliviousness that mark so much anthroposophical discourse at the moment.

      Peter S."

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    10. Lieber Valentin,

      ja das akzeptiere ich.
      Wenn ich auch der Meinung bin, dass die Sachen zu Ende denken einfach wichtig ist. Mein Mitgefühl, auch und vor allem "aus der Seele und dem Herzen" gilt den Opfern aller Kriege und menschlichen Gräueltaten. Gerade deswegen sind wir es diesen Opfern auch schuldig, nichts unversucht zu lassen uns der reinen Wahrheit so weit wie möglich anzunähern.
      Die Menschen die sagen, sie seien bereits im Besitz der endgültigen und vollständigen Wahrheit die durch nichts mehr zu ergänzen wäre, sind keine Menschen, sie sind Ungeheuer, welche die Wahrheit dekretieren, uns vorschreiben wollen.
      Das Hitler ein Verbrecher war, ist historisch offensichtlich, und daher wissenschaftlich nicht widerlegbar. Jeder der hier von anderslautenden "Wahrheiten" sprechen würde, wäre nicht nur ein Dummkopf und ein Verherrlicher des Nationalsozialismus, sondern auch seelen- und herzlos den Opfern gegenüber!
      Ob Hitler aber z.B. Helfer im Ausland hatte...das ist eben die Frage! Ist das auch so offensichtlich, dass er keine hatte, dass wir wissenschaftliche Forschungen danach als sinnlos bezeichnen oder gar verbieten sollten?
      Hier ist diese "Offensichtlichkeit" eben nicht real sondern nur diktiert!

      Das Streben nach Wahrheit oder grösstmöglicher Annäherung muss zu allen Zeiten und gegenüber allem Denkbaren und Gewesenen möglich sein! Einfach aus dem Grund, dass jede vom Menschen aufgestellte Wahrheit fehlerhaft oder unvollständig sein könnte! Ich betone: könnte!
      Einfach weil es keine unfehlbaren Menschen gibt!

      Warum sollte es denn überhaupt ein Problem sein, gesetztenfalls es käme heraus, dass Hitler im Ausland Komplizen hatte? Das würde doch seine Schuld nicht im mindesten vermindern. Genauso wie bei jedem anderen Verbrechen auch die Schuld und die Verantwortung eines Verbrechers deswegen doch nicht getilgt oder auch nur vermindert oder relativiert würde, wenn sich auch nach Jahren herausstellen täte, dass er bei seiner Tat Komplizen hatte.
      Und auch den Opfern dürfte das zumindest nicht schaden, wenn sich dies herausstellen würde.
      Es sei denn.....(hier können jetzt andere weiterdenken....)

      Und die abschliessende Frage: Warum sollte denn gerade bezüglich der Untaten der Weltkriege die so naheliegende und logische Vermutung, wonach es immer am wahrscheinlichsten ist, dass Komplizen das grösste Interesse an einem Denk- und Forschungsverbot in Richtung Komplizensuche haben müssten, ein Problem darstellen oder der Gedanke daran verboten werden?

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  7. Lieber Rudolf,

    Du sagst:
    »Ein Gestaltungswille kann nur auf die Zukunft bezogen sein. Und ein solcher Wille kann nur von Menschen ausgehen, d.h. nicht wie du schreibst, von einer bereits geschehenen Realität.«

    Derlei habe ich nicht geschrieben, da hast Du mich offenbar mißverstanden.
    Selbstverständlich geht der Gestaltungswille von Menschen aus. Aber die Sichtweise, die die Menschen auf die Vergangenheit haben, beeinflußt diesen Gestaltungswillen.

    Auch mir geht es darum, die Vergangenheit wahrhaftig darzustellen.
    Aber wie schon gesagt: wenn man einzelne Fakten herausgreift und „wahrhaftig darstellt“, ohne sich um den Rest zu kümmern, dann kommt eben insgesamt keine wahrhaftige Darstellung heraus.

    Es wäre nicht falsch, Adolf Hitler als Vegetarier zu beschreiben. Aber Du wirst mir doch wohl zustimmen, daß derjenige, der nichts anderes von ihm zu berichten weiß als nur das, der Vergangenheit nicht gerecht würde.

    Wer einen Artikel über einzelne Geschehnisse der Vergangenheit veröffentlicht, der tut das in einer bestimmten Absicht.
    Weil ich nicht gern anderen Menschen etwas unterstelle, habe ich Herrn Ludwig gefragt, in welcher Absicht er seinen „Zwang England Hitler zum Angriff gegen Polen?“-Artikel veröffentlicht hat.
    Ich bin wirklich gespannt, ob er darauf etwas zu sagen hat, und was.



    Und auch Dich möchte ich etwas fragen:
    Du hast in Deiner Reaktion auf meinen Artikel hier nicht zu erkennen gegeben, wie Du eigentlich zu den Ansichten Herrn Keulers stehst.
    Was sagst Du zu zum Beispiel zu seiner Behauptung, es gehe »den anglo-amerikanischen Machthabern darum, den Erbstrom, das genetische Material, welches als Bedrohung der eigenen Weltmachtansprüche empfunden wird, endgültig zu vernichten«, zu seiner Befürchtung, »die Aufgabe des deutschen Volkstums« würde »durch Völkermord vernichtet«, und damit »die weitere Entwicklung der Menschheit« zerstört?
    Stimmst Du dem zu?

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    1. Liebe Ingrid,

      die Tatsache, dass man durch die jeweilige Darstellung der Vergangenheit auch auf die Gestaltung der Zukunft einwirken kann, stimmt schon. Das sollte uns aber nicht zwanghaft davon abhalten, nur weil wir "der Vergangenheit nicht gerecht werden könnten", ggf. auch nur einzelne Bruchstücke aus dieser Vergangenheit im Sinne der Wahheitsfindung zu erörtern. Und wer soll denn festlegen dürfen, was es heisst "der Vergangenheit gerecht zu werden"? Das müsste ja schon vorher geklärt sein, d.h. bevor wir irgendein Puzzle-Teil dieser Vergangenheit aus Gründen, die im Einzelfall durchaus berechtigt sein können, ausblenden.

      Mir geht es ja gar nicht um eine sachliche Auseinandersetzung mit den z.B. von Keuler angeschnittenen Themen. Klar ist die Flüchtlingshetze oder auch dieses völkische "Erbstrom"-Gefasel deplaziert. Über den weltweiten Herrschatfsanspruch der Angelsachsen oder eben die entsprechende VT wenn man denn so will, könnte man vielleicht noch reden, wenn man nicht gänzlich den schon von Rudolf Steiner vorhergesagten US-gesteuerten Denkverboten anheimfallen möchte.

      Aber da Keuler in diesem blog ja bereits hingerichtet wurde, kann eine auch differenzierende Stellungnahme und Auseinandersetzung mit seinen Aussagen hier ja im Grunde gar nicht sinnvoll stattfinden, wenn man nicht riskieren will, dass allfällige Positionierungen wie üblich ins Gegenteil verkehrt werden, und man daraufhin ebenfalls hingerichtet wird.
      Ich meine, er (Keuler) verkündet ausserdem grösstenteils nicht reale oder auch nur behauptete Fakten, über deren Richtigkeit man diskutieren könnte, sondern seine Sichtweisen, also Meinungen, die er mit Steiner-Aussagen zu untermauern versucht. Jedenfalls freut es mich, dass du auch der Meinung zu sein scheinst, Steiner-Aussagen hätten nicht in alle Ewigkeit Gültigkeit, da du dies ja bei Keuler kritisierst, wenn er aufgrund dieser Aussagen meint die Gegenwart und die Zukunft beschreiben zu können.

      Es geht doch heute um etwas ganz anderes. Kein einigermassen intelligenter Mensch kann heute die Naziverbrechen ernsthaft leugnen, verharmlosen oder auch nur abschwächend relativieren.
      Aber die alleinige Universal-Gesamtschuld für alles Unheil, alle im 2. Weltkrieg verübten Gräuel einem einzigen Menschen, dem personifiziertem Bösen, in der Person des Adolf Hitler anzulasten, hat für mich doch etwas geradezu Schauderhaftes, in seiner Einseitigkeit, Undifferenziertheit, Kurzsichtigkeit und Primitivität zutiefst Erschreckendes an sich.
      Warum sollte es denn, wenn gesetztenfalls Mitverantwortlichkeiten für das unsagbare Unheil des ersten oder auch des zweiten Weltkriegs ausserhalb der deutschen Einflussphäre wissenschaftlich nachgewiesen werden könnten, eine Beleidigung oder Mangel an Respekt gegenüber den Opfern darstellen, wie meistens, der vorgeschriebenen Art zu denken entsprechend, argumentiert wird? Das Gegenteil wäre doch vielmehr der Fall, das hat mit verharmlosen Wollen rein gar nichts zu tun. Verbrechen bleiben Verbrechen und Verantwortung bleibt Verantwortung.
      Fortsetzung folgt

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    2. Sollten durch ernsthafte wissenschaftliche Forschungen neue bisher unbekannte weitere Verbrechen aufgedeckt werden und dazukommen, dann könnte das der Menschheit doch nur von Nutzen sein, um aus der Geschichte noch besser, differenzierter und tiefgründiger zu lernen. Kein Relativieren von Naziverbrechen, sondern ein Glücksfall!
      Die Annahme, dass es Menschen und natürlich auch Nationen gibt,
      die daran kein Interesse haben, aber eben nicht aus Gründen des dann vorgeblich abhanden kommenden Respekts vor den Opfern oder der geheuchelten Angst vor den dann angeblich wieder die Oberhand geinnenden Neonazis, finde ich zumindest nicht abwegig.
      Wobei ja ausserdem zumindest die Führungsetagen dieser "Neonaziszene" Geheimdienstmitarbeiter und V-Leute sind. Und das ist jetzt bitteschön keine VT, darauf bestehe ich jetzt einfach! Das haben unzählige Politiker unzählige Male öffentlich verkündet.

      Die Geschichte wiederholt sich leider immer wieder, aber natürlich nicht auf die gleiche Art.
      Die heutigen wahrhaften "Nationalsozialisten" , also diejenigen Gruppen welche potentiell zu denselben menschheitsgefährdenden Verbrechen fähig sind und tlw. sogar schon umsetzen, sind heute doch nicht die ewiggestrigen glatzköpfigen Stiefelträger! Nein, verdammt nochmal, das ist auch eindeutig wieder so eine von Einfältikeit nur so strotzende Denkleistung!
      Nein, diese sitzen heute ganz woanders!

      Aber die Mechanismen ihres Wirksamwerdens dürften ähnlich sein.
      Was uns daher an einer diese Mechanismen ev. noch besser erschliessenden wissenschaftlichen ergebnisoffenen Forschung hindern sollte, sollte man zumindest nicht verstehen müssen!

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    3. Lieber Rudolf, ich erinnere vage eine Science-Fiction-Geschichte, ich glaub es war von Stanislaw Lem, da wird ein notgelandeter Astronaut von einem verrückten Professor in ein blubberndes Labor geführt, wo in riesigen Plexiglas-Containern gewaltig-große Hirne in Nährlösung schwimmen... :-)) .. "Was ist das?" fragt der Notgelandete. "Denkende Wesen!" ruft der Professor. Der verrückte Professor strahlt verzückt und erklärt euphorisch mit dem Zeigefinger in der Luft kreisend: "Das neuartige und revolutionäre an diesen Wesen ist: Sie beschäftigen sich Tag und Nacht unausgesetzt nur mit sich selbst!"
      LG; mischa butty

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    4. @Rudolf

      "Aber die alleinige Universal-Gesamtschuld für alles Unheil, alle im 2. Weltkrieg verübten Gräuel einem einzigen Menschen, dem personifiziertem Bösen, in der Person des Adolf Hitler anzulasten, hat für mich doch etwas geradezu Schauderhaftes"

      Wenn man sich mit Hitlers Biografie und Werdegang auseinandersetzt, dann erkennt man sehr schnell, dass da ein paranoider und kranker Mensch agiert hat. Er war (u.a.!) schon früh beeinflusst von dem Wiener Rechtpopulisten, Antisemit und Arier-Rassenpopulist - Schönerer - (ein Hasser der Juden) und dem damaligen Bürgermeister Wiens (auch ein Judenhasser, aber öffentl. Einrichtungen und Armenhäuser wo Hitler herumlungerte und sich verpflegen ließ , ließ er gerne von hilfsbereiten und wohlhabenden Juden finanzieren).

      In seiner Freizeit verschlang er deren Schriften bzw. hörte sich deren öffentl. Reden und Hetzen an. Österreich insbes. Wien war damals Antisemitisch eine Hochburg.
      Der erste Weltkrieg, begonnen von Östrerreich/Deutschland, hat diesem Verbrecher Hitler dann den Rest an Abstumpfung und Wahnsinn verabreicht einschl. der Rachegelüste nach dem Verrsailler Vertrag - und - der damals bei Nationalisten und sonstigen Spinnern verbreiteten Lüge, die Juden stünden hinter allem...

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    5. @Rudolf

      ach....ja okay, dann etwas deutlicher: Hitler war verroht, brutal und rücksichtslos und mit WAHN-sinnig meinte ich genau das.

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  8. Michaela : Wenn uns Wahrheit mehr interessiert als die Frage, ob die Wahrheit vielleicht unserer bisherigen liebgewonnenen Meinung widerspricht, dann müssen wir bereit sein, diese Meinung ggf. komplett über Bord zu schmeissen, wo die Erkenntnis einer Wahrheit eine Revision unserer bisherigen Meinung erfordert.
    Ob mir persönlich eine Wahrheit sympathisch oder antipathisch ist, darf mich gar nicht bei der Suche nach der Wahrheit beeinflussen. Sonst würde mein Denken nur am niederen Selbst haften und es wie ein Komet umkreisen, wie Mischa es veranschaulicht hat.

    In früherer Zeit glaubte die Wissenschaft, dass Stechmücken aus leblosem Schlamm entstünden. Spätere Wissenschaft erkannte, dass Leben aus Lebendigem entsteht. Gemäss dieser Wahrheit musste Wissenschaft eine Revision machen.

    Wenn wir der Wissenschaft verbieten, gemäss neuen Erkenntnissen alte Thesen über Bord zu werfen für die Verkündigung einer Wahrheit, sägen wir an dem Ast, auf dem wir sitzen.
    Das Geistesleben muss fragen dürfen, muss forschen dürfen nach Wahrheiten. Es darf sich weder vom Rechtsleben bzw. Politik noch vom Wirtschaftsleben davon abbringen lassen, weil die Ergebnisse solcher Forschungen uns alle betreffen.

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    1. "Das Geistesleben muss fragen dürfen, muss forschen dürfen nach Wahrheiten"

      @ Michaela, "das Geistesleben" fragt und forscht grundsätzlich nicht, es sind immer einzelne Menschen innerhalb des Geisteslebens, die so etwas aus völlig unterschiedlichen, bewussten und halbbewussten Motiven tun. Es verbietet auch niemand "der Wissenschaft" etwas. Wenn allerdings verwirrte Verschwörungstheoretiker sich auf "die Wahrheit" oder "die Erkenntnis" berufen um die Kriegsschuldfrage nebenbei umzudeuten, darf man denen in klaren Worten sagen, dass das nicht ok ist. Mit "Wahrheit und Wissenschaft" hat das alles längst nichts mehr zu tun.

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    2. Man verzeihe mir meine etwas "atavistische" Bildlichkeit (?): Das nannte ich eben "Hütchenspielerei". Diese Tricks. Vor lauter lauter Philosofosey sieht man den primitiven Ur-Gedanken :-)) darin nicht mehr. Und soll als Kritiker dann auch noch als Hohlroller und leibhaftige Unbildung vorgefürt werden. In diesem Fall hilft dann nur noch gordische Alexandertechnik. Wie es Herr Eggert hier vorgemacht hat! Schon oft in solchen lähmend faszinierenden Situationen. Statt sich in diesen juristischen Schlingpflanzen-Garten abstrakter Gerechtigkeits-Vorstellungen mitzuverstricken, mit hineinlocken zu lassen, philosophische Äpfelchen vom Baume handlungsleitender Begrifflichkeiten zu betasten, so lange, bis man gelähmt im gläsernen Sarge liegt.
      mischa butty

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    3. @Michaela

      "Das Geistesleben muss fragen dürfen, muss forschen dürfen nach Wahrheiten"

      Dann aber auchl in die Akashachronik schauen!

      Ich hab das ja getan...Nur so viel darf verraten werden: Wilson und Churchill sowie frühere Freimaurerlogen der angelsächsischen Welt u.v.a. müssen nun den Hitler in einem Sanatorium pflegen und im Rollstuhl umherfahren (und natürlich auch seinen Hintern abputzen). Erstaunlich daran ist, dass ausschließlich hingeschiedene Anthroposophen dieses Sanatorium leiten. Außerdem werden die oben gen. Personen von führenden Anthroposophen durch Vorträge und rosa Häkelarbeiten sythematisch umerzogen zu dreigliedrigen Geschöpfen. Das scheint ihnen sehr wichtig zu sein, denn ihr Dreigliederungs-Konzept ist ja leider noch nicht verwirklicht worden zu ihren Lebzeiten. Sie mussten sie sich ja lebenslang um diese ganzen Geheimbünde kümmern oder lebten im ständigen Kampfe gegen die Demokratie! (bzw. die Freiheit und Großzügigkeit einer Demokratie konnten sie also leider nicht nutzen).
      .
      Ende der Akashadurchsage.

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  9. Michaela : " *das Geistesleben* fragt und forscht grundsätzlich nicht, es sind immer einzelne Menschen innerhalb des Geistesleben, die so etwas.....( ).. tun."

    @ Rainer Herzog : Diese einzelnen Menschen sind von mir gemeint, wenn ich den Begriff:"Das Geistesleben" verwende. Ich betrachte das Geistesleben als ein Wer, nicht als ein Was.
    Was Krieg betrifft, frage ich nicht nach "Schuld" irgendeines Kollektives. Mein Begriff von Moral ist von dem des Einzelnen gar nicht zu trennen, unabhängig davon, welcher Gruppierung dieser einzelne Mensch zugehörig ist.

    Frage : Sarah Wagenknecht von "Die Linke" thematisierte eine Rede, welche am 4.Februar 2015 von George Friedman in Chicago gehalten wurde. Ist sie eine verwirrte VTlerin ?

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  10. Michaela @ Leo Lallemann : Der eine trinkt. Der andere Fusel. Wer zu tief ins GLAS schaute, dem verzeihe ich -fast - alles, sei es Geblubber, sei es Gefasel. Wenn der nicht ausgerechnet auf meine Stiefeletten aus Wildleder kotzt.

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    1. Aphrodite, Frau Königin Michaelalla, ist tausendmal schöner als ihr! Möge Euer Sohn Chronos, der freudlose Titan, Eure Stiefel lecken!
      Ein verzweifelter Jäger Leo, der es nicht übers Herz brachte, das einst der Meeresbrandung entstiegene Schneeweißchen zu schlachten :-(

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    2. Kronos, mit "K" ist der, den ich meine...

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  11. Michaela : " Königin Michaelalla"

    Maranatha

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  12. Alles Po Jama People auch Herr Ludwig Sie sind auch einer aus dem Stamm der Po Jama People.

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  13. @ Herbert Ludwig:

    Ich habe nun einige Ihrer Aufsätze gelesen.
    Sie sagen:

    »Damit beabsichtige ich keine bestimmten handlungsleitenden Begriffe bei den Lesern hervorzurufen. Damit würde ich ja in ihre Freiheit eingreifen wollen.«

    :-) Schon klar.

    Sie wissen sehr gut (denn Sie schreiben es selbst), daß »die Irrtumsmöglichkeiten und Neigungen des Menschen, nach langer Mühe doch nur wenige Aspekte für das Ganze zu halten, […] ungeheuer groß« sind.

    Es fragt sich also, was damit gewonnen sein soll, wenn Sie es nun ebenso machen, wie es der von Ihnen zitierte Markus Osterrieder von Lord Milner behauptet, nämlich indirekt Einfluß nehmen, »freilassend, der Initiative des einzelnen vertrauend, aber doch mit gewaltiger Suggestionskraft, verborgen hinter der beiläufigen Betonung eines Wortes oder der bloßen Erwähnung eines Gedankens« – – –

    Wenn Sie wirklich dazu beitragen wollen, »dass Handlungen aus der Wirklichkeitserkenntnis hervorgehen« – weshalb stellen Sie dann im Titel Ihres Aufsatzes die rhetorische Frage »Zwang England Hitler zum Angriff gegen Polen?«?

    Denn aus Ihren eigenen Zeilen leuchtet doch hervor, daß es nicht »England« war, das Hitler »zum Angriff zwang«, sondern Hitlers eigene »von Stolz und Ehrsucht angefüllte Psyche« (wie Sie es euphemistisch formulieren).
    Sie nennen ihn deshalb sogar einen »Machtpsychopathen« – ebenso allerdings wie seine Gegenspieler, »die Briten«. Nationalismus und Machtstreben, verbunden mit der Furcht, der „Gegner“ könnte einem zuvorkommen, scheinen Sie also hüben wie drüben zu sehen.

    Indem Sie dennoch bereits im Titel Ihres Aufsatzes die Schuld Englands und die vergleichsweise Unschuld Hitlers suggerieren, geben Sie nationalistischen Argumentationen neue Nahrung – und zwar ganz bewußt, denn Sie wissen ja sehr gut, was es bedeutet, »die Geschichte selektiv in der Perspektive [einer] Ideologie zu sehen«.


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  14. Zur Kenntnis:
    Michael Eggerts Rundumschläge
    Antwort auf: „Demokratie in anthroposophischen Gänsefüßchen“ und Eggerts frontalen Angriff auf Herbert Ludwig.

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  15. Antworten
    1. Herr Niederhausen, Ihre Arroganz ist mir denkbar gleichgültig, die billige Polemik ebenfalls- aber die Herabwürdigung der Bundeskanzlerin als Marionette ungenannt bleibender "Mächte" finde ich eine Unverschämtheit. Sie sind ein schönes Beispiel dafür, wie Aufgeblasenheit in die Irre führt. Denn die von Ihnen so verachtete Bundesrepublik ist in ihrer Stabilität und Weltoffenheit ein Ort, den die Flüchtlinge eben deshalb auswählen: Um den realen destruktiven Kräften in ihrer Heimat zu entkommen. Wir haben, gerade im Angesicht einer tiefen Schuld angesichts des Holocausts, einen hohen Wert in einer funktionierenden Demokratie entwickelt. Ihre wirren Verschwörungstheorien sind genau das Sieb, das Sie so beschreiben: "Ja, wir haben eine „Demokratie“ – aber eine solche, in der mächtigste Interessen fast ungehindert wirken können, so wie Wasser durch ein Sieb strömt, zwar etwas gebremst, aber doch vollständig". Da ist sie ja wieder, die Demokratie in Anführungszeichen.

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    2. Im übrigen gebe ich meine Betroffenheit angesichts nahezu 200 abgebrannter Asyl- und Not- Unterkünfte gerne zu- einige Mordanschläge darunter, eine NSU als terroristische Zelle, die Nagelbomben in Dönerbuden zündet. Das ist der Background, an dem Ihre, Herrn Keulers und Herrn Ludwigs "Erkenntnisse" gemessen werden.

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    3. Der Ausfatzschreiber hat eben offensichtlich ein echtes WIRKLICHKEITSPROBLEM...

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    4. Ach ...und ich hatte für diesmal gehofft, der bedachtsam kluge Mann mit der Schnecke im Wappen würde diesmal - eben angesichts der Brände und Gröhlereien - einlenken, und mit Herrn Eggert Waffenstillstand machen, um da, wo es wichtig ist, löschen zu helfen. Natürlich nicht. Eher heben sich die Gesetze der Physik auf. Na gut, mich geht es nichts an.. Echos einer Gesellschaftskritik im Stil der 80er Jahre ...schön formuliert, und draußen brennt die Welt.... und der Philosoph raucht seine ästhetisierende Rokoko-Shisha...und bläst Schwaden aus tadelfrohem Wohlbehagen, oder so... Wilhelm Busch hätte da sicher was schönes zu illustriert...
      m.butty

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    5. Das hätte ich eigentlich H. Niederhausen nicht zugetraut, dass er sich öffentlich hinter einen Kriegsschuld-relativierenden, rechten VT-Denker wie H.Ludwig stellt. Dass Merkel die Inkarnation des Bösen ist, hat er in den letzten Monaten des öfteren innerhalb der Griechenland-Debatte auf seinem Blog und auf FB vertreten.

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    6. @ Holger Niederhausen:

      Da bin ich nun allerdings baff.
      Ich bin überzeugt davon, Sie wissen, daß es nicht nur darauf ankommt, was man sagt, sondern auch, wie und zu welchem Zeitpunkt, in welcher Situation man es sagt.
      Und dennoch finden Sie, gerade in Zeiten wie diesen, Titel wie „Zwang England Hitler zum Angriff...“ nicht nur in Ordnung (vielleicht sogar »tief empfunden«) und widmen ihrer Verteidigung einen Aufsatz, während Ihnen Pamphlete wie das Rüdiger Keulers kein Wort entlocken können...

      Da gehe ich entschieden auf Distanz.

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    7. Zumal der Antisemitismus eines Keuler ja, völlig offen auf dem Tisch liegt, wenn er andernorts https://buergerstimme.com/Design2/2015/09/geisteswissenschaftliche-hintergruende-ethnischer-ueberfremdung-europas/ von "jüdischem Hirnadel" schwafelt, und das Ganze irgendwie von Atlantis her ableitet. Die Begriffswahl dieses Faschisten ist dabei ganz typisch: "Na, wenn das kein Rassismus im Sinne unserer aufgedrängten „Political Correctness“, der Sprachvorschrift unserer Machthaber ist. Diese Dinge ans Tageslicht zu zerren, verbieten uns heute unsere Rassismusgesetze, Gesetze zur staatlichen Begünstigung eines einseitigen Rassismus, der sich gegen die weiße, die europäische Rasse wendet. Wir unterliegen diesbezüglich einem Rassezuchtprogramm, das seit bald hundert Jahren in Europa verwirklicht wird.

      Das ist schon ersichtlich aus der europäischen Flagge, welche zwölf Sterne zeigt, die für die zwölf Stämme Israels stehen. Wir berichteten darüber bereits in Pelagius Heft VIII auf Seite drei. Am 26.8.1998 berichtete „Die Welt“ darüber, daß der damalige Leiter des Europarates, Paul Levi (!), an der Öffentlichkeit der europäischen Völker vorbei diese Symbole in die Fahne Europas geschmuggelt hat. Damals stellten wir die Frage, in wessen Auftrag? Heute muß diese Frage nicht mehr aufgeworfen werden, sie ist schon beantwortet, es ist allzu deutlich, wie sich die Regierungen Europas, vorneweg die des ausgemerkelten Deutschlands, unter dem Einfluß Israels befinden."
      Da haben wir die geheimnisvollen Mächte, die nach Niederhausen und Ludwig angeblich unsere Demokratie beherrschen, aber auch -"ausgemerkelt"- dieselbe Unverschämtheit gegenüber der Bundeskanzlerin.

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    8. @ Ingrid Haselberger: Zu wirklich braunem Gedankengut äußere ich mich nicht, das tun Andere zur Genüge, und es zerrt Unsägliches höchstens noch ans Licht der Öffentlichkeit. Ich äußere mich aber dann, wenn andere Menschen mit diesem Stigma behaftet werden, mal eben, so als sei es das Alltäglichste der Welt. Dafür schäme ich mich regelrecht – und sehe es mit Abscheu, wie Sie alle dabei mitmachen! So leichtfertig also kann man mit einem Menschen umgehen, ja? Wovon ich mich distanziere, das habe ich mit diesem Satz doppelt deutlich gemacht: „Und er hat nicht die geringsten Bedenken, einen Artikel mit einem Hinweis auf wirklich ultrarechtes Gedankengut einzuleiten und dann unmittelbar zur Verleumdung derjenigen Zielperson überzugehen, die er mit dem Ersteren auf eine Linie bringen will.“ – Ich distanziere mich also ganz und gar sowohl von Keuler als auch von Eggerts Vorgehen in Bezug auf Herbert Ludwig, das für mich gerade sehr viel mit ultrarechten Gesinnungen gemeinsam hat. Auch Sie haben nicht die geringste Ahnung, mit welchem Feuer Sie hantieren! Als ob nur die Flüchtlinge gefährdet sind! Ja, sie sind es! Aber einen Herrn Osterrieder und einen Herrn Ludwig gefährden Sie selbst ganz mutwillig, indem sie unterschiedslos alle in eine Ecke stellen, nur dem Grade nach unterschieden. Sie sollten sich wirklich schämen! Das ist viel schlimmer, als Merkels Handeln mit dem Begriff der Marionette in Zusammenhang zu bringen. Ich begründe das, Sie aber geben Begründungen, die das Gefühl ansprechen, ohne wirkliche Begründungen zu sein. Auch das versuche ich jetzt nachzuweisen – wer es nicht begreifen will, der mache weiter, was er für richtig hält.
      http://www.holger-niederhausen.de/index.php?id=994

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  16. Sri Aurobindo über HItler:

    „der einzige Weg, Hitlers Herz aufzutauen, besteht darin, es wegzubomben“

    http://www.aurobindo.de/Aurobindo/Asura.html

    und darin:

    Um diese „titanische Gewalt“ ein für allemal zu bändigen, sei es, erklärte Aurobindo nach Kriegsende, nicht angebracht, „den Deutschen auf den Rücken zu klopfen, sie zu umarmen und zu trösten. Wenn man ihnen erlaubt, ohne Schwierigkeiten wieder auf die Beine zu kommen und ohne dass sie Wiedergutmachung leisten für den Schrecken der Finsternis und des Leids, die sie über die Welt brachten, werden sie sich wieder erheben, um nur dasselbe noch einmal zu tun – es sei denn, jemand kommt ihnen zuvor. Die einzige Hilfe, die wir jetzt Deutschland bieten können, heißt Schweigen.“

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    1. Ergänzend:


      "Sri Aurobindo über Deutschland"

      http://www.aurobindo.de/Aurobindo/deutschland.html

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    2. weitere Ergänzung:

      " "Wenn wir sagen, daß Hitler durch eine vitale Macht besessen ist, dann ist es die Feststellung einer Tatsache, kein moralisches Urteil", sagte Sri Aurobindo im Jahre 1939."

      S. 247

      ""Hitler war ein Medium, ein hervorragendes Medium. Er war während spiritistischer Seancen von Besessenheit ergriffen worden. Seitdem bekam er diese plötzlichen Anfälle, die man für epileptisch hielt. Es war aber keine Epilepsie, sondern Anfälle von Besessenheit", erzählte Mutter der Ashram-Jugend in Lehrgesprächen, die später als Entretiens veröffentlicht wurden."

      S. 249

      in "Über den Menschen hinaus - Leben und Werk von Sri Aurobindo und Mutter"

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  17. Michaela @ Rudolf: Wir würden es uns allzu bequem machen, wenn wir nur über Hitler nachdenken würden in puncto Zweitem Weltkrieg. Dumm wäre z.B., zu denken : Der Vegetarismus war die Ursache des Krieges. Hitler war Vegetarier, der ass etwa nur Erbsen,Bohnen und Linsen, und weil der zum Furzklemmer erzogen worden war, stiegen dem die Faulgase ins Gehirn, wodurch der geisteskrank wurde und einen völlig dumm - idiotischen Krieg anzettelte. @ Valentin: Geisteskranke sind an nichts wirklich schuld. Wenn wir den als einen Wahnsinnigen betrachten, müssen wir den von jeder Schuld freisprechen.

    Es muss doch erlaubt sein, zu hinterfragen, wer Hitler finanzierte und warum das geschah.
    Laut dem Wirtschaftsprofessor Antony C.Sutton hat neben Henry Ford auch die Wall Street sowohl Hitler als auch Stalin finanziert. Quelle: " Wall Street und der Aufstieg Hitlers.

    Thema : Demokratie : In einer Demokratie - so habe ich das mal gelernt - ist das Volk der Souverän. So betrachtet sind da die Politiker unsere Diener. Wir sind die Herrschaften selber.
    Wenn nun die Herrschaften bemerken, dass deren Diener bei ganz anderen Herrschaften hoch verschuldet sind, dann wäre klug, das Gold und das Tafelsilber in eigene Obhut zu nehmen.
    Denn die Schuld - Scheine von Dienern, die woanders verschuldet sind, könnten sich über Nacht als wertlos erweisen.
    Angeblich sind wir ein "reiches" Land. Irgendwie passt dazu nicht die Behauptung einer pro Kopf Verschuldung von zigtausend Euro.

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    1. "Es muss doch erlaubt sein, zu hinterfragen, wer Hitler finanzierte und warum das geschah." Sehe ich genauso. Hinterfragen und eine Übersicht bewahren, Dinge mit Abstand betrachten. Das Gebot dieser Zeit scheint aber mehr und mehr zu werden sich eine verengte Sichtweise anzueignen, die Messer zu wetzen und "dafür" und "dagegen" ... nicht zu sein, sondern in den Krieg zu ziehen.
      Für das eine und gegen das andere zu sein, unterscheiden zu können, und trotzdem eine neutrale Sicht zu bewahren schließen sich nicht aus. Was ich aber sowohl hier im Blog als auch "draussen" beobachte ist daß Menschen Kleinkriege gegeneinander führen um die richtige und falsche Gesinnung. Da gerät man dann als jemand der mahnt den Blickwinkel mal zu erweitern ganz schnell zwischen die Fronten und wird beschuldigt der anderen, falschen, bösen Seite anzugehören. Das ist bei den VTlern so wie auch bei den Anti-VTlern (oder anderen Pro´s, Anti´s, und Anti-Anti´s). Wirklich zu merken scheint niemand mehr wo diese Reise hingeht. Das ist Vorkriegsstimmung. Es war wohl zu lange Frieden, da werden viele ungeduldig und trauen dem Braten nicht. Darum werden jetzt werden die Fronten geklärt, jeder hat sich jetzt zu entscheiden. Und entscheidet man sich sich nicht zu entscheiden, bzw. dazu zu entscheiden nicht eher Krieg führen zu wollen bis er losbricht, dann wird über einen entschieden. Dann wird gezerrt und gezogen, gedrückt und geschoben, verleumdet, beschimpft und falsch verurteilt. Da will ich nur noch schweigen und mich wegducken aus Angst vor den Tunnelblicklern.

      Tanja

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    2. @Michaela,

      Ja genau, von Dienern sollte man sich auch niemals abhängig machen.

      Genauso schlimm wie der klassische Rassismus ist heute diese wiederaufkommende neue und grassierende Ausgrenzung von Andersdenkenden.
      Eine Art geistiger Rassismus. Die Opfer dieses neuen Rassismus werden alle reflexartig in die braune Ecke gedrängt, ganz egal was sie wirklich denken.
      Die meisten Gegner oder Skeptiker des heute herrschenden Systems sind per definitionem Faschisten, dennen rechtsgerichtetes nationales Denken vorgeworfen wird, obwohl sie in den allermeisten Fällen damit gar nichts am Hut haben.

      Was ich noch nie so richtig verstanden habe ist warum diese neuen geistigen Rassisten, die erklären selbst über jedes völkische Denken erhaben zu sein und daher berechtigt zu sein, bei jeder kleinsten Meinungsverschiedenheit gleich ihr Nazikeulchen hervorkramen zu dürfen anstatt zu argumentieren, einerseits die Nationen zwar am liebsten abschaffen würden, andererseits aber, wenn es darum geht den Deutschen dieses irrationale kollektive Betroffenheitsbewusstsein gegenüber den Naziverbrechen zuzuschanzen, doch wieder sehr völkisch denken. Indem sie hier die Deutschen als gesamtes Volk in die Verpflichtung nehmen und nicht nur die wahren Täter. Eine Inkonsequenz ersten Ranges, wie ich meine.

      Anstatt aus dem unheilvollen Geschehen eine Mahnung für die gesamte Menschheit abzuleiten solche Dinge nie wieder geschehen zu lassen, werden die Urenkel der "Nazi-Tätergeneration" (in Wirklichkeit waren Täter ja auch nur ein verschwindend kleiner Teil der Deutschen von 1933 bis 1945), in Form aller Deutschen heute immer noch auf eine Art moralische Anklagebank gedrückt, die ihnen, anders als den übrigen Völkern, selbst das freie Denken reglementiert.
      Gezeigt am Beispiel des Denkverbots, ob es ausländische Hitler-Unterstützer gegeben haben könnte, ein Denkverbot dass ausserhalb Deutschland und Österreichs kaum greift!

      In diesem Zusammenhang wird Deutschland also 70 Jahre nach Ende des Nationalsozialismus immer noch in eine Art völkische Pflicht genommen, die für alle anderen Belange verpönt ist.
      Schon ein sehr merkwürdiger Widerspruch!

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  18. Michaela @ Tanja : " Das ist Vorkriegsstimmung"

    Liebe ist nur einen Kuss weit weg. Krieg ist nur einen Schuss weit weg. Ja, das ist auch mir bekannt : " Da will ich nur noch schweigen und mich wegducken aus Angst vor Tunnelblicklern."
    Doch Angst machte ja nichts besser. Darüber, dass Angst nichts verbessert, hat Rudolf Steiner auch irgendwo etwas mitgeteilt. Falls jemand in Seenot geriete - so sinngemäss Steiner - und müsste sterben, würde Furchtlosigkeit ihm ermöglichen, ganz anders über die Schwelle zu gehen als das in Panikstimmung durchmachen zu müssen.
    Leicht gesagt, schwer getan. Doch wenn wir am Gedanken festhalten, egal was auch kommt, dass Angst nichts verbessert, dann kann Angst zu Mut umgestülpt werden. Im Herzen. Angst verengt zu solchem "Tunnelblick" Die Worte "Angst" und "eng" sind verwandt.
    Diese "Tunnelblickler" haben keine Weite im Herzen, die sind selber engherzig.
    Die sind noch nicht durch den Tunnel durch. Jeder, der will, mag mich abergläubig schimpfen dafür, dass ich behaupte: Dämonen ernähren sich von der Angst der Menschen.
    Wenn wir Angst umstülpen, fliehen sie uns.
    Es braucht Weitherzigkeit für den Frieden. Ich glaube, dass diese "Tunnelblickler" Deine Nähe fliehen, wenn Du Angst in Furchtlosigkeit verwandelst. Lassen wir uns nicht einschüchtern durch wen auch immer. Gottvertrauen ist da das bessere Ding. Egal was oder wer da kommt.

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  19. Liebe Michaela,
    ich glaube manchmal heißt Mut auch einzusehen daß man aufgeben muß. Schweigen, sich wegducken. Das gerade in einer Welt in der man immer kämpfen muß und nie aufgeben darf, keine Schwäche zeigen darf. Notfalls sich selbst opfern. Das Gewand in dem Mut und Angst daherkommen kann manchmal auch über den wahren Inhalt hinwegtäuschen. Da ist Differenzierungsvermögen gefragt anstatt pauschales Aburteilen. Aber je tunnelblickiger, desto aburteiliger ;-) :-( .

    Tanja

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  20. Keuler zitiert in seinen ‘Geisteswissenschaftliche Hintergründe‘ auch Steiner über die berüchtigte ‘weiße‘ und ‘farbige‘ Menschheit und ihre ‘Aufgaben‘(174b.37 f.). Allerdings sind bei Steiner die Begriffe ‘EuropäerIn‘ und ‘Weiße‘ ambigue. Scheinbar deutet er damit manchmal auf ‘atlantische‘ Jupiter-Menschen (GA 13, 121), und manchmal auf ‘nachatlantische‘ (d.h. nacheiszeitliche) Menschen, die eine Mischung von Jupiter-Menschen (in Europa, Nord-Afrika und Vorder-Asien) mit Sonnen-Menschen (altkeltische Kolonisten oder ‘Normalmenschen‘) darstellen sollen (GA 54, 100, 105, 107, 349).

    Es sind, nach Steiner, eiszeitliche (viertes, atlantisches Erdzeitalter) und nacheiszeitliche EuropäerInnen oder Weißen (fünftes, nach-atlantisches Erdzeitalter) nachweisbar. Eine käseweiße Menschheit (349.52 und 58) gibt es bei ihm nicht (mehr). Und die ‘farbige‘ Menschheit hat sich ebenfalls gemischt und entwickelt. Überhaupt bilden wir aber eine einheitliche, gemischte Menschheit.

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  21. @ Holger Niederhausen:

    Weder in Ihrem Kommentar noch auch in Ihrem neuen Artikel gehen Sie auf das von mir Thematisierte ein – ich stelle daher ausdrücklich die Frage an Sie:
    Finden Sie es wirklich ganz in Ordnung, in Zeiten wie den unseren einem Aufsatz, in dem es um die »Erkenntnis der Wahrheit über wichtige historische Ereignisse« geht, den Titel »Zwang England Hitler zum Angriff gegen Polen?« zu geben?

    Meiner Ansicht nach wird durch die darin liegende Suggestion die Schuld nicht nur „relativiert“, sondern ganz auf England bzw »die Briten« abgewälzt.
    Wodurch einerseits nationalistischen Ressentiments neue Nahrung gegeben und andererseits abgelenkt wird von den – meiner (und, wie ich aus Ihrem Aufsatz schließe, auch Ihrer) Ansicht nach – wahren Schuldigen, nämlich: Nationalismus, Machtstreben, persönlicher Ehrgeiz, Mißtrauen, Furcht…

    Meinen Sie nicht auch, daß wir gut daran täten, auf der Suche nach wirklichkeitsgemäßer Erkenntnis derartige stets gegenwärtige geistige Wesenheiten nicht ganz aus dem Auge zu verlieren?

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  22. @ Ingrid, ich weiß nicht genau, was Sie meinen? Für mich zählt bei einem Aufsatz immer der ganze Inhalt. Aber selbst die Überschrift könnte dazu führen, dass von Nationalismus, Machtstreben etc. gerade nicht abgelenkt wird, sondern dass all dies immer differenzierter in den Blick kommt. Und diese Erkenntnis (auch bei den Anderen wirkten die Widersachermächte stark) könnte immer mehr helfen, den Blick auf diese Widersachermächte selbst zu richten. So führt historische Erkenntnis zu moralischen Impulsen, die in der Gegenwart real werden können. Andere Aspekte habe ich in meinem neuen Aufsatz vertieft. Eggert wälzt die Schuld doch auch fortwährend ganz auf "die Anderen" ab. Demokratie in Gänsefüßchen scheint bei ihm ja nicht nur unter Umständen, sondern unter allen Umständen ein Verbrechen zu sein. Und finden Sie es in Ordnung, Detailfragen zu einer Überschrift zu stellen, wenn umgekehrt deren Schreiber definitiv bereits in die braune Ecke gestellt wurde? Eggert arbeitet hier in stärkstem Maße mit den Widersachern, die Furcht und Misstrauen säen. Wir täten gut daran, hier vorsichtiger zu sein. Halten Sie das in Zeiten wie diesen wirklich für ganz in Ordnung, was Eggert tut? Ich fühle mich in Nazi- und Stasi-Zeiten versetzt, wo ein böses Wort des Nachbarn schon das Todesurteil bedeutete. So ist es nun einmal mit dem Stigma "ultrarechts".

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  23. @ Holger,

    Sie weichen meiner Frage aus, oder verstehen vielleicht wirklich nicht, was ich meine.

    »Und finden Sie es in Ordnung, Detailfragen zu einer Überschrift zu stellen, wenn umgekehrt deren Schreiber definitiv bereits in die braune Ecke gestellt wurde?«
    Ja, freilich – wenn ich das nicht in Ordnung fände, hätte ich die Frage nicht gestellt.
    Denn es ist in meinen Augen vor allen Dingen diese Überschrift, mit der der Autor selbst daran mitwirkt, in den Augen seiner Leser in dieser gewissen Ecke zu landen (übrigens wohl erst recht dann, wenn die Leser sich in dieser „Ecke“ zu Hause fühlen).

    Überschriften sind nun einmal das Allererste, das einem Leser ins Auge fällt, an ihnen gewinnt der Leser einen ersten Eindruck – und eine suggestive, rhetorische Frage im Titel eines Aufsatzes beeinflußt die Stimmung, in der man weiterliest, und damit schließlich auch die Beurteilung des im restlichen Aufsatz Mitgeteilten.
    In diesem Fall lenkt der Titel den Blick des Lesers nunmal eben nicht auf die „Widersachermächte“, sondern auf „die bösen Briten“.
    Die späteren Beteuerungen des Autors, es gehe ihm nicht um eine »Verharmlosung des verbrecherischen Nazi-Regimes und seiner Machtpolitik«, können an der dann bereits angekommenen Botschaft nichts mehr ändern.


    Unter anderen Umständen würde ich wohl davon ausgehen, daß Herbert Ludwig dieser Titel „passiert“ ist.
    Aber er kennt offensichtlich die Methoden, derer sich die „Widersachermächte“ bedienen, er weiß, sie agieren oberflächlich »freilassend, der Initiative des einzelnen vertrauend, aber doch mit gewaltiger Suggestionskraft, verborgen hinter der beiläufigen Betonung eines Wortes oder der bloßen Erwähnung eines Gedankens« – also muß ich wohl (ungern!) annehmen, daß er seinen Titel ganz bewußt und in Kenntnis der Suggestionskraft derartiger rhetorischer Fragen formuliert hat.

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  24. Diese Diskussion ist nicht meine. Sie finden es also in Ordnung, Herrn Ludwig wegen einer Überschrift oder wegen was auch immer in die braune Ecke zu stellen, ich finde es nicht. Wenn Englands Politik den Überfall auf Polen regelrecht erzwungen hätte, was wäre dann? Ja, dann wären auch mal die Briten ein wenig mit böse - so what? Der Blick wird sowieso immer auf die Widersachermächte gelenkt - es sei denn, man will sie nicht sehen. Wenn man sich davor aber nicht fürchtet, kann es nur die Entwicklung fördern, in einer Welt aufzuwachen, die nicht schwarz-weiß ist. Erkenntnis und Liebe sind die Wege des Menschheitswerdens. Es führt aber durch die Erkenntnis des Bösen hindurch. Wenn die Menschheit dazu nicht den Mut hat, also absolute Wahrhaftigkeit, wird sie den Weg nicht gehen können. Mut zur vollen Wahrheit und Mut zur vollen Liebe - das ist es, was notwendig ist. Vielleicht haben heute noch zu viele nur das Eine oder das Andere. Wir brauchen aber alle sowohl das Eine als auch das Andere.

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    1. Lieber Holger,

      »Sie finden es also in Ordnung, Herrn Ludwig wegen einer Überschrift oder wegen was auch immer in die braune Ecke zu stellen, […] Ja, dann wären auch mal die Briten ein wenig mit böse - so what?«

      Herrn Ludwigs Überschrift suggeriert nicht, daß die Briten „ein wenig mit böse“, sondern daß sie die alleinschuldigen Kriegstreiber gewesen seien. Herr Ludwig stellt sich daher meiner Ansicht nach mit dieser Überschrift selbst in die braune Ecke – und ich wundere mich nicht darüber, daß andere ihn dann dort sehen.

      Schade, daß Sie nicht begreifen (können oder wollen, das lasse ich offen), worum es mir geht, sondern es bei einem »was auch immer« bewenden lassen.
      Nun, ich nehme zur Kenntnis, daß Sie also offenbar suggestive Formulierungen in Aufsätzen über sensible Themen in Ordnung finden.

      Gute Nacht!
      Ingrid

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  25. Michaela @ Tanja : " Aber je tunnelblickiger, desto aburteiliger ;-) : - ( "

    Liebe Tanja,
    manchmal ist wohl notwendig, zu schweigen und sich wegzuducken. Und z.B. mein Leben hat mir auch schon abverlangt, Dinge aufzugeben. Gewohnheiten aufzugeben. Bestimmte Kreise von Menschen "aufzugeben", die diese Gewohnheiten nicht aufgeben wollen. Obwohl das eigentlich nicht geht, Menschen aufzugeben, deswegen die Gänsefüsschen.

    Deine Lebenssituation ist mir unbekannt, und wahrscheinlich geht mich das gar nichts an. Daher ist schwierig, zu "Angst" und "Mut" konkret etwas zu sagen. Manche Leute urteilen lieber, als zu hinterfragen. Reales Beispiel : Du hast einen Notar dafür bezahlt, dass der beurkundet, dass soundsoviele Personen berechtigt sind, jeweils eine Summe an Kohle zu bekommen.
    Der Notar hat jedoch einen Formfehler begangen. Dadurch ist nun eine einzelne Person berechtigt, diese Gesamtsumme zu bekommen. Die anderen acht Menschen gehen leer aus.
    Da ist das Formelle plötzlich wichtiger als der Inhalt.

    Es würde nichts bringen, dagegen - gegen ein rechtskräftiges Urteil - zu agieren. Oder man müsste zum "Wutbürger" mutieren. Doch solche Gefühle würden einen auffressen. Besser, da irgendwie zu versuchen, sich in die formaljuristische Denkweise rein zu finden und sich zu sagen, dass ohne Formelles kein Rechtsleben funktionieren könnte und, dass man selber nicht allzu wichtig ist.

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  26. Herr Niederhausen, die ganze Aktion ist leider ein ziemliches Eigentor für Sie. Interessanterweise sind Sie ja auch anscheinend ein Fan vom Lochmann-Verlag, da Sie knapp 20 (!) Artikel des Verlages auf Ihrer Website verlinkt haben.

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    1. Nein, Herr Herzog, bin ich nicht. Gleichwohl erschienen mir die in diesen Artikeln enthaltenen Hintergründe, wenn man sich mit den Hintergründen der A.G. beschäftigt, aufschlussreich genug, um sie zu verlinken. Wissen Sie, ich hatte auch lange Zeit die junge Welt abonniert - eine dezidiert antispirituelle, extrem linke Tageszeitung. Warum? Sie brachte und bringt einfach immer wieder Hintergründe, die man anderswo vergeblich sucht. Das sind Gründe, warum man manches verlinkt.

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    2. @Holger Niederhausen:

      (...)dass inzwischen sogar ein eigener Blog existiert, der mich und meine Art zu denken und zu schreiben, lächerlich findet und lächerlich macht.(...)

      You're so vain - You probably think this song is about you (Songtext von Carly Simon)

      Nein, der Blog besteht nicht wegen Ihnen und nicht um Sie lächerlich zu machen, ich habe Ihnen damit seinerzeit, als Sie ständig meine und andere Kommentare auf Ihrer Internetseite zu interpretieren versuchten, deutlich machen wollen, wie lächerlich Sie sich selbst mit Ihrer rechthaberischen Ein-Mann-Mysterienstätte des Reinen Denkens und der Verehrung und Ihren ständig dort ausgestellten Todesbescheinigungen der wahren Anthroposophie machen.
      Sie ziehen - wie ich Ihnen schon mal gesagt habe - selbst den Spott auch sich...

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  27. Michaela : Keuler und sein "jüdischer Hirnadel"

    Das in Zeiten, wo laut Internet jüdische Menschen in Rotterdam auf der Strasse gehetzt werden.
    Kämen solche Kreise an die Macht, würden sie uns sogar noch vorschreiben, welche Musik wir spielen dürfen, welche nicht. Antisemitismus pur. Ich will selber mit sowas NICHTS zu tun haben müssen.

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  28. Michaela @ Rudolf : " Akasha - Chronik" "Anonym"

    Na schön, "Anonym", bleiben wir am Objektiv: Solange sie dort keine pinkfarbenen, im Dunkeln leuchtenden Nasenwärmer häkeln, hinten zum Zubinden, muss der Püschiater noch nicht eingreifen, oder ?

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  29. Zu meiner Schande (?) :-) ... muß ich zugeben, daß ich nur meine Empfindungen beschrieben habe, in kurzen Kommentaren. angesichts der hier besprochenen - sagen wir mal - apodiktischen Belehrungsaufsätze "über Angelsächsisch Anglo-Amerikanische Kriegs-Schuld"!

    Michael Eggert, Ingrid Haselberger, Rainer Herzog haben es richtig gemacht, und haben die entscheidenden Textpassagen zitiert und dann im einzelnen widerlegt, und sich konkret auf die damals geschehenen Fakten und geschichtlichen Eckdaten bezogen, die auch notfalls durch die historischen Urkunden belegt werden können.

    Es geht hier in diesem Blog, sag ich einfach mal, um eine Katharsis dessen, um Bereinigung dessen, was in vielfäliger Weise vornehmlich in der Nachkriegszeit nach 45 als "Anthroposophie" auftrat, und um eine Klärung über das Vermächtnis Rudolf Steiners.

    Als ich mich anfangs der 80er und der 90er für Anthroposophie hell begeisterte, obwohl ich mir immer in vielen Dingen unsicher war, ob ich es recht verstehe, und ob mir es möglich ist, Anthroposophie, oder Steiner "sofort und in aller Gänze" zu verstehn, bekam ich sofort heftigen Gegenwind aus allen Richtungen, von politischen Menschen, von esoterisch, theosophischen, von New Age Menschen, und von Etablierten und amtskirchlich gläubigen Menschen sowieso, und nach und nach, es ging nach der Wende an, sah ich mich in die rechte Ecke gestellt, obwohl doch Peter Schilinski, dem ich am liebsten zuhörte, weil er sehr locker, nicht spießig war, doch links und nochmals links, und ethisch individuell sozial "eingestellt" war..

    Nach und nach merkte ich, daß ich mir biographisch instinktiv wohl "meine Anthroposophie" unbewußt bereits gemacht hatte, und auch instzinktiv selektierte, welcher Anthroposoph ein Mentor werden durfte, wem ich "Macht über mein Herz" gab, und wen ich ... ausblendete..

    Irgendwann konnte ich die rechtsnationale und reaktionäre Anthroposophie nicht mehr ausblenden, als ich selber bürgerlicher werden wollte... und oh Schreck, ich fand eigentlich nur national gesonnene Anthro-Hirten (öfter im karierten Anzug mit Krawatten), oder eben "Schafe", die sich auch in wollene Pullover und häärene Westen kleideten und nach Bienenwachs rochen...

    Ums kurz zu machen: Irgendwann ab den späten 80ern, und nach der Wende nahmen in allen "Eso-Szenen" eine pauschale Ausländerantipathie und irgendwelche Nazigeschichten ebenfalls zu, und ich bin froh, daß mir meine Eltern alles erzählten, was sie erlebten, und daß ich Nachkommen von Überlebenden der Shoah kennenlernte, denn ich mußte mich intensiv, gerade angesichts der "braunspirituellen Brandung", die mir immer wieder an die Ufer schlug, ganz neu, ohne Schule .. mit all diesen rein historischen Fakten befassen..

    Es geht schließlich hier im Blog, so meine ich, doch auch immer um die Frage, "was bleibt" .. Was ist von wahrhaft bleibenden Wert an der Anthroposophie, und was macht Steiner zu mehr, als zu einer öfter irrenden Person.
    mischa butty

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  30. Es geht darum, gerade jetzt, wo soviel Gutes passiert, was den Kriegsflüchtigen Menschen widerfährt, wo das Gegröhle und das Brennen und das Rufen "nah Bürgerkrieg" erst einmal in den Hintergrund gedrängt werden konnte, daß jetzt "das Anthroposophische" .. was nämlich eh in der öffentlichen Meinung, ich selber mußte es erfahren, - nicht - "in die rechte Ecke gedrängt", nein, Ingrid hat das betont, sich selbst voll Stolz in die rechte Ecke feierlich hineinbegibt, in noch schlechteren Ruf gerät.. und das ..

    ..wo sich viele einzelne Menschen in den letzten Jahren für Steiner interessiert haben, aber auf eine Weise, welche gewissen "Hütern" des "Anthroposophischen" nicht genehm war...

    ..und jetzt, in klangvoller Sprache, wird all das, was die Menschen am wesentlichen von Steiners Nachlaß interessieren könnte .. mit Stil und Niveau ... von gebildeten Menschen feierlich in der rechten Ecke konstituiert. Das ist das Resultat dieser Texte, die hier besprochen und kritisiert wurden - um einige Stimmen dagegen zu setzen.

    Und nicht, weil "Vorkriegs-Stimmung" wäre, wo sich jeder seinen Platz hinter seinem Schildwall suchen würde, wo er oder sie sich in Erwartung einer Auseinandersetzung schonmal "aufstellen". Es geht immer noch um Inhalte, wo man hier versucht, diese gegen national-romantische (?) Schein-Inhalte zu verwahren. Und gewiß nicht aus Eitelkeit, und eher auch etwas ermüdet..manchmal .. oder?
    mischa butty

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    1. "Es geht immer noch um Inhalte, wo man hier versucht, diese gegen national-romantische (?) Schein-Inhalte zu verwahren. Und gewiß nicht aus Eitelkeit, und eher auch etwas ermüdet..manchmal .. oder?"
      Genau darum, um Inhalte, scheint es mir hier (genauso wie "draussen") eben nicht zu gehen. Das was hier oft von einigen gemacht (längst nicht von allen, und da lese ich dann gerne mit) wird ist sehr persönliches Vorgehen gegen Menschen. Ob diese Menschen wirklich anders denken ist eine andere Frage, denn denen die man auf dem Kieker hat braucht man nicht einmal mehr zuzuhören. Und da geht es sicher auch um Genuss dabei, eben um Eitelkeiten und den persönlichen Sieg. Was man natürlich nicht zugeben darf, stattdessen muß betont werden daß man ja, ach! schon wieder eingreifen mußte um der Wahrheit Willen obwohl man es doch so leid ist. Mich kotzt das alles hier oft nur noch an.

      Tanja

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    2. @ Mischa,

      du warst selbst mal einer von nazikeulenschwigenden Zeitgenossen Verfolgter?
      Sehr interessant! Für mich gerade deswegen unerklärlich bleibt aber dein Wechsel ins andere Lager...;-)
      Halligalli kanns doch nicht gewesen sein, oder doch....?

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    3. Manche scheinen das In-die-Haut-des-Feindes-Schlüpfen um dessen Fühlen und Denken kennenzulernen anscheinend sehr wörtlich zu nehmen. Das reicht dann bis ins Handeln hinein. Vielleicht muß das bei manchen wirklich so sein. Kollateralschäden sind da wohl hinzunehmen....

      Tanja

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    4. @ Tanja – Du sagst:„Genau darum, um Inhalte, scheint es mir hier (genauso wie "draussen") eben nicht zu gehen.“

      Liebe Tanja,

      indem Du den obigen Satz bildest, dabei schaust Du zugleich auf etwas, das dir Inhalt ist. Ohne so ein Tun könntest Du deine Aussage nicht tätigen. Es würde mich freuen, wenn es dir gelänge, von besagtem Inhalt hier etwas anbieten zu können.

      Zudem sagst Du andernorts: „Ich glaube manchmal heißt Mut auch einzusehen daß man aufgeben muß.“

      Friedrich Schiller nennt das Resignation. Und die ist ihm, im mystischen Sinne, freiwillige Abwendung vom Eigenwillen bei gleichzeitiger Zuwendung zum guten Willen.

      ~ B.

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    5. Lieber Burghard Schildt,
      ich versuch es mal so zu erklären: Mein "Wunsch-Inhalt" wäre beides zusammengenommen, die von Mischa erwähnten national-romantischen Scheininhalte und die... tja, was? wahren, wirklichen, guten Inhalte nehme ich an. Das kann man auch auf beliebige andere Bereiche ausdehnen. Mir ging es bei dem was ich schrieb ja um die Herangehens- und Vorgehensweise bei der Beschäftigung mit bestimmten Themen.
      Die Art und Weise die ich kritisiere ist uralt: "Ich hab rechter als du!" Draussen auf den Straßen pöbelt der Mob handgreiflich, hier fliegen anstatt Steine Worte die verletzen sollen. Manchmal glaube ich in "meinem" alten Forum aus dem ich zum Schluß austreten mußte gelandet zu sein, nur auf höherem intellektuellen Niveau. Im Grunde ist und bleibt es aber dasselbe. Hatte ich schon, brauch ich nicht mehr.
      Dabei hab ich gar nichts dagegen wenn es in Diskussionen heiß her geht, im Gegenteil, aber da wo die Sachebene verlassen wird weil es wichtiger wird dem Andersseienden/Andersdenkenden zu verstehen zu geben daß er schlechter, dümmer, böser usw. ist als man selbst suche ich lieber schleunigst das Weite. Ich weiß aus Erfahrung daß es dann wenn es einmal so weit gekommen ist kaum mehr ein Zurück gibt. Dann gibt es entweder einen dem es immer besser geht, dem auf Kosten des anderen "Siegesenergie" zugeführt wird, während der andere ausgelaugt zurückbleibt. Oder aber es gehen beide vor die Hunde.
      Das alles bin ich so satt, zumal es zu nichts führt. Es ist doch logisch daß da wo persönlich attackiert wird es nur noch einen Überlebenskampf geben kann, da macht es auch keinen Unterschied daß statt Steine eben Worte fliegen. Worte verletzen genauso. Durch das Herabrutschen ins Persönliche wird einer konstruktiven Auseinandersetzung mit einer Sache jede Grundlage entzogen. Da kommt mir grade das Bild zweier Hunde in den Sinn die sich ankläffen ;-) . Sinn und Verstand, verstehen und verstanden werden gleich null.
      Langer Rede kurzer Sinn: Raus aus der Identifikation unter Beibehaltung der Fähigkeit sich eine - wandlungsfähige! - persönliche Meinung zu bilden.
      Das ist wohl in etwa gleichbedeutend mit "freiwillige Abwendung vom Eigenwillen bei gleichzeitiger Zuwendung zum guten Willen", wobei man natürlich aufpassen muß daß man Abwendung nicht mit Aufgabe gleichsetzt. Eigenwille ist schließlich überlebenswichtig da wo man selbst in konkrete (z.B. bringt die Angst vom Flüchtlingsstrom überrannt zu werden und die entsprechende Wut die diese Angst mit sich bringt noch niemanden direkt in Gefahr. Diesen Ängstlern mit einer Gegen-Wut und persönlichen Angriffen zu begegnen setzt meiner Meinung nach die Angst-Hass-Spirale erst recht in Gang) Gefahr gerät oder man anderen in Gefahr helfen muß.

      Tanja

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    6. Liebe Tanja,

      danke für deine Ausführungen. Für mich gilt aktuell: Die Ausnahme bestätigt die Regel. Welche Regel? Die von mir, für mich, selbst gesetzte Spielregel. Die beinhaltet in etwa: Anerkennung dessen, das jemand hier als Beitrag einbringt.

      Darin ist mit beinhaltet: Aus meinen Inhalten bloß das zu entnehmen, das sich bezugstiftend auf die Inhalte anderer auswirken kann.

      Das ist gerade nicht der Fall. Ich trage jetzt, indem ich dir schreibe, zu dem von Michael Eggert gegebenen wie einführenden Beitrag meinerseits nichts bei. Daher schrieb ich oben: Für mich gilt aktuell: Die Ausnahme bestätigt die Regel.

      Weiterhin ist in meiner Spielregel beinhaltet: Danach zu trachten und dafür Verantwortung zu tragen, mein Selbstempfinden jenseits von einer Negation des Empfindens anderer durchzutragen.

      Das besagt: Indem ich die Inhalte anderer anzuerkennen suche, dabei begebe ich mich in die Selbstherausforderung: Meine Inhalte mir so vor das innere Auge stellen zu können, dass ich mir ihrer zunehmend bewusst werden kann und in Folge in einem selbstkritischen Umgang mit ihnen sie so ins Spiel bringen kann, das das Spiel selbst weiterhin regelt, worauf ich zudem noch acht geben sollte.

      Da ich meine Ausnahme als das auch belassen will, wünsche ich dir, dass Du für dich, hier im Egoistenblog, die Art und Weise ins Spiel einbringen kannst, die den Regeln, nach denen Du für dich Ordnung zu stiften suchst, entspricht.

      ~ B.

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    7. Lieber Burghard Schildt,
      das was du hier geschrieben hast zu verstehen wird für mich eine mindestens tagefüllende Aufgabe sein. Zumindest jetzt zwischen Bad putzen und Essen kochen ist das eine nicht zu meisternde Herausforderung :-). Trotzdem, danke für deine Antwort.

      Tanja

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  31. Michaela @ Rudolf : " Schon ein sehr merkwürdiger Widerspruch !"

    Rudolf, Du schreibst: " Was ich noch nicht so richtig verstanden habe,..." Das ist ja eine Fragestimmung, und genau dieser "Widerspruch" ist auch für mich ein Rätsel. Wie kann man einerseits die Nationen am liebsten abschaffen wollen und andererseits dann - wenn es um die moralische Frage von "Schuld" - Zuweisung geht - doch wieder völkisch denken ?
    Genial, meine ich zumindest, wie Du das auf den Punkt bringst. Dazu möchte ich zunächst mal Rudolf Steiners Aussage über die Mission Deutschlands erwähnen, doch nicht im Sinne von: Der Doktor hat es gesagt, also muss es wahr sein. Sondern man kann das ja probeweise mitdenken und schauen. Mit dieser "Mission" ist ja "das Ich Europas"laut R.S. verbunden.

    Das Ich erkennt sich erst dann selbst als Geist, wenn es sich aus dem materiellen Leib rauszuziehen vermochte und sich an diesem Leib spiegelt. Das gilt beim einzelnen Menschen.
    Und da ist höchst bedeutsam, ob dieses Rauskommen aus dem Leib freiwillig geschieht, aktiv geschieht oder ob dem Ich der Leib irgendwie gegen den Willen entzogen wird und das Ich passiv das erlebt. Wo es um die Mission eines Volkes geht, das Ich Europas ins allgemeine Bewusstsein zu bringen, da müsste dieses Volk sich aus dem "Wir sind " befreien, weil dieses "Wir" sozusagen die "Tarnkappe" ist, unter der das Ich sich verbirgt. Das Paradoxe dieser Mission, wie Steiner sie darstellt, liegt darin, dass dieses Volk sich aus dem Kollektiv zuerst freiwillig rausziehen muss, um das Ich Europas darleben zu können.
    Wenn heute manche Deutsche rufen: Wir sind das Volk ! - verschwindet das Ich unter einer nationalen Tarnkappe des "Wir". Und heutzutage ist "Kollektivschuld" ein Unding.
    Solche Volksdeutsche wollen lieber erneut Reihentänze tanzen, anstatt den Tanz aus der Reihe vor die Völker Europas hinzustellen, was ihre - die der Deutschen - Mission wäre.
    Denn der Tanz aus der Reihe veranschaulicht Freiheit und Individualismus.

    Kollektivschuld ist durch Christus überwunden worden. Statt Ihn zu suchen, Dessen einzig wahrer Name ist: Ich bin - fliehen sie unter die nationale Tarnkappe des "Wir", doch solches Wir ist längst eine Illusion geworden. Es gibt kein moralisches Wir einer deutschen Nation. Dieser Leib ist den Deutschen längst abhanden gekommen. Sie müssten den Mut entwickeln, das wahrzudenken. Die Schwelle ist unbewusst überschritten worden. Es hilft nichts mehr, vor individueller Ich - Erkenntnis in das Kollektiv zu fliehen, denn dieses "Wir" ist Illusion.
    Es ist ein geistiger Leichnam.Dabei steht Luzifer, der demaskiert sein will. Der jedoch solche verfolgt, die ihn ängstlich fliehen.

    Der modernen Wirtschaft, die über nationale Grenzen hinweg Handel treiben will, sind nationale Grenzen im Wege. Und denjenigen, die wieder selber völkisch denken müssen, um Kollektivschuld attestieren zu können, kann nur ein Tanz aus der Reihe erkennbar machen, warum Kollektivschuld ein Unding ist.

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    1. Liebe Michaela,

      vielen Dank für deine mich zur weiteren Gedankenentwicklung anspornenden Worte! Ganz besonders für deine Sicht bzgl. der überfälligen Überwindung der Kollektivschuld im Sinne der Freiheit!

      Ich bin allerdings auch bei Steiner immer ein wenig vorsichtig. Die "Mission des europäischen Ichs" , noch dazu wenn die Deutschen hier die Vorreiterrolle übernehmen sollten, halte ich für fragwürdig! Hier verbirgt sich meines Erachtens nur die von Steiner oder seiner Einflüsterer bewusst betriebene Umpolung der im theosophischen Ursumpf immer schon vorhandenen "Mission der Angelsachsen" auf das Deutschtum. Vorsicht! Auch hier verbergen sich nur geistig und spirituell schön verpackte Herrschaftsansprüche!

      Was sollte denn schon ein "europäisches Ich" mit entsprechender "europäischer Identität" bedeuten? Bei ca. 50 Staaten und über 100 Sprachen, eine einzigartige wunderbare Vielfalt? Für einzelne Belange wie z.B. der wirtschaftlichen Kooperation oder des kulturellen Austauschs mit gegenseitiger Befruchtung mag eine solche ja durchaus wünschenswert sein, nicht keinesfalls für alle Belange!

      "Denn der Tanz aus der Reihe veranschaulicht Freiheit und Individualismus"

      Im geistigen Sinne gewissermassen ja, für gewisse Belange ja, aber eben nicht uneingeschränkt. Der Mensch ist und bleibt auch ein irdisches Wesen mit gewissen greifbaren Wurzeln und Sicherheitsbedürfnissen. Vorraussetzung für die Freiheit sind unter anderem feste Fundamente, Sicherheiten, auf denen freies Handeln möglich wird.

      Viele solcher Sicherheitssphären umgeben den Menschen, wie die Schalen einer Zwiebel. Jede dieser Schichten hat gewisse Funktionen. Wenn man gewisse Schalen bewusst eliminiert, können die abhandenen gekommen Funktionen oft schwerlich von den darüber- oder auch darunterliegenden Schalen übernommen werden.

      Die Reihenfolge der einzelnen Sicherheit gebenden Schichten, aud denen einzelne Bereiche individueller Freiheit aufbaubar sind, ist ungefähr folgende:
      Recht auf Privateigentum, Familie, Grossfamilie, Clan, Sippe, Stamm, Gemeinde, Region/Bundesland, Staat, Nation (auch als Kultur- und Sprachgemeinschaft interpretierbar), Staatenbünde, internationale Organisationen, EU, UNO, Weltregierung (hoffentlich niemals!!!) usw..

      Es ist ein Unding alle für Sicherheit und Freiheit notwendigen Belange und Zuständigkeit immer weiter nach den äusseren Schichten zu verlagern. Das dient nur verborgenen Machtinteressen und ist dem Ausbau individueller Freiheit diametral entgegengesetzt. Gerade die inneren Schalen sind das Fundament der Freiheit und stellen alle unabdingbare Voraussetzungen dafür dar.

      Gegen das Privateigentum agitieren alle möglichen versteckten und offenen sozialistisch inspirierten und verirrten politisch-weltanschaulichen Systeme. Grossfamilie, Clan, Stamm sind zumindest in D komplett abgeschafft. Die Familie ist auf dem besten Weg dazu!
      Was ist als nächstes dran? Die Staaten und Nationen natürlich, das letzte wozu die Mehrheit die Menschen irgendwie noch einen Bezug hat, ev. auch noch über persönliche Kenntnis einzelner Akteure! Über Jahrhunderte gewachsene kulturelle und sprachliche eminent identitätsstiftende Fundamente sollen zerstört werden! Alles was darüber liegt, ist reine seelenlose unmöglich Identität stiften könnende reine Machtausübung, für den Menschen nicht durchschaubar, greifbar und vertrauensstiftend!.
      Wie gesagt, für einige wenige Belange in der aufgrund der heutigen komplexen Welt sicher notwendig, aber keinesfalls für alles!
      Und schon gar nicht als Fundament und Voraussetzung für persönliche Sicherheit und Freiheit, also für die Identität eines individuellen Ichs!

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  32. Michaela @ Herbert Ludwig @ Holger Niederhausen

    Ich möchte Ihnen Beiden für Ihre Kommentare herzlich danken. Denn eine "rechte Ecke", in die andere Sie stellen wollen, sehe ich nicht. Und ich empfinde als eine Art von "Blockwart "- Mentalität von Rainer Herzog, Holger Niederhausen anzukreiden, er habe ja gewisse Seiten verlinkt. Wo bleibt da die Freiheit des Geistes ? Es muss ja keiner die Argumente des anderen befürworten.

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    1. Liebe Michaela,
      da Herr Niederhausen anderen (für mein Empfinden) auch die Geistesfreiheit abspricht und sie sofort in die Spott-Ecke (Kiste) stellt, lege ich bei Ihm auch andere Maßstäbe an, als ich sie normalerweise in einem geistesfreiheitlichen Dialog anlegen würde.

      (...)Dass die Menschlichkeit so verloren geht, hat vor allem damit zu tun, dass der stärkste Impuls, der für die Menschlichkeit gelegt wurde, nicht durchgedrungen ist, und das war die Anthroposophie. „War“, weil ich die Anthroposophie Rudolf Steiners meine, die heute fast nicht mehr existiert und meist völlig in ein Leichengebilde verwandelt wird.(...)
      Quelle: Holger Niederhausen

      Niederhausens Requiems auf den 'Tod der Anthroposophie' sind für mich nichts anderes, als ein geschmackloses Marketing-Konzept für seine Coaching-Klitsche:
      'Die Anthroposophie (und damit auch die ganze Welt) ist tot - kommet zu mir, wenn Ihr des Lebendigen Odems teilhaftig werden wollt

      Was Ingrid an anderer Stelle erwähnt hat, halte ich selbst diesbezüglich auch für das alles entscheidende:
      Nämlich dass es nicht nur darauf ankommt welche Ansicht/Haltung man vertritt, sondern besonders auch darauf, ob der richtige Zeitpunkt und der richtige Kontext dafür gegeben sind.

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    2. "Denn eine "rechte Ecke", in die andere Sie stellen wollen, sehe ich nicht"

      Ich sehe das genauso. Es gibt keine "rechten Ecken" hier, ausser in der Phantasie der des freien Denkens nicht fähigen "Blockwarte", die vergessen haben, dass jede Wahrheit viele Seiten haben kann, die scheinbar widersprüchlich doch die Realität darstellen. Die Realität kann nicht mal annäherungsweise durch selektive Geschichts-Wahrnehmung und zwanghaftem Ausblenden von Teilaspekten dargestellt werden.

      Herr Rainer Herzog hat sich hier mal über mich lustig gemacht, weil ich bei einer Bezugnahme vom "Herrn Ludwig" sprach. Die Anrede "Herr" wollte er ihm nicht zugestehen, weil er sie gleichsetzte mit der Aussagewertigkeit von "Herr Hitler".

      Einem lebenden Menschen die Anrede "Herr" nicht mehr zugestehen zu wollen, finde ich zutiefst menschenverachtend, unterste Stufe!

      Aber so sind sie nun mal, die heutigen "geistigen" Rassisten, die keine anderen Meinungen stehen lassen können und selbst historische Fakten, die sie ausserstande sind zu widerlegen, nicht wahrhaben wollen.

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  33. Liegt des "Pudels Kern" nicht in der Frage, ob es tatsächlich jemals eine "jüdisch-freimaurerische Weltverschwörung" gegeben hat beziehungsweise gibt?
    Es gab sie nie! Behaupte ich. Lediglich die Bestrebungen Christian Rosenkreutz` gingen in diese Richtung, hatten jedoch in Wahrheit gar nichts von einer Verschwörung.
    Wer behauptet, es gäbe eine solche Verschwörung, irrt entweder oder gehört zu denjenigen, die ein Interesse an dieser "Mär mit tödlichen Folgen" hatten und haben.
    Fragen wir also einfach mal, wer die Mär in die Welt gesetzt haben könnte?

    Ich sehe es so, dass es die schlimmsten Gegner des Rosenkreutzertums sind. Ich würde diese Kräfte als "extraterrestrisch" bezeichnen (weil das so schön materialistisch klingt) oder als soratisch/asurisch, oder anders gesagt: nicht zur Erde und unserem Planetensystem (unserer Schöpfung) gehörig. Leider sind sie viel intelligenter als wir, aber sie haben die Liebe nicht - das ist sozusagen unser einziger Vorteil.
    Vorschlag:
    Warum gründen wir nicht einfach eine jüdisch-freimaurerisch-anthroposophisch-christliche Weltverschwörung und legen diesen Arschlöchern endlich das Handwerk?

    Love

    Ameli

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    1. Liebe Ameli,

      »Warum gründen wir nicht einfach eine jüdisch-freimaurerisch-anthroposophisch-christliche Weltverschwörung und legen diesen Arschlöchern endlich das Handwerk?«

      Weil jede Verschwörung, die ganze Gruppen von Menschen von vornherein nicht an der Planung teilhaben läßt, vor allem bewirken würde, daß die besagten „extraterrestrischen Kräfte“ sich ins virtuelle Fäustchen lachen.

      :-)

      Lieben Gruß,
      Ingrid

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  34. Michaela: Vorsicht Humor !!! (Falls Keuler mitlesen sollte)

    Es wird Keuler nicht gefallen, was ich hier zu bedenken gebe : Eurythmie braucht nun mal -da beisst die Maus keinen Faden ab - Bewegungsfreiheit. Würden wir z.B. lauter Leute da auf die Bühne bringen, die alle das linke Bein nicht hochkriegen würden, weil es lahm ist bei denen, würde das Publikum zwar lachen. Nur wäre es keine Eurythmie. Es wäre Slapstick.
    Schleiertanz mit Schlagseite, ja ?
    Und nun redet Keuler ja von dem besonderen "Hirn" spezieller Menschen und von deren Denken.
    Manche Menschen brauchen jedoch kein materielles Gehirn zum Denken, die können das Hirn auch mal in Urlaub schicken, abstellen, weil denen ein Pfeifenkopf zum Denken ausreicht !
    Z.B. Krischan bei Wilhelm Busch.

    Welcher Engländer und Jude hat PERSOENLICH den 2. Weltkrieg GEWONNEN ?
    Er gehört zum Jet Set. Die Band, in der er spielt, ist ein milliardenschwerer Konzern.

    Nachdem diese Band 1964 oder so in Berlin aufgetreten war, verabschiedeten sie sich von der Treppe zum Flieger aus von den Massen ihrer deutschen Fans. Der Engländer und Jude erhob den rechten Arm zum Siegesgruss. Ein Einzelner vor der Masse.
    Es gibt die Sonne, es gibt den Mond. Und es gibt die Rolling Stones. Keith "Keef" Richards ist dieser Engländer und Jude, den ich meine. Bill Clinton durfte im Beacon Theatre diese Band ansagen ! Und der sagte, Keith Richards und Kakerlaken seien "die einzige Spezies, die einen Atomkrieg überleben " können.


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  35. Michaela @ Rudolf: " identitätsstiftende Fundamente"

    Lieber Rudolf,
    Michael Eggert hat doch mal hingewiesen im Zusammenhang mit der heutigen Zeit auf ein Wort Rudolf Steiners, das ich nur noch sinngemäss erinnere: Wir müssen Vertrauen setzen in die Hilfe der geistigen Welt. Gerade dann, wenn äussere "Sicherheiten" irgendwie wegbröseln.

    Diese identitätsstiftenden "Fundamente", die Du erwähnst, die sind doch gar nicht mehr da.
    Wo alle Welt von Rettungs - Schirmen spricht - denke das bitte mal anschaulich - müssen wir an freien Fall und an Abgrund denken. Nicht nur in Deutschland.
    Diese komplette sogenannte Zivilisation ist auf schiefer Ebene. Wenn wir unsere Identität mit dem materiellen Goetheanum oder mit sonstigen materiellen Werten verbinden wollten, müssten wir in der Vergangenheit leben.
    Der Einzige, Der neue Identität stiften kann, ist der Gott namens : Ich bin.

    Wenn nicht jeder Einzelne sich unter Ihm demütigt, nicht bereit wäre, für Ihn sich selber samt materiellem Körper wegzuschmeissen an der Schwelle - auf das deutsche Volk angewandt muss das Volk seine "Blut und Boden - Identität" hinter sich lassen - wäre das Ich Europas eine Totgeburt.
    Solange wir nicht Ihn suchen, durch geistige Augen zu schauen, könnten wir noch so viele Kirchen bauen, die Pfaffen würden uns geistig versklaven.
    Der Dom aus übersinnlichem Licht ragt vom Gewitterblitz bis zur Sonne und weiter hinauf bis zum Saturn, und kein Krieg dieser Welt kann diesen Dom, der eine Hochschule ist, zerstören.

    Suchen wir individuell das Ewige im Kosmos und im Menschen, dann finden wir die Quelle, die eine Identität stiften kann, welche nicht mehr sich ängstlich anklammern muss an Kirchen, die übermorgen zur Disko mutieren, an Pfaffen, die sich drum streiten, ob sie gemeinsam vom Weinstock trinken und Brot essen oder sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, an money grabber, die uns scheissenfreundlich "erklären", warum wir Hedgefonds kaufen müssen.

    Deutschland - so sehe ich das - muss durch eine Null durchgehen und das Alte hinter die Schulter werfen samt "Sicherheiten", dann wird es zum Segen der Völker.
    Wollte es da wieder anknüpfen, wo Duckmäusertum herrschte in der Vergangenheit würde es nur noch zur Last fallen.

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    1. Liebe Michaela,

      äussere Sicherheiten, die sich der Mensch geschaffen hat, bröseln dann weg, wenn dies von Menschen gewollt ist, die den entsprechenden Geist erfinden, der ihnen dabei hilft und ihre Aktionen "geistig" rechtfertigt! Die "geistigen Sicherheiten" der heutigen Menschheitsführer sind leider keinen Pfifferling wert! Auf die Sicherheiten dieser "geistigen Welt" vertrauen? Nein, auf keinen Fall!
      Selbst ist der für sich denkende und sich seinen Geist erschaffende Mensch. Sicherheit gibt der eigene Geist, und derjenige der Menschen in die man vertraut, die man liebt!

      Natürlich sind viele Fundamente, die man mutwillig zerstörte, nicht mehr da. Das kann doch keine Rechtfertigung sein, die verbliebenen auch noch zu zerstören. Was ist das bitte für eine Logik?

      "Rettungsschirme"...wie witzig...die Frage wer dadurch wohl gerettet werden soll, fällt ja beinahe auch schon unter die Rubrik Denkverbote!
      Gott kann nur insofern Identität stiften, als er uns die Gewissheit gibt, dass alles von ihm kommt, aber eben auch die Freiheit des Menschen die schiefe Ebene auf der wir uns befinden wieder zu begradigen!

      Das "Ich Europas" ist so eine geistige Chimäre, unter der man viel verstehen kann und die zur Rechtfertigung aller möglichen Ideen und programmatischen Ziele herhalten kann, nicht zuletzt der von der Mehrheit der Menschen ungewollten Überstülpung des Monstrums der "europäischen Nation" über uns alle, vermutlich als Vorstufe der fernab aller VT offen diskutierten Weltregierung.

      "Deutschland muss durch eine Null gehen....zum Segen der Völker", da gehe ich sicher nicht mit. Warum auch? Ist je nach Auslegungsmöglichkeit entweder purer Deutschlandhass oder nur eine andere Version des "am deutschen Wesen, soll die Welt genesen."
      Beides lehne ich aus tiefstem Herzen ab!

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  36. Michaela @ Tanja @ Stephan Birkholz

    Liebe Tanja,
    Du hast mir gestern geschrieben, es gehe darum, auch "aufgeben" zu können. Fragte mich nachher, wie das gemeint war, worauf bezogen. Behielt diese Frage im Bewusstsein und konnte zunächst wenig damit anfangen. Ich dachte dann, das sei mehr allgemein von Dir gemeint.
    Und heute erst ist mir klar bewusst geworden, warum Du mir genau das mitgeteilt hast, was ich selber unbedingt beherzigen muss, um nicht durch jemand kräftemässig ausgesaugt zu werden.

    Dieser Mann erledigte bisher manches für mich, was ich weniger gut kann, und das nicht für umsonst. Und dann erzählt und erzählt der mir per Monolog nur von sich selber und von seiner kranken Frau und seinem Sohn und von Politik, ohne auch nur mir eine einzige Frage zu stellen.
    Stundenlang Monologe. Sein bester Freund kritisierte ihn dafür, dass er keine Frage stellt.
    Der erzählt Sondermüll und kippt mir diesen Kübel voller Unfug drüber. Und das artete soweit aus, dass ich den paarmal schon rausgeschmissen hatte. Der kommt immer wieder und erzählt mir denselben öden Sondermüll über sich selber. Der weiss sowieso immer alles besser,daher ist das sinnlos, selber was zu sagen. "Nein, das Gegenteil ist ja der Fall. Das stand ja so in der und der Zeitung." sagt der dann und quatscht mich dumm & dusselig...
    Heute früh kam der schon wieder, bevor mein Mann kommt. HEUTE wurde mir blitzartig klar, dass Deine Botschaft vom Aufgeben wertvoll ist. Ich habe aufgegeben, für diesen Besserwisser auch nur eine Minute Zeit noch zu verschwenden "Keine Zeit, Du musst jetzt gehen."
    Der hat den Tunnelblick auf sich selber. Vielleicht war das Deine Intuition,Aufgeben zu erwähnen, worauf ich selber kaum gekommen wäre.
    @ Stephan Birkholz : Lieber Stephan, habe nicht alles von Holger Niederhausen gelesen.

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    1. Liebe Michaela,
      es ist beides, allgemein gemeint und auch sehr persönlich. Darum muß ich sehr aufpassen daß ich hier nicht persönlich werde.
      Das was hier zur Zeit passiert und was ich hier schon länger immer wieder mal beobachte hab ich über längeren Zeitraum ... am eigenen Leib weniger, aber umso schmerzhafter in der eigenen Seele zu spüren gekriegt. Leider hab ich da so eine Krankheit, nennt sich empathisches Empfinden. Und leider muß ich mich wider besseren Wissens einmischen obwohl ich viel lieber ein für alle mal schweigen können würde. Das meinte ich mit aufgeben. Mich als so schwach, verletzt und verletzlich outen wie ich eigentlich bin. Mit der unnötigen Kämpferei um etwas das eh verloren ist und was ich nicht ändern können werde so sehr ich mich auch anstrenge stelle ich mir selbst ein Armutszeugnis aus.
      Übrigens, deine Geschichte kann ich gut nachempfinden.

      Tanja

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    2. @Michaela
      Der Herr Niederhausen lebt im Wesentlichen in dem Wahn (anthroposophisch könnte man es auch einen luziferischen Verkennungsprozess nennen), der einzige lebendige Zeuge Rudi zu sein - alles andere, was sich außerhalb seines Dunstkreises anthroposophisch nennt, erklärt er auf seiner Internet seite für tot.
      Vermutlich gibt es im Werk Steiners nur eine Stelle die er nicht kennt und die befindet sich in GA10:

      Und in solchen Dingen kann doch jeder nur bei sich selbst zu reformieren anfangen. Nichts fruchtet es, im Sinne solcher Gedanken allgemeine Forderungen an die Menschheit zu stellen. Wie die Menschen sein sollen: darüber ist leicht ein Urteil gebildet; der Geheimschüler aber arbeitet in der Tiefe, nicht an der Oberfläche. Es wäre daher ganz unrichtig, wenn man die hier angedeutete Forderung der Geheimlehrer mit irgendeiner äußerlichen, etwa gar einer politischen Forderung in Verbindung brächte, mit der die Geistesschulung nichts zu tun haben kann. Politische Agitatoren «wissen» in der Regel, was von anderen Menschen zu «fordern» ist; von Forderungen an sich selbst ist bei ihnen weniger die Rede.
      //
      Seinen Ansichten, dass Ehrfurcht und Liebe die zukünfig wesentlich tragenden Seeleneigenschaften sind, teile ich voll und ganz - aber ich meine, dass man diese Eigenschaften nicht von seiner Umgebung einfordern kann, wie Niederhausen es unablässig tut.
      Durch meine Versuche, ihn humorvoll etwas aus seinem Wahn zu erwecken, fühlt er sich leider immer nur verspottet (schade).

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  37. Vielleicht ist "der Herr Ludwig" ja nun doch kein schlechter Mensch: Es gibt einen brandaktuellen Artikel auf seiner Website gegen Hartz 4.
    Prompt gab es Beifallsbekundungen von H.Niederhausen: "Dass Herbert Ludwig für das freie Individuum eintritt und damit eine Liebe zum Menschen haben muss..." Jetzt wird alles wieder gut. Wir "Verständnislosen" (HN) sind selbstverständlich nachsichtig und milde.

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    1. Die Gänsefüsschen beim Herrn Ludwig deuten aber weder auf Nachsichtigkeit noch auf Einsicht hin....

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  38. Halloo Michael,

    Herr Doktor Professor Peter Staudenmaier has once again commented on this Egoisten thread on the Waldorf Critics Yahoo group here

    https://groups.yahoo.com/neo/groups/waldorf-critics/conversations/messages/30652

    à la the movie Casablanca, he “rounds up the usual suspects,” (Er verhaftet die üblichen Verdächtigen.) And I provide my own jaunty translation of “nuttier conspiracists”)

    ——————————
    “The [Egoisten] post has generated an extensive exchange, joined by two of the nuttier conspiracists (hirnrissigere VTer) in today's anthroposophical milieu, Herbert Ludwig and Holger Niederhausen. As I noted earlier this week, their claims are classic examples of the remarkable degree of political confusion and historical naïveté that are so prevalent in parts of the anthroposophist movement.

    These are not, alas, marginal viewpoints among Steiner's latter-day followers, the kind of thing found merely on obscure blogs. Similar ideas are promoted by authors like Markus Osterrieder and Terry Boardman with the imprimatur of mainstream anthroposophist publishers, as well as by figures like Lorenzo Ravagli, editor of the chief Waldorf journal. These are the same notions that make all too many corners of anthroposophy today a comfortable home for Holocaust deniers, antisemites, and conspiracy enthusiasts.”
    ——————————

    Then he describes Jürgen von Grone, the Anthroposophist who supported Hitler and the Nazis during the war and blamed England for Hitler’s invasion of Poland.

    ———————————
    “Jürgen von Grone was a major figure in the anthroposophist movement. His wartime articles are emphatically pro-Nazi and are built around occult conspiracy theories. They champion the German military and celebrate Hitler's conduct of the war, while deriding the decadent French and the world-dominating British. Published from May 1940 to November 1942 in the Nazi journal Wir und die Welt, the articles offer a ringing endorsement of Nazi Germany's military campaigns. . . . ‘
    ——————————

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    1. Hello Michael,

      Last January I had discussed Herbert Ludwig’s blog on the WC Gruppe and even translated his blog title and motto. (Jan 8, 2015)
      https://groups.yahoo.com/neo/groups/waldorf-critics/conversations/messages/29149

      “The blogger is Herbert Ludwig and he is now a retired Waldorf teacher, having taught for 27 years at the Goethe School in Pforzheim.  

      The title of the blog is a dead giveaway of his anthroposophical bent, since Steiner was always exhorting his followers to look behind the opaque curtain of external happenings in society because the real causes of current and historical events are to be found behind that curtain or beneath that surface or beyond that veil of Maya. 
      FASSADENKRATZER:  Blicke hinter die Oberfläche des Zeitgeschehens
       
      With my first translation, he seems a bit modest in only scratching the surfaces or facades
       SCRATCHING THE SURFACE: Glimpses behind the veneer of current events
       
      I could make him bolder when enough scratching leads to a breakthrough
       CRACKING THE FACADES: Glimpses below the surface of current events
       
      Either way, the clear lesson is that historians like Zander and Staudenmaier may give us accurate glimpses of the facades or surfaces of external events, both present and past,  but only spiritualized historians like Osterrieder and Boardman can break through the “Maya” of the facades and tell us about the real PTBs (Powers That Be) who are orchestrating everything behind the scenes.
      
Thus we may see the scholarship of Zander and Staudenmaier as, well . . .  superficial. 
       
      But, as the Wizard of Oz told Dorothy when he was revealed by her “Mr. Dog” named Toto:
       “Pay no attention to the man behind the curtain.”


      And then Peter Staudenmaier followed up my posting with more details about Herr Ludwig here (Jan 9, 2015)
      https://groups.yahoo.com/neo/groups/waldorf-critics/conversations/messages/29156

      Herbert Ludwig is a good example of that perspective, which is fairly typical for the right wing of contemporary anthroposophy. Ludwig is, among other things, an ardent defender of Steiner's racial teachings, and he writes for Der Europäer, one of the major anthroposophist conspiracy journals and a mouthpiece for the right-wing fringe among Steiner's latter-day followers. His musings on Steiner have even appeared in Junge Freiheit, the most prominent German organ of the New Right. He sometimes gets critical attention from anti-fascist observers of the far right scene (Ludwig calls them "criminal anti-fascists"); for one example from 2013, see here:

      https://linksunten.indymedia.org/en/node/77092

      For those who thought the Waldorf movement was more or less safe from this spectrum of views -- from abstruse conspiracy myths to World War I 'revisionism' to antisemitic legends to Holocaust denial and so forth -- beliefs like Ludwig's are a disturbing counter-example. There are, alas, any number of others. Anthroposophists who do not want to see their movement sink into that swamp would do well to start paying attention to the dubious figures in their midst.

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    2. Lieber Tom, Danke für die Verweise und Deinen Text. Das hatte ich nicht mitbekommen. Ich teile voll und ganz Deine und Peter Staudenmaiers Einschätzung. Das Ausmaß und die Radikalität dieser rechten Fraktion ist offensichtlich sehr viel größer als von mir gedacht. Es gibt auch keinerlei Einlenken dieser Leute angesichts der Tatsache, dass jede Nacht in Deutschland eine Flüchtlings- Unterkunft in Flammen steht. Diese Leute sind für den Mob mit verantwortlich- sie sind in meinen Augen Ideologen eines potentiellen Terrors. Ein Keuler mit seinem offenen Antisemitismus, seinem Hass und seiner faschistischen Genetik bringt es lediglich auf den Punkt, was "Europäer" faseln.

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    3. Michael, I posted your response on WC for Peter and then gave a translation (with explanatory notes in brackets [....].)

      -------------------

      Dear Tom, Thanks for the links and your text. I had not noticed them before. I fully share your and Peter Staudenmaier’s assessment. The extent and radical nature of this right-wing faction is obviously much bigger than I had previously thought. These people are relentless, given the fact that every single night in Germany, a refugee accommodation is set on fire. These people are responsible for the mobs — in my eyes they are ideologues of potential terrorism. [The Anthroposophical Fascist Rüdiger] Keuler with his open anti-Semitism, his hatred and his fascist genetics comes right to the point, in the drivel [you can read in the right-wing Anthroposophical magazine called “The] Europeans.”

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    4. Tom, wir hatten hier in Deutschland eine über ein Jahrzehnt mordende rechts- terroristische Gruppieung NSU https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistischer_Untergrund die von unseren Nachrichtendiensten auf mysteriöse Art übersehen worden ist. Die Dienste waren auf dem rechten Auge vollkommen blind. Zunächst dachten wir im Westen, das sei ein ostdeutsches Problem. Aber die Ausländer- feindlichen Anschläge nehmen überall in Deutschland zu. Die Flüchtlingswelle die von Vielen freundlich begrüßt wird, ist durchaus in Gefahr. Das sind. Die Hintergründe für ein schwieriges politisches Szenario- in Deutschland wie in weiten Teilen. Europas. Daher ist auch den schwachsinnigsten anthroposophischen Rechtspopulisten energisch entgegen zu treten. Es kann immer jemand geben, der den Hassrednern Taten folgen lässt.

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    5. Tom, was sich da auftut, thank you. Man konnte es in Teilen erahnen, neben allem anderen (und i.d. Zusammenhang des Er-Ahnens = sind es ja vielleicht und u.a. wirk-lich die Ahnen, die da wirk-sam mithelfen bei der Aufdeckung ;-) Hellhörig sein (oder werden) ist sicher auch ein gutes Instrument in unserer Zeit ;-))

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    6. Vielleicht könnte man es mit der Unterscheidung zwischen 'Anthroposophie' und 'Im Fahrwasser der Anthroposophie' etwas entzerren...
      //
      Schön wär' s, wenn' s so einfach wäre...

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  39. Michaela @ Rudolf: Lieber Rudolf,

    " Sicherheit" sagst Du, gibt der eigene Geist und derjenige der Menschen, in die man vertraut und die man liebt. Ja, Liebe stelle ich an die erste Stelle.
    Wir reden jedoch aneinander vorbei in puncto geistiger Welt und Freiheit und Deutschland.
    Die innere Freiheit, die mir Gewissheit und eine mit ihr verbundene Sicherheit gibt, die verdanke ich nicht mir selber, nicht meinem eigenen Menschengeist sondern dem göttlichen Geist.
    Dieser führte mich zu Rudolf Steiners esoterischer Schulung erst hin, und ohne genau dieses Training wäre ich heute ohne Liebe,Partner, wäre gesundheitlich ruiniert und müsste wahrscheinlich trotzdem Erwerbsarbeit leisten. Und das völlig Unlogische,Paradoxe liegt darin,
    dass dieses Training mir die Kraft gab, auf ein gewisses Vermögen zu verzichten und gerade durch dieses Verzichten habe ich es statt jemand anders erhalten.
    Dieses Training verdanke ich auch nicht mir selbst sondern Rudolf Steiner.
    Mir selber verdanke ich nur den festen Willensentschluss zum Ueben, ansonsten nur Schwächen.

    Diese Behauptung von mir, Deutschland müsse durch eine Null hindurch, hat üb erhaupt nichts mit Hass zu tun. Sondern ich sagte das im Bewusstsein, dass an der Schwelle - wenn jemand schon vor dem realen Tode an ihr eine Erfahrung durchlebt - es auch ein Durchleben einer Null zuerst ist, danach ist der Mensch ein neuer Mensch geworden, ist geistig verjüngt worden.
    Das wünsche ich für Deutschland. Weil ich meine, Deutschland ist schon längst in mystischem Tod und hat das nur nicht bemerkt. Es gibt Leute, die irgendwie eine Weile für "klinisch tot" erklärt werden, die man reanimiert. Denen fehlt jede Erinnerung. Andere durchleben das so, dass sie den "Faden" des Bewusstseins und der Erinnerung an das Durchlebte festhalten.
    Die haben danach Erinnerungen. Das Märchen Frau Holle erzählt das in Bildern. Zuerst der mystische Tod. Das Kind ist schon in den Brunnen gefallen, hält aber die Spindel fest und bringt sie nachher ins Erdenleben zurück.
    Aehnlich bei Schneewittchen. Das Kind liegt schon im Sarg. Dann Erschütterung,Schreck und
    Auferstehung aus Todesbann. Oder Rotkäppchen. Wer schon vom Wolf gefressen wurde, ist eigentlich schon an magischem Ort gefangen. Im Magen. Diese echten Märchen erzählen in Bildern dasjenige, was Steiner durch: " Wie erlangt man....?" in modernerer Form erzählt.
    Da ist es Bewusstseinswissenschaft, Geisteswissenschaft.
    Du bewertest das etwa ganz anders, oder ?

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    1. Liebe Michaela,

      ja, ich denke wirklich, dass ich vieles anders sehe.
      Für mich ist die Geisteswissenschaft hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt interessant, was man mit Menschen alles so machen kann und wie diese reagieren, wenn man sie mit Erfundenem konfrontiert, das man aber als Wahrheit ausgibt. Was die Folgen sind, wenn Menschen Phantasie als Wahrheit erfahren, auffassen, glauben, "erkennen" oder was auch immer.
      Die Lehre von den Möglichkeiten und Endergebnissen von psychologischer Beeinflussung und möglicher Formung des menschlichen Geistes.

      Nein, im Ernst, ich finde das schon eine ungeheuer interessante Wissenschaft.
      Mein Steiner-Zugang ist sehr ungewöhnlich, schräg...wurde mir attestiert.
      Hypothesen werden Wahrheiten, Phantasiegebilde werden Erkenntnisse, Glaubensinhalte zu Realitäten, wirkliche Realitäten zu Trugbildern, Lügen werden (geistes)wissenschatliche Tatsachen, Phantastereien zu Lebensinhalten, Gedanken und Handlungen zum Karma usw usf....oder ist alles umgekehrt? Wie auch immer...Ich weiss, ich bin ein Leugner.......aber nur nicht meiner selbst. Und auch nicht der geistigen Welt. Sie existiert, aber nicht in der Form wie es uns die Anthroposophie glauben ( oder eben "erkennen" ) lassen möchte.
      Und dennoch, wir haben vieles gemeinsam. Sehr Vieles! ;-)

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  40. Michaela @ Tanja @ Stephan Birkholz

    Liebe Tanja,
    Du darst ja schweigen. Musst nicht persönliche Dinge ausplaudern. Bin keine Medizinerin, die sich auskennt mit einer Krankheit namens empathisches Empfinden. Könnte es nicht sein, dass es keine Krankheit sondern Begabung ist ? Auch Aerzte können irren ! Wenn da gesunde und geistig Hochbegabte kommen, verdienen sie an denen gar nichts.
    Musst ja nicht antworten, persönlich werden. Freiheit. Ich will auch mal schweigen für eine Zeit lang. Muss gleich was kochen und danach ein Winterhäuschen für Igel fertigbasteln.
    Dann für meinen Mann da sein.
    @ Stephan Birkholz: Dieses Schnecken - Logo finde ich interessant. Tier mit niederem Häuschen. Mal männlich mal weiblich auf Schleimspur unterwegs. Und diese Tierchen sollen ja sogar Liebespfeile abschiessen -) -) (- (- Wer getroffen wird, mutiert vielleicht sogar zur Mutterschnecke, wenn das vorher eine Vaterschnecke war ? Oder so ? Wer weiss ?
    Sehr mysteriöse Tiere.

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    1. Liebe Michaela, ich gehe jetzt einfach mal davon aus daß dir schon klar ist daß die "Krankheit empathisches Empfinden" eine ironische Umschreibung war um klarzumachen daß Mitempfinden eben nicht immer so angenehm ist ;-) .

      Tanja

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  41. Michaela: Liebe Tanja, wahr ist, dass ich zuerst stutzig wurde und mich fragte, wie denn Empathie eine Krankheit sein könne ? Dann war es die Frage, ob das Mitfühlen irgendwie vielleicht enorm gesteigert sein könne ? Wollte nicht glauben, dass Du krank bist, eher hätte ich geglaubt, dass manche Aerzte vielleicht mit Tunnelblick auf Kohle unterwegs sind.
    Bis zur Ironie hat es bei mir nicht geklingelt, vielleicht weil Du von "Armutszeugnis" was sagtest.
    Zuerst war die Frage da: Braucht sie etwas Unterstützung ? Grundsätzlich kein Problem.
    Eben kam durch - doch nicht auf dem Gefühlsweg, auf anderm Weg- Du leidest.
    Keine Ahnung woran. Wäre vielleicht zu persönlich. -) So, hoffe, der Igel zieht ein und frisst diese Schnecken weg. :-)

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  42. Michaela @ Rudolf: Du selber bist ein Indiz dafür, dass Holger Niederhausen im Recht ist, wenn er behauptet, die Anthroposophie sei ein Leichnam, sei tot. Denn Du bist einer der Fledderer dieses Leichnams. Du unterstellst Steiner, er habe "Erfundenes" als "Wahrheit" ausgegeben, Du bezichtigst Steiner der Lüge. Obschon Du von diesen Dingen keinen blassen Schimmer hast, geschweige denn, eine Ahnung und schon gar kein Wissen.
    Doch Dir ermangelt es auch an Vorstellungs - Vermögen betreffs dieser für Dich noch geheimen Dinge. Ich erkenne, warum das von Ingrid berechtigt war, zu sagen, bei Dir sei da jede Liebesmüh vergebens, und warum Michael Eggert als Stuss benannte, was Du absonderst.
    Mich widert Dein Kommentar nur noch an. Ich gebe hiermit auf, Dir noch Aufmerksamkeit zu widmen. :-))

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    1. @Michaela,

      Kennst mich doch, vieles ist doch nur Provokation, weil dadurch interessante Überlegungen überhaupt erst möglich werden...nimm doch bitte nicht immer alles so ernst..;-)

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    2. Die Anthroposophie ist im Gegensatz zu Steiner nicht tot. Sie ist das, was wir aus den Mitteilungen Steiners machen. Und das erfolgt eben heute nicht immer im Sinne Steiners.

      Ich bin kein Leichenfledderer. Steiner ist zwar tot, aber seine Aussagen sind in der Welt, sie leben.
      Ich bin einer der wenigen, der Steiner nicht für seine eigenen Zwecke instrumentalisiert, der sich an die Weisungen Steiners hält.
      Steiner selbst hat bestimmt, dass 30 Jahre nach seinem Tod, seine Hinterlassenschaften Allgemeingut werden und jeder (wörtlich) damit machen kann was er will. Ich kann nachvollziehen, dass "gläubige Anthroposophen" das nicht wahrhaben wollen, dass es ihnen sogar im Herzen weh tut, wenn es abweichende Meinungen über ihn gibt. Nicht nachvollziehen kann ich aber persönliche Angriffe und Beschimpfungen, wenn man dann eben wirklich mit Steiner macht, was man will und Andersdenkenden vorhält, sie würden Schwachsinn erzählen. Das ist arrogante Schulmeisterei und zeugt von Unfähigkeit abweichende Meinungen zu akzeptieren!

      Ich habe niemals gesagt, dass Steiner mit böser Absicht gelogen hat. Da werde ich immer wieder missverstanden!
      Eine der zentralen Botschaften Steiners ist, um es kurz zu fassen und ohne fremde Zitate, dass man die Wahrheit sagend lügen kann, genauso wie man lügend die Wahrheit sagen kann.
      Es kommt ja immer auf die Wirkung an, die eine Wahrheit oder eine Lüge in den Adressaten einer Aussage erzeugt. Auch Lügen können eine positive Ausrichtung haben, das wird oft verkannt.

      Ein klassisches Beispiel für "die Wahrheit sagend lügen" ist die selektive Geschichtsdarstellung. Obwohl die Wahrheit gesagt wird, wird aber durch Ausblenden anderer Seiten derselben Wahrheit ein falsches Bild erzeugt, dass in den Rezipienten eine ähnliche Wirkung wie eine Lüge hervorruft.

      Lügend die Wahrheit sagen tut man beispielsweise in der Satire, beim überspitzten und übertriebenen Darstellen von Sachverhalten und beim für gesunde Menschen sofort erkennbaren ganz offensichtlichen Lügen. In diesem Bereich sind Steiners Lügen angesiedelt, wo er denn gelogen haben sollte. Abgesehen davon, dass Lügen eine grundlegend menschliche Eigenschaft ist, ausnahmslos jeder Mensch im Leben irgendwann lügt, und das Beleidigtsein wenn man Steiner der Lüge bezichtigt nur davon zeugt, dass man in Steiner nicht einen Menschen, sondern einen unfehlbaren Guru oder Halbgott sieht, was absolut hirnrissig ist.

      Ich habe mehrmals versucht, meine Meinung über Steiner in diesem Zusammenhang kundzutun. Ich kann verstehen, dass sie nicht verstanden oder geteilt wird, aber persönliche Angriffe vom Typ Michaelas weise ich zurück!

      Es ist eben nicht mein Ziel Steiner schlecht zu machen, sondern kundzutun, was meiner Meinung nach die wahre Intention Steiners war. Nämlich durch Offenlegung der Geisteswissenschaft den Menschen ein Instrumentarium in die Hand zu geben. Wie wir es anwenden liegt an uns.
      Natürlich bleibt das Risiko, dass es negativ angewendet werden könnte..
      Es liegt an uns, dieses Risiko zu minimieren, die Geisteswissenschaft mit positiver Ausrichtung anzuwenden. Das war die Intention Steiners, er wollte uns mitteilen, dass man auch aus der Lüge lernen kann und diese auch positiv verwenden kann, er wollte uns wachrütteln, und nicht einschläfern wie die heutigen gläubigen Anthroposophen!
      Ich meine, dass nur wenn wir dies erkennen, wir Steiner auch in der rechten Weise gerecht werden können und ein ehrenvolles Andenken an ihn bewahren.

      Natürlich lasse ich andere Meinungen stehen, ich bezeichne sie im Gegensatz zu Michaela nicht als "Stuss".

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    3. Rudolf, genau, wirst hier einfach nicht mehr ernst genommen, gel?...und darin liegt ebenfalls deine Inkompetenz....etwas durchgeknallt bist...

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    4. Lieber Rudolf,

      Du scheinst da einen ganz erstaunlichen „blinder Fleck“ zu haben.

      Du sagst einerseits:
      »Nicht nachvollziehen kann ich aber persönliche Angriffe und Beschimpfungen, wenn man dann eben wirklich mit Steiner macht, was man will und Andersdenkenden vorhält, sie würden Schwachsinn erzählen. Das ist arrogante Schulmeisterei und zeugt von Unfähigkeit abweichende Meinungen zu akzeptieren!«
      und andererseits:
      »Natürlich lasse ich andere Meinungen stehen, ich bezeichne sie im Gegensatz zu Michaela nicht als "Stuss“.«

      :-) Bleibt nur noch die Frage offen, worin genau Du den Unterschied erblickst zwischen »Schwachsinn« und »Stuss«...

      Siehst Du wirklich nicht, daß es mindestens ebenso »arrogante Schulmeisterei ist und von der Unfähigkeit zeugt, abweichende Meinungen zu akzeptieren«, wenn man, wie Du es tust, »Andersdenkenden vorhält, sie würden Schwachsinn erzählen«?

      Natürlich kannst Du mit den Mitteilungen Rudolf Steiners machen, was Du willst – aber wenn Du von anderen erwartest, daß sie damit ebenfalls das machen, was Du willst, dann wirst Du wohl (hoffe ich jedenfalls!) immer wieder enttäuscht werden.

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    5. Liebe Ingrid,

      Ich ging eigentlich davon aus, dass meine Ausdrucksweise klar sei. Aber klar, es könnte schon sein, dass in meiner Aussage irgendwas grammatikalisch nicht stimmt, was dann zu einer ungewollten Sinnentstellung führte!

      Meine Aussage sollte aber ganz klar sein, dass ich es nicht akzeptiere, wenn andere (in diesem Fall Michaela) mir vorwerfen, Schwachsinn zu verbreiten
      Nicht ich wollte also anderen Beitragsschreibern hier vorwerfen Schwachsinn zu verbreiten , sondern ich wollte anmerken - mich dagegen verwehrend - , dass mir dies vorgehalten wurde (seitens Michaela).

      Ich hatte ja gerade geschrieben, dass ich jede abweichende Meinung stehenlasse, aber eben nur persönliche Angriffe zurückweise.
      Und einen Unterschied zwischen Schwachsinn und Stuss ausmachen zu wollen, tja, das wäre wohl in der Tat wieder nur Stuss...oder doch Schwachsinn? : -))), hm, in der Tat eine schwierige Frage, um jetzt mal lügend die Wahrheit zu sagen ;-)))

      Ich erwarte mir auch von niemandem etwas, mir geht es um reinen Gedankenaustasch und Vergleich von Ansichten....um eventuell das entstehende Gesamtbild so weit wie möglich der Realität anzunähern!

      @ anonym 9:30 Uhr

      Anonyme Heckenschützen werden aber eigentlich auch nirgendwo so richtig ernst genommen.....denke ich zumindest!
      Möglich wäre natürlich schon, dass im anthroposophischen Ambiente andere Regeln herrschen, da lasse ich mich gerne belehren...

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    6. Lieber Rudolf,

      ah, wirklich, ich habe Dich mißverstanden?
      :-) Das mag auch daran liegen, daß ich bisher von keinem einzigen Gesprächsteilnehmer hier so oft das Wort „Schwachsinn“ gelesen habe wie von Dir: Rudolf Steiner habe Schwachsinn verzapft, andere, die seinen Mitteilungen glauben, verzapfen selber Schwachsinn – und so weiter und so fort.

      Da wirst Du es wohl zu akzeptieren haben, wenn man das, was Du sagst, für Stuß hält.
      Schließlich (O-Ton „Rudolf“, Hervorhebung von mir):
      »Wo kämen wir denn hin, wenn jede noch so kleine Minderheit oder gar jeder Einzelne seine eigenen persönlichen Wahrheiten als universelle Tatsachen hinstellen darf, ohne des Schwachsinns geziehen zu werden, für den Fall, dass diese nicht beweisbar sind?«

      :-)
      LG, i.

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    7. @Rudolf
      So ganz UNanonym ist Rudolf (ehemals Steiner) ja auch nicht - ODER?

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    8. Liebe Ingrid,

      ja, du hast mich missverstanden, aber ich hatte ja zugegeben, dass dies auf meine satzbaumässig fehlerhafte Formulierung meiner Aussage zurückzuführen war.

      Es müsste schon möglich sein zu unterscheiden zwischen einfachen Meinungen und Ansichten einerseits, und solchen, die ohne Beweise als "universelle für alle gültige Tatsachen" hingestellt werden.

      Präzisierung:
      Ich habe schon die These vertreten, dass Steiner manchen von anderen übernommenen "Schwachsinn" mitteilte, das stimmt!
      Aber mit einer bestimmten Intention, nämlich um uns wachzurütteln, uns auf die Gefahren des Missbrauchs der Instrumentarien der geistigen Welt hinzuweisen und uns vor gewissen Verirrungen und Gefahren zu warnen. Ich sagte niemals, dass er eigenen Schwachsinn bewusst und mit negativ ausgerichteter Intention verbreitete, zumindest war das nie meine Absicht das zum Ausdruck zu bringen.

      Ich bitte dich deswegen, nicht einzelne Satzteile aus meinen posts von mir sinnentstellend aus dem Kontext zu reissen! Danke und lg

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    9. Lieber Rudolf,

      den aus einem Deiner früheren Kommentare zitierten Satz habe ich nicht sinnentstellend aus dem Kontext gerissen, sondern im Gegenteil per link in seinen Kontext gestellt.

      Bei mir ist es halt bisher so angekommen, als ob Du Deine These, Steiner habe manchen von anderen übernommenen „Schwachsinn“ mitgeteilt und sei sich bewußt gewesen, daß es sich dabei um „Schwachsinn“ handelte – als ob Du das als »universelle für alle gültige Tatsache« verstanden haben wolltest, und nicht bloß als Deine persönliche originelle Ansicht.
      Aber ich würde mich freuen, wenn ich Dich auch hierin mißverstanden haben sollte.

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  43. Michaela: Schwächeren zu helfen ist gewiss ein sehr gutes Ding. Jemand post mortem einer Lüge zu bezichtigen, ist ein anderes Ding. Denn die sogenannten Verstorbenen sind - zumindest in dieser irdischen Welt - die Schwächsten, weil sie sich nicht mehr selber wehren können gegen Entehrungen.
    Eines nehme ich nicht hin: Wenn jemand EINERSEITS bekennt, wie Rudolf es getan hat, dass er von Esoterik nichts versteht, ANDERERSEITS jedoch genau diese Dinge mit aller Gewalt versucht, zu kritisieren und als Schwachsinn hinzustellen.
    Jemand, der sich in dieser Welt nicht dagegen mehr wehren kann, der Lüge zu bezichtigen, ist schon eines. Anderes ist es, dem auch noch zu unterstellen, er habe zwar gelogen, nur war dem noch nichtmal bewusst, gelogen zu haben. Denn das macht ihn - denjenigen, der sich dagegen nicht mehr selber wehren kann- auch noch zu jemand, der zwischen Wahrheit und Unwahrheit nicht vermochte, zu unterscheiden.
    Wer bekennt, von Esoterik nichts zu verstehen, der darf nicht darüber urteilen. Und es muss ja keiner Interesse an diesen Dingen haben. Esoterik ist von der Anthroposophie Steiners ebensowenig zu trennen, wie der Begriff der Wärme vom Begriff des Ofens zu trennen ist.
    Wer von dieser Ganzheit nichts versteht, trotzdem darüber urteilt, demontiert sich selbst.
    Warum ich persönlich hier kommentiere, solange ich das darf, liegt daran, dass ich jemandem, der sich nicht mehr selber wehren kann, helfen will, so gut ich kann.
    Das betrachte ich als meine moralische Verpflichtung im Dienste aller Menschen.
    Und da ducke ich mich nicht weg und weiche keinen Millimeter zurück.

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    1. Liebe Michaela,
      wenn Du Dich aber schützend vor die Person Steiner stellen möchtest um seine Ehre zu verteidigen, dann sprichst Du der Anthroposophie (für mein Empfinden) damit das Überpersönliche ab. Steiner ging es zu Lebzeiten nicht um seine Ehre (meine ich), sondern um das Überpersönliche der Anthroposophie; ich glaube nicht, dass er einverstanden wäre, wenn Anthroposophie posthum mit seiner 'Ehre' in Verbindung gebracht werden würde...

      S. Birkholz

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    2. @Michaela,

      Du kannst es anscheinend nicht lassen, mich andauernd falsch wiederzugeben.
      Ob bewusst oder unbewusst, sei dahingestellt.

      Ich habe niemals selbst erklärt, von Esoterik nichts zu verstehen. Ich habe erklärt, die Auswirkungen der esoterischen Übungen Rudolf Steiners nicht beurteilen zu können! Und die habe ich auch nie beurteilt.
      Esoterik dürfte doch viel viel mehr umfassen als die esoterischen Übungen Rudolf Steiners, deshalb weise ich deine Behauptung zurück.

      Es stimmt auch nicht, dass ich behauptet hätte, dass Steiner nicht mal bewusst war, dass er log. Genau das Gegenteil habe ich gesagt, also dass Steiner die Lügen, bzw. die Mitteilungen von unrichtigen Dingen, die er von anderen übernahm, im vollen Bewusstsein mitteilte, um damit ein positives Ziel zu erreichen.

      Die Wahrheit scheint wohl nicht gerade deine Stärke zu sein, liebe Michaela!

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    3. @Rudolf
      Es stimmt auch nicht, dass ich behauptet hätte, dass Steiner nicht mal bewusst war, dass er log. Genau das Gegenteil habe ich gesagt, also dass Steiner die Lügen, bzw. die Mitteilungen von unrichtigen Dingen, die er von anderen übernahm, im vollen Bewusstsein mitteilte, um damit ein positives Ziel zu erreichen.

      Wenn Du mal ein Beispiel nennen könntest, würd' s vielleicht (aber nur vielleicht) nicht mehr so abenteuerlich klingen!

      s. birkholz

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    4. Hallo Rudolf!
      Ich bin etwas verwundert, noch keine Antwort auf meine Frage von Dir erhalten zu haben.
      Normalerweise bist Du doch nicht mundtod (bzw. fingertod) zu kriegen und hast auf alles sofort eine Erwiderung.
      Darum frage ich nochmal: Hast Du ein Beispiel für diese abenteuerliche Behauptung?

      '(...)Es stimmt auch nicht, dass ich behauptet hätte, dass Steiner nicht mal bewusst war, dass er log. Genau das Gegenteil habe ich gesagt, also dass Steiner die Lügen, bzw. die Mitteilungen von unrichtigen Dingen, die er von anderen übernahm, im vollen Bewusstsein mitteilte, um damit ein positives Ziel zu erreichen.(...)'

      Wenn Du mal ein Beispiel nennen könntest, würd' s vielleicht (aber nur vielleicht) nicht mehr so abenteuerlich klingen!

      s. birkholz

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    5. Lieber Stephan,

      Hab einfach keine Lust und auch keine Zeit jetzt meine zahlreichen posts gezielt zu durchsuchen um dir einen link zu senden.
      Aber wer sie gelesen hat, weiss genau, dass ich Steiner nie schlecht gemacht habe, dass ich sinngemäss immer sagte, Steiner wollte die Geisteswissenschaft durch Offenlegung ihrer potentiell auch negativen Wirkungen berauben, wollte durch seine Mitteilungen, die er von andern übernahm, bzw. die ihm andere einflüsterten (die ich zugegebenermassen teilweise als "Schwachsinn" bezeichnete) uns einfach ins Bewusstsein rufen, was für gefährliche Kräfte hinter den damaligen "geistigen Strömungen" mit denen er offensichtlich Kontakt hatte, standen. Ich sagte immer, dass er bewusst diese "schwachsinnigen" Aussagen machte, um seine Zeitgenossen zu warnen. Am Beispiel der verherrlichenden Aussagen zum ersten Weltkrieg beispielsweise, welche, wenn für bare Münze genommen, bzw. wenn für Steiners eigene geistige Leistung gehalten, ja regelrecht als kriminell bis geistesgestört eingestuft werden müssten.

      Unwirksammachen, durch Offenlegung, durch "Verrat", gewissermassen, das war mein Grundtenor! Ich sagte immer, dass er dies an der Grenze des damals Machbaren im Sinne einer kompromisshaften Gratwanderung tun musste, welche ihm gerade noch erlaubte weiterzumachen ohne vorzeitig das Zeitliche segnen zu müssen. Ich sagte also immer, dass er den "Schwachsinn", der damals teilweise Bestandteil der damaligen noch geheimen Geisteswissenschaft war, obwohl ihm bewusst war, dass diese Unrichtiges enthielt, dennoch veröffentlichte, einfach in der Hoffnung auf einige verständige Menschen zu treffen, die das nicht als Wahrheit auffassten, sondern die richtigen Schlüsse daraus ziehen würden.
      Seine Rechnung ging nur teilweise auf, die überwiegende Mehrheit seiner Anhänger machte aus seinen Mitteilungen eine neue Religion.

      Ich denke aber, es ist nie zu spät, aus Steiners bis in die heutige Zeit hineinragenden Aussagen die richtigen Schlüsse zu ziehen.
      Deswegen schätze ich Steiner und wer behauptet ich würde Steiner verleumden hat mich einfach nicht richtig verstanden!

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    6. Lieber Rudolf,
      ich habe das schon verstanden und kann mir Deiner Beschreibung von Steiners Intentionen auch ganz gut mitgehen - ich hab' s ja auch mal ähnlich formuliert.
      Allerdings kann ich die Behauptung, dass Steiner bewusst Schwachsinn verzapft habe nicht nachvollziehen - nur für das, was Du als 'bewusst verzapften Schwachsinn' bezeichnest, hatte ich Dich um ein Beispiel gebeten - da wird Dir doch wohl eines einfallen.
      Steiner hat eben für die Ohren und das Verständnis seiner Zeit gesprochen, manches mag uns heute darum Schwachsinnig erscheinen.

      „Warum kann der Vogel fliegen? Meine Herren, der Vogel hat etwas ganz Eigentümliches, wodurch er fliegen kann; der Vogel hat nämlich hohle Knochen. Da ist Luft drinnen. (…) Wir Menschen haben nur diese Schulterblätter, die noch dazu höchst ungeschickt, ganz festgefügt sind, an unserem Rücken. Mit denen möchten wir zwar fortwährend fliegen, aber wir können nicht, und so schieben wir das ganze Rückenmark ins Gehirn hinein und fangen an zu denken. Die Vögel denken eben nicht. Wir denken, weil wir nicht fliegen können.
      (Rudolf Steiner, GA348, S.134f)

      Klar klingt das für uns heute, die wir mittlerweile zum Mond geflogen sind (falls das kein Studio-Fake der Amis war), schwachsinnig.
      Wir würden sagen:
      Wir können fliegen, weil wir denken können - und nicht, wir können denken, weil wir nicht fliegen können.
      Bei den als rassistisch eingestuften Äußerungen könnte ich mir Deinen obigen Denkansatz tatsächlich vorstellen - dass er aufgegriffen hat, was vorhanden war und wusste, dass es eigentlich nicht haltbar ist (Spekulation)...

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    7. Lieber Stephan,

      ein eklatantes Beispiel für das wo ich meine dass Steiner bewusst "Schwachsinn verzapfte" (diesmal deine Worte ;-)... ) , ist die in diesem blog schon mal thematisierte Verherrlichung des ersten Weltkrieg, eine sehr krasse Stelle wie ich meine!
      siehe: http://fvn-rs.net/PDF/GA/GA174b.pdf , Seite 24 und 25):

      Auch erörtert wurden beispiesweise die "prophetische" Rechtfertigung des zweiten Weltkriegs, die geisteswissenschaftliche Verklärung der Opiumkriege, die Rechtfertigung des Drogenhandels, Vorhersagen über den Sozialismus um einige weitere Beipspiele zu nennen.

      Meine Meinung hierzu ist, das dies nicht "Eigenproduktionen" Steiners waren, es gibt hierzu in Einzelfällen auch bibliographische Nachweise (aus dem Gedächtnis fällt mir z.B. C.G. Harrison ca. 1893 ? ein).

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    8. Ah ja - das war ja Dein Einstieg ins Thema; hatte ich wohl vergessen - möchte ich auch nicht nochmal aufwärmen...

      Danke!

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  44. Liebe Michaela,

    ich begreife gut, daß Du Dich in diesem Falle schützend vor Rudolf Steiner stellen willst – ich mache es ja selber immer wieder so, nicht nur in Bezug auf Rudolf Steiner, sondern in Bezug auf jeden Autor, dessen Schriften einseitig hier- oder dorthin gezerrt werden, um der jeweiligen Intention des jeweiligen Hier- oder Dorthin-Zerrers als Untermauerung zu dienen.

    Aber natürlich kann ich mich nicht um allllllles kümmern – und eine originelle Sichtweise, wie Rudolf sie vertritt, kann meiner Ansicht nach sehr viel weniger Schaden anrichten als die Artikel eines Rüdiger Keuler, der Steiner so zitiert, als handle es sich bei jedem einzelnen seiner Sätze um eine allgemeingültige und von jedermann ungeprüft als „Wahrheit“ zu akzeptierende Offenbarung, um das einseitig selektiv (und damit insgesamt sinnenstellend) Zitierte dann als „Argumentation“ für seine eigenen Intentionen zu mißbrauchen.
    Denn dadurch können sich sowohl diejenigen bestätigt fühlen, die gern Flüchtlingsheime anzünden, als auch diejenigen, die Rudolf Steiner, ohne sich näher mit ihm beschäftigt zu haben, längst in der „rechten Ecke“ sehen – während derartige Aufsätze für alle, die Rudolf Steiner bisher nicht kannten oder ihm neutral gegenüberstanden, wohl nicht gerade eine Motivation bieten, sich vorurteilslos mit ihm zu beschäftigen…

    Weil ich diese Auswirkungen in jeder Richtung für sehr viel schädlicher halte als Rudolfs originelle Sichtweise, habe ich dem Pamphlet Rüdiger Keulers einen Artikel gewidmet, während ich mich mit Rudolf gerne schmunzelnd weiterunterhalte – nicht zuletzt, weil seine Intention, »uns wachzurütteln, uns auf die Gefahren des Missbrauchs der Instrumentarien der geistigen Welt hinzuweisen und uns vor gewissen Verirrungen und Gefahren zu warnen«, durchaus auch die meine ist.

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    1. Liebe Ingrid,

      ja, anscheinend hast du mich auch hier missverstanden. Gerade ich habe doch immer kritisiert, wenn jemand Thesen oder Hypothesen als "universelle Wahrheiten" hinstellt.
      Meine Thesen sind meine persönlichen Ansichten und Einsichten, meine Meinungen, die ich deswegen keinesfalls und zu keinem Zeitpunkt als allgemeingültige Wahrheiten verstanden haben wollte.

      Mir ist natürlich klar, dass meine "schrägen" Ansichten zu Steiner und zur Anthroposophie in diesem blog auf wenig Gegenliebe stossen. Mein Zugang zu Steiner ist eben ein völlig anderer, ein sehr origineller und unkonventioneller, wenn man so will.
      Ich bin aber überzeugt davon, dass ich in Bezug auf Steiner als Mensch in meinen Aussagen niemals respektlos oder verletzend gewesen bin und ganz sicher niemals sein wollte.

      Im Sinne von Stephan meine ich auch sagen zu dürfen, dass ein wie auch immer geartetes zwar persönliches, aber nur durch Beschäftigung mit seinen Werken entstandenes Verhältnis zu einem Menschen, den kein einziger heute noch lebender Mensch je persönlich gekannt hat, niemals sinnvoll zur Grundlage im Umgang mit ihm oder auch seinen Aussagen gemacht werden kann.

      Die Mitteilungen Steiners stehen heute völlig unabhängig von ihm in der Welt, weswegen auch die weitverbreitete guruartige Verehrung seiner Person keinen Sinn mehr macht.
      Ich persönlich habe direkte, jetzt mindestens 35 Jahre alte mündliche Mitteilungen über Steiner von 2 mir damals nahegestandenen, jetzt schon lange verstorbenen Personen, die ihn persönlich kannten. Dennoch und trotz fast lebenslanger Beschäftigung mit ihm und seiner Lehre würde ich keinen Sinn darin erblicken, eine persönliche Beziehung zu einem Menschen zu definieren oder mir vorzustellen, der schon so lange verstorben ist.

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  45. Michaela : Lieber Stephan,

    der Begriff der "Person" stammt ja her von: per sonare, bezeichnet etwas, das für ein Durchtönen da ist. In gewissem Sinne - meine ich - bedeutet es auch "Maske". Diese Person Steiner ist ja nicht mehr in dieser Welt lebendig. Und auch ich meine, dass es dem Steiner gerade darum ging, auf das Ueberpersönliche hinzuweisen. Dass es ihm nicht darum ging, seine Person vor das Ueberpersönliche zu schieben wie eine Maske und dann wie ein selbstgefälliger Guru von andern zu fordern, sich vor dieser Maske zu verbeugen.
    Würde ich ihn für überheblich halten, würde das, was er für alle (!) hinterlassen hat, mich kalt lassen.
    Da ich dem Steiner sehr viel verdanke, lässt mich gar nicht kalt, wenn er als Lügner hingestellt wird. Das auch noch von jemandem, der sich selber früher als "Rudolf Steiner" benannte, um gewissermassen von innen her Dr.Steiner öffentlich (!) demontieren zu können, der aber selber bekennt, von Esoterik nichts zu verstehen und dadurch sichtbar macht, dass er gar nicht kompetent ist, "über" die Ganzheit Anthroposophie Steiners zu urteilen. Wer davon die Esoterik entfernt, zerlegt diese Ganzheit, "atomisiert" sie und zerstört sie.

    Wenn ich z.B. offen bekenne, von der Kunst, ein Flugzeug zu fliegen, keinen blassen Schimmer zu haben, weder eine Ahnung noch Wissen, dann darf ich darüber nicht urteilen, dann darf ich nicht dem Lehrer, der mich belehren will, wie man ein Flugzeug starten, steuert und landet, nicht sagen : Das ist ja Schwachsinn, was Sie da behaupten , ich weiss das alles besser, Sie sind ein Lügner.
    Anthroposophie Steiners ist ein Lebewesen. Keine Sache sondern ein Lebewesen. Indem wir sie zur "Sache" degradieren, töten wir sie, wie wir einen Baum töten, um einen Stuhl daraus zu machen, der eine Sache ist. Anthroposophie ist kein Was sondern ein Wer.
    Um auf Ueberpersönliches hinweisen zu können, braucht es lebendige Menschen, Personen, also ein Wer. Aehnlich, wie ich keinen Millimeter vor Antisemiten zurückweiche, weiche ich keinen Millimeter zurück vor Verleumdern Steiners.

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    1. @Michaela,

      du kannst es also einfach nicht lassen Unrichtiges über mich hier loszulassen.

      Zum zweiten Mal also: ich habe niemals selbst erklärt, von Esoterik nichts zu verstehen!
      Ich darf dich auffordern, deine wiederholte gegenteilige Aussage richtigzustellen, oder die Leser auf die entsprechende Stelle zu verweisen!

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    2. @ Michaela

      "Diese Person Steiner ist ja nicht mehr in dieser Welt lebendig"

      Doch, er ist wieder hier auf Erden. Und zwar nach eigener Aussage (1922) !
      Irgendwo in Amerika wollte er sich inkarnieren...

      Tom, du etwa ? ;-)

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    3. Ja, klar -TOM!

      Die Metamorphose von Dornach Rudolf zu Hollywood Tom...

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    4. Greetings Valentin, Stephan, Michaela and the wider Egoisten tribe:

      I am so happy that you have recognized the deepest secrets of my destiny, that I do indeed carry the very heavy karma of Rudolf Steiner, but that I am actually not his absolute reincarnations.

      You see, the entelechy you knew and loved as Rudolf Steiner was absorbed into the Cosmic Aether when Hitler came to power in 1933. After the bombs were dropped on Hiroshima and Nagasaki in 1945, the etheric world was forever shredded, and then this beautiful spiritual entelechy was forcefully imprisoned on the dark side of the moon, the last outpost of Lucifer’s 8th Sphere, by the evil Sun-Demon, Sorath, who invaded and took over my own Irish entelechy in his fateful year of assuming world power in 1998 = 666 mal 3.

      See the website Sorath built for me in 1998
      http://steiner98.tripod.com/

      Fazit: While I am not the reincarnation of Rudolf Steiner himself, I am essentially the reincarnation of his shadow (in the Jungian sense) because Sorath extracted that evil essence from Rudolf Steiner and gave it to me.

      But actually, I am not even the Shadow of Rudolf Steiner. Recall that Buddha said: Do not mistake your finger pointing at the moon for the moon itself. Therefore, I am more like the Schattenzeiger of Rudolf Steiner, nicht sein Schatten. I am here to point out his Shadow nature to the Egoisten tribe.

      And since the English word for Schattenzeiger is gnomon, then I can reveal to you all now that I am none other than

      Guru Hollywood Tom Mellett,
      Gnomon of Rudolf Steiner

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    5. So this seems to be the answer to Ingrids question:
      Hollywood is the only place on earth that makes such karma bearable...

      s. birkholz

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  46. Michaela: Liebe Ingrid, habe volllles Verständnis dafür, dass Du Dicht nicht um alllles kümmern kannst, das würde alle und jeden überfordern. Thema Keuler : Wer nicht kapiert, dass jemand, der öffentlich - wie Keuler das tut - von "jüdischen Hirnen" spricht, antisemitische Hetze betreibt,
    hat nichts verstanden.
    In dem Zusammenhang ist mir wichtig, anzumerken, dass Steiner in einem Verein gegen Antisemitismus aktiv war und deswegen von Nazis verfolgt wurde.

    Wir - Familie - hatten früher eine anthroposophische Hausärztin, die Jüdin war, die dann ab irgendwann mit zur Familie gehörte. Ich habe sie als Kind sehr verehrt. Sie verbreitete eine Aura der Liebe, der Herzenswärme und der Heiterkeit. Später habe ich sie mal gefragt nach dieser Kriegszeit. Sie wich aus, wollte - wie auch ihre Schwester - nicht darüber reden. Da haben wir nicht "gebohrt". Sondern wir liessen sie frei, auch schweigen zu dürfen. Als mein damaliger Französischlehrer zu Besuch kam, um mit diesen Menschen zu sprechen, regte der sich sehr darüber auf, dass die Schweigen bewahrten. "Sie MUESSEN darüber reden!" schrie der, stand auf dabei, fuchtelte wild herum. Da hat mein Vater den Lehrer rausgeschmissen.
    Doch als die Hausärztin - Spitzname "General"- mit der Faust auf unseren Esstisch schlug und meinen Vater anrief: " Sie MUESSEN mit dem Biertrinken aufhören !", hat mein Vater das ernst genommen und ist auf Weintrinken umgestiegen.

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  47. Michaela @ Rudolf: Es ist schon eine Weile her, als Du soetwas zugegeben hast. Weiss nicht mehr genau, welcher Thread das war. Welcher Zeitpunkt. Ich bekenne, fast gar nichts von Technik zu verstehen. Mir ist sogar unklar, wie ich ein kleines Foto hier einbringen kann. Wie nun das heute präzise recherchieren ?

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    1. Sollte man aber schon angeben können. Meine Aufgabe ist es sicher nicht!
      Ich habe sicher nur angegeben, dass ich die Auswirkungen der esoterischen Übungen Rudolf Steiners nicht beurteilen kann. Und das ist einfach etwas ganz ganz anderes.

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  48. Michaela @ Rudolf: Genau das war, was ich meine. Wenn man die Auswirkungen dieser esoterischen Uebungen nicht beurteilen kann, muss man nicht meinen, man sei kompetent, diese Esoterik zu beurteilen. Und die Auswirkungen sind eben individuell unterschiedlich.
    Beim einen braucht es nur kurze Zeit des Trainings, bis die Lotusblütenblätter in Bewegung kommen, auch "Räder" genannt. Das sind Schau - Organe. Beim anderen braucht es wesentlich viel mehr Zeit, bis der Mensch überhaupt Veränderungen bemerkt. Und manche werfen irgendwann das Handtuch. Weil denen die Geduld fehlt. Der feste Willensentschluss, geduldig zu bleiben und nichts gewaltsam zu forcieren.

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  49. Michaela @ Rudolf: P.S. "Ungeduld"

    Diejenigen, die die eigene Ungeduld bei sich erkennen, können dann an dieser Ungeduld weiter arbeiten. Sie haben erkannt, wo der Hase im Pfeffer liegt und gewannen Selbsterkenntnis.
    Andere sind ungeduldig und bemerken das gar nicht und schmeissen das Handtuch, weil sie meinen, es läge nicht an ihnen selber. Sondern es müsse an den Uebungen liegen.

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  50. Michaela @ Valentin: Ja, habe auch gelesen, er würde in Amerika inkarnieren, nur nichts zu einem konkreten Zeitpunkt. Sein Geist kann reinkarnieren. Nur ist das eine andere Person, durch die der Geist dann wirkt, vielleicht eine Frau ?

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  51. @Michaela

    Ja, er sagte 1922 in 80 Jahren werde er inkarnieren in Amerika. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass sich ein so hoher Geist schon im Klaren darüber ist, wer er/sie in früheren Leben war (eben bewußt-SEIN bzw. - inkarnieren). Egal, bleibt letztlich doch vieles spekulativ bezügl. eines wie, ob, wann und wo...

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    1. Einmal angenommen, er wäre tatsächlich wieder inkarniert, und man könnte zweifelsfrei feststellen, in welcher Persönlichkeit – – – was würde das für Euch bedeuten?

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    2. Na da würde mir schon ein Frage-und-Antwort-Spiel einfallen!

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    3. Hinfahren, ein Autogramm haben wollen ! ! !
      Zuhause es einrahmen und aufhängen, eine Strahlerlampe drauf. Über der Hausbar vielleicht? (Übrigens: Das Verspeisen von Autogrammen reinkarnierter berühmter Persönlichkeiten soll ja bekanntlich ... usw.)
      ...wie gruselig...
      m.butty

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    4. :-) Danke, Mischa, you made my day, wie man so schön sagt...

      Mich würde ja vor allem interessieren, wie sich die Tatsache, daß Rudolf Steiner seine Inkarnation ausgerechnet in Amerika vorausgesagt hat, mit dem doch ziemlich deutlichen Antiamerikanismus so mancher Steinergläubigen vereinbaren läßt.
      Gibt es dazu eigentlich irgendwelche Erklärungen?

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    5. Vorrausgesetzt, dass der ganze .......... (vermeide jetzt mal bewusst das eigentlich gebührende Wort), der dieser Dikussion hier zugrundeliegt, wirklich zutreffen würde, wäre die naheliegendste Erklärung folgende:

      Steiner hat(te) sich zum Ziel gesetzt, dem von seinen gläubigen Anhängern - also eigentlich ja auch von ihm selbst - in Amerika verorteten Ursprung so vieler Übel gewissermassen von innen heraus entgegenzuwirken!

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    6. "Wooo findet man den Christus? Direkt im Zäntrum des Böissen!" wird Rudolf gern pathetisch zitiert. Also? Da muß "uns Rudi" doch dort hin: Mitten rein. Vielleicht Las Vegas? Als Wiegen-Standort? Von dort aus geht es dann mit 10 Jahren, als Waisenknäbin mit dem bösen Onkel, einem Kokain-Verkäufer in die Geheime Welt der Illuminaten, nach Washington dc, wo die vielen extra umgekehrten Pentagramme in den Stadtplan eingeheimnist sind, um die Rituale in den Kellern dort weltweit zu verstärken! So wird das wohl ablaufen.
      Davon abgesehn, ein tiefer Spruch "Wo finde ich den Christus. Mitten im Zentrum des Bösen." Der Spruch kann nichts dafür... darum kann ich notfalls damit, mit allem, was mir heilig ist, herumblödeln, solang das Geblödel nicht herzlich unrein wird. Denn ein bißchen blödeln, giggln, kichern braucht man. Gerade auch sogar im Schatten des Bösen. Manchmal nennt man's auch Politisches Kabarett. Manchmal einfach nur ein Hurrah eines Pumuckl..
      m.butty

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    7. Zunächst differenzierte Steiner Volk und Lehrer: z.B. Russentum/Slaventum und Russizismus (173.92), wie Angelsachsentum und angelsächsischer Okkultismus/Anglo-Amerikanismus (174b.147, vgl. 24.385).

      Und dann: “Aus England und Amerika kommen alle die Erfindungen, die die Erde überziehen wie ein Netz des Egoistischen.“ 93a.234

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    8. Verwunderlich ist der Antiamerikanismus vieler Anthroposophen nicht. Denn er geht auf Steiner selbst zurück, von dem sich viele "antiamerkanische" Zitate finden lassen.

      Er musste es ja wissen. Schliesslich war er ja ein "Eingeweihter" in die langfristigen Planungen derjenigen Menschen, die sich anmassen über unser Glück und unsere Entwicklung zu entscheiden.
      Diese Menschen sind überall, nicht nur in Amerika, aber sie wirken durch Amerika!

      Mischa, der grosse Jäger aller Illuminatenhasser, die er überall vermutet, sich von ihnen unsagbar verfolgt fühlt, wird sicherlich wieder zu diesem seinem Lieblingsthema eine richtigstellende Anekdote rauslassen.

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  52. Michaela @ Valentin : "..bleibt letztlich doch vieles spekulativ.."
    Ja, dem stimme auch ich voll zu, und mir ist das zu spekulativ. Ob solchem Menschen dann schon als Kind bewusst wäre, die Reinkarnation Steiners zu sein, wage ich zu bezweifeln.
    Denn - wie Steiner dazu sagte - werden diejenigen Kräfte, durch welche eine bewusste Erinnerung an das vorige Erdenleben möglich ist, für den Aufbau des materiellen Leibes verbraucht. Es müsste dieser Mensch zunächst mal eine "out of body - experience" irgendwie durchlebt haben, um solche Erkenntnis erlangen zu können. Oder etwas von diesen Kräften müsste aufgespart worden sein, dem Leib entzogen worden sein.
    @ Ingrid : Ich würde - wenn es mir erkennbar wahr wäre, wovon ich nicht ausgehe - wahrscheinlich nach Amerika fliegen, um diese Person zu beobachten. In welchem sozial-kulturellen Milieu lebt er/sie ? Tätigkeit ? Ich würde diese Person auf der Strasse abfangen und einfach mal locker anquatschen : " How are you ? Do you know the books of Rudolf Steiner ?"
    Meine Spekulationen erstrecken sich jedoch mehr auf Goldpreise und so weiter, weil die Rente, die ich mal bekommen soll, ein Witz ist.

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  53. Michaela:@ Stephan Birkholz: "Fliegen" Möchte Steiner selber zu Wort kommen lassen gegenüber denjenigen, die - aus welchen seelisch - geistigen Hintergründen auch immer - bei ihm nur nach "Fehlern" u.ä. suchen, statt ernsthaft zumindest zu versuchen, zu verstehen, was er mitteilte. Zitat Steiner GA 174b Seite 45, Ausg. v. 1994:

    "Man muss lernen, wirklich mit dem Urteil dahin zu kommen, wo die wirklichen Tatsachen sind.
    Und die wirklichen Tatsachen überschaut man nicht, ohne die geistige Welt zu durchschauen. Man kann es nicht, wenn man nicht zu dem seine Zuflucht nimmt, was aus der geistigen Welt den Tatsachen ihre Evolutionsimpulse gibt."

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    1. Ja, eben als Zuflucht - wie Steiner sagt!
      Zuflucht vor der Wirklichkeit (dieser Welt) ?

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  54. Michaela : Wo ist der Christus zu finden ?

    Diese Frage möchte ich unbedingt von "Blödeleien", für die ansonsten zu haben bin, trennen.
    Und ich beantworte sie so: Wenn in uns es Mitternacht am hellen Tag wird, findet - wenn Er will - Er uns zuerst, bevor wir Ihn finden dürfen. Mitten im Zentrum desjenigen, was in uns an Bösem,Irrtümlichem ist. Erst nachdem Er uns fand, finden wir Ihn, indem wir geistig (!) einen Gewitterblitz eines realen Gewitters schauen. Und - wiederum wenn Er will - finden wir nachher Ihn in uns.
    Ich halte aus, falls man mich für diesen Kommentar verspottet.

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    1. @Michaela

      Also, von mir wirst du bestimmt nicht verspottet. Ich denke aber, dass du deine ganz persönlichen, individuellen Erfahrungen und Prägungen mit dem Christus hattest und dass man das nicht übertragen kann auf andere. Sicher erlebt Christus jeder anders...

      lg

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  55. Michaela: Wo finden wir Rassismus ?

    Es gab einen Mann namens Coudenhove - Kalergi, der als ideologischer Gründervater der EU gilt.
    Er gründete 1923 die "Paneuropa - Bewegung". Helmut Kohl ist Träger des Kalergi - Ordens.
    Und dieser Kohl hat das deutsche Volk nicht gefragt, ob es den Euro wollte.
    Kalergi schrieb 1925 das Buch: " Praktischer Idealismus"
    In diesem Buch - S. 21 und 25 beschreibt Kalergi, dass notwendig sei, in Europa eine "Mischrasse" aus Afrikanern und Asiaten zu züchten, deren "Adel" aus "Juden" bestehen solle.

    Wenn das kein Rassismus gegen weisse Europäer ist, müssen wir Kaninchen zu Löwen " erklären".

    Dies wird wahrscheinlich mein letzter Kommentar sein, den ich hier abgeben darf.

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    1. @ Michaela,

      also wenn das alles so sein sollte wie geschrieben, wenn es dein Ernst ist, keine Falle, kein "Ratten aus den Löchern pfeifen" und auch keine wie auch immer geartete andere Art der Provokation, hast du meine Unterstützung!

      Daraus kann man gewisse Rückschlüsse ziehen und Zusammenhänge mit den jüngsten Entwicklungen in Europa ableiten. Wenn man gewillt ist zu denken natürlich.

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  56. Michaela: P.S. Wenn Keuler diesen Kalergie ZITIERT und dadurch als Rassisten ENTLARVT tun wir ihm Unrecht, ihm das ZITAT als Meinungsäusserung anzudichten.

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  57. http://de.verschwoerungstheorien.wikia.com/wiki/Helmut_Kohl

    Es war ein Briefsatire-Roman, wonach Helmut Kohl "Henoch Kohn" heißt.. ich hab das mal 2009 recherchiert. Solche Gerüchte werden aber 2000 Jahre alt, erfahrungsgemäß. Nur ein Nagelpilz ist unvergänglicher. Ich selbst hatte noch keinen, aber ich habe Menschen mit Behinderung betreut, die seit Jahren vergeblich am Nagelpilz behandelt worden waren.

    Meine Erfahrung mit VTs ist, daß sie Aggression ventilisieren. Reaktiver Zorn, etwa wenn mir jemand auf den Fuß trampelt, verfliegt rasch. Was bei VT jedoch immer ins Spiel kommt, sind gewisse alte Vergeltungsgelüste, Traumata, die plötzlich eine Bühne für eine Inszenierung finden.

    VTs können Stellverteterfunktion werden für Unverarbeitetes. Jeder, der da mitmacht, bringt eigenes Unverarbeitetes unter. Ich selbst präforiere Biographie-Arbeit. Und lasse die VTs das sein, was sie sind: Alpträume, (zuweilen intelligent konstruierte Mythologien des Unerlösten, Geisterbahnfahrten. Hier steht auch rassistischer Züchte - Schmus: "Überall dort, wo die weiße Rasse, die weiße Hautfarbe beheimatet ist, findet diese gezielt gesteuerte Überfremdung statt, in Europa so gut wie in Amerika. Der US-amerikanische Schmelztiegel der Nationen hat dazu beigetragen, daß die Dekadenz und die Gewalt in diesem Land enorme Ausmaße angenommen haben. Menschen, die aus verschiedenen Kulturen aufeinanderprallen, sind mit diesen Kämpfen beschäftigt, sie lassen sich auf diese Weise leichter beherrschen als die, die ein friedliches Miteinander pflegen können und deswegen die Ruhe haben, die Welt zu betrachten und ihre Aufgaben darin zu suchen" http://www.pelagius.de/index.php?id=119
    Das Zitat ist sicherlich eine Lüge, Michaela. Außerdem ist biologisch längst geklärt, daß wir untereinander als menschliche Individuen unterschiedlichere Erbanlagen haben, als in den Abschnitten, die uns mit denjenigen Merkmalen ausstatten, die früher unter den Begriff "Rasse" fielen. Sogar Goethe, Steiner hat das bei "seinem" Goethe gefunden, soll gesagt haben, daß jede Einzelne Mensch ein Gattung sei. Also! Ich liebe und heirate, wen ich will, und vermehre nur die Menschheit! Und wenn der Himmel mir hilft, auch den menschlichen Geist! Love!

    mischa butty

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    1. "Außerdem ist biologisch längst geklärt, daß wir untereinander als menschliche Individuen unterschiedlichere Erbanlagen haben, als in den Abschnitten, die uns mit denjenigen Merkmalen ausstatten, die früher unter den Begriff "Rasse" fielen."

      Hallo Mischa,

      was für Merkmale fallen denn heute unter den Begriff "Rasse".
      Oder ist das Wort an sich heute schon aus dem erlaubten Vokabular gestrichen, bzw. qualifiziert etwa gar allein schon die Verwendung dieses Wortes, wenn es ohne Gänsefüsschen geschrieben würde , wenn auch unabhängig vom Kontext, für die Einstufung als Rechter?
      Ich möchte auf diesem Gebiet nur mein ev. nicht ganz ajourniertes Wissen auf den letzten Stand bringen!

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    2. Vor fünf - sechs Jahren habe ich noch Spaß daran gehabt, über solche Fragen, ob es Rassen oder "Rassen" gäbe, geduldig zu recherchieren, zu diskutieren. Ich war sicher überzeugt, Rassismus sei längst ausgestorben, und es ginge um Biologie, um Ethnologie, und um Ausmisten, um das Verabschieden alter Begriffe, und warum. Diese meine Naivität hat mich sogar mitten in Fettnäpchen geführt. Ich hatte null Problembewußtsein für die Brisanz, wie vermint dieser Boden war. Und: Wie weit rechts wirklich nette Anthroposophen dachten, bei denen "Rasse" auch ein Synonym für "Bewußtseins-Entwicklung" sein konnte. Man sieht doch, was dabei herauskam. Und ich weiß nicht, lieber Rudolf... - wir sprechen jetzt seit drei Jahren bald (!) miteinander -, warum Du glass-klar argumentieren kannst, wenn es darum geht, Deinen eigenen Verhau zu verteidigen. Du weißt sogar, daß Du Dich von etlichen Dingen distanzieren mußt, nicht bloß, um nicht gelöscht zu werden, sondern weil Du sie vor Dir selber nicht verantworten kannst. Was Dich am 19. Jahrhundert, oder was immer das ist, so krampfend festhalten läßt? Du wirst es überleben, oder? Wenn wir heute den Begriff "Menschenrassen" hinter uns lassen, und das sogar etwas beschleunigen möchten, in dem wir nachhelfen. Das Wort "Rasse" war von allem Anfang an Programm. Imperialismus. Legitimation einer wirklichen Sklavenhalter-Gesellschaft. Das könnte ja einem nationalkonservativem Demeterbauern gefallen. Die Damen machen Eurythmie. Die Herrn reiten durch die Plantagen. Ja, ich kannte noch Heimleiter in der Schweiz, die sich von Lehrmächen die Box ausmisten, das Pferd strigeln ließen, um zwischen 10:00 und 11:30 zur Meditation auszureiten, was sie sich als Arbeitszeit anrechnen ließen. Die "weniger entwickelten Rassen" in den Gemüsegärten und Ställen, gemeinsam mit anderen Seelepflegebedürftigen, ein rundes Bild einer heilen Welt! Vom Winde verweht :-))
      mischa butty

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    3. @Mischa,

      wie du darauf kommst, ich sei im 19.Jh. stehengeblieben, erschlieest sich mir nicht und empfinde es als wenig schmeichelhaften Unsinn deinerseits. Was sollen diese anscheinend genauso sinnlosen wie verzweifelten Rundumschläge?

      Diskussionen setzen klare Definitionen und Grundlagen der verwendeten Begrifflichkeiten vorraus. Abgesehen davon, dass es immer von der Bedeutung und auch von der Konnotation abhängt, mit welcher ein Wort versehen und verwendet wird, wenn du allen Ernstes meinst, das Wort "Rasse" dürfe nicht mehr verwendet werden, wenn du also wirklich meinst, es gäbe keine Rassen mehr, dann müsstest du es nicht nur aus dem anthroposophischen Diskurs verbannen, wo z.B. von Wurzelrassen die Rede ist, sondern du müsstest auch den Begriff des "Rassismus" aus dem Sprachgebrauch verbannen. Kein Rassismus ohne Rassen, würde ich sagen!
      Da der Rassismus aber allgegenwärtig ist und das Wort sich sogar steigender Beliebtheit erfreut, in unzähligen offiziellen, ethischen und gesetzlichen Normen enthalten ist, meinst du da nicht, dass man hier konsequent sein sollte?

      Wenn man also weiss, was Rassismus bedeutet oder was man damit bezeichnen will, also etwa die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Rasse, dann muss man doch auch irgendwie einen Begriff davon haben, was Rasse bedeutet? Oder etwa nicht?

      Die Zeit ist doch nicht nicht reif für z.B. für den Begriff "Dunkelpigmentiertismus". Oder doch allen Ernstes?

      Ich will mich keinesfalls über dich lustig machen, aber vielleicht hilft dir das auch nur zu erkennen, warum du in die von dir geschilderten Fettnäpfchen getreten bist.
      Die Möglichkeit, in diese wahrhaft idiotischen Fettnäpfchen zu treten, eliminiert man nicht durch permanente sogar mehrmalige Änderung der Bedeutung oder der Wertigkeit von früher wertfrei verwendeten alteingesessenen Begriffen innerhalb einer einzigen Generation, nur um ja nicht in einer wirklichen Diskussion Andersdenkende oder auch verirrt und nicht mehr zeitgemäss Denkende ggf. überzeugen zu müssen, also geistigen Urmenschen gleich die verschiedenen Keulen auf diejenigen herabsausen lassen, die es wagen ein Wort auch nur in den Mund zu nehmen, sondern durch wirklich souveräne geistige und argumentative Überlegenheit.

      Sofern sie denn vorhanden ist, natürlich!

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    4. Wir sollten unsere Dialoge listen, und sie als Theaterstück aufführen. Am besten verfilmen. Der Hintergrund ist ein Arbeitslager, in welches wir beide interniert wären, und beim Holzhacken, Steineschleppen und bei den Mahlzeiten in der Baracke diskutieren wir über all das. Wir haben viel Zeit, weil wir zu 15 Jahren Lager verurteilt sind...
      m.butty

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    5. Mischa,
      das ist endlich mal eine sinnvolle und gut durchdachte Idee, danke!! Im Grunde wäre das dann möglicherweise DAS FÜNFTE MYSTERIENDRAMA, worauf die anthrop. Bewegung seit langem wartet. Rudolf sollte, in diesem Stück, ähnlich wie Sysyphus, unaufhörlich versuchen, einen riesigen Stein auf einen Fels zu heben (zu rollen?), als imaginatives Wahr-Bild für seine nicht endenden Tiraden zum Rasse-Begriff und ähnlichen.

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    6. Ja, wir bekommen etwas von Romanfiguren durch die ewige titanische Wiederholung des Gleichen innert unseres Diskurs, wie Figuren aus dem Zauberberg von Thomas Mann... dort steht auch die Zeit still, und die Gespräche drehen sich, anfangs vom Handlungspersonal noch unbemerkt. Aber es passiert nichts. Sie reden in einer verzauberten Gegenwartslosigkeit, in einem Hades, Sissiphus und Tantalus.

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    7. (...)Sissiphus und Tantalus
      Hab meinen servus vergessen...
      m.butty

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    8. Wenn die Dialoge hier einen Bruchteil des sprachlichen Niveaus vom "Zauberberg" erreichen, würde ich mich schon freuen.

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    9. Vielen Dank für die Vorschläge weiterer Akte.
      Aufgrund der Schwere der mit unfreiwillig zugewiesenen Rolle, müsste ich aber 75% der Autorenrechte für das gemeinsame Theaterstück mit Mischa für mich einfordern ;-)

      Da schreibe ich nun heute nach mehr als einem Jahr Anwesenheit in diesem blog heute das allererste Mal über den Begriff Rasse......und prompt kommt der Rainer und wirft mir "nicht endende Tiraden zum Rassebegriff" vor!
      Naja, er scheint es halt wie so oft nicht so genau zu nehmen mit der Wahrheit.

      Gut, darauf habe ich mich auch eingelassen, mir war ja irgendwie von Anfang an klar, dass im anthroposophischen Kontext die "Wahrheit" ein sehr relativer und dehnbarer Begriff ist.

      Klar, ich habe mich in anscheinend nicht konformer Weise zu vielen Themen geäussert, das gebe ich zu. Aber "nicht endende Tiraden" sind wohl eher die schon reichlich unbeholfen wirkenden reflexartigen Versuche anderer Beitragsschreiber mich immer wieder in den braunen Sumpf zu stecken, wenn die argumentative Ebene keinen Erfolg mehr verspricht.

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  58. Ich meine das Zuchtzitat von dem Mann namens Coudenhove - Kalergi
    Das andere Zitat ist etwas, wofür dem Kerl, der das schrieb, grad mal in den, getreten werden sollte... Und das sind dann die "seriösen Leute". Die vielleicht hier und da entscheiden, wer eingestellt wird, und ein Einkommen und eine Chance zu tätiger Entwicklung seiner Anlagen erhält, und wer weiter Klinken putzen geht. "Heil! - Pädagoge", naja, paßt... "Heil! du doch das Pädagoge"!
    m.butty
    m.butty

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  59. Michaela @ Mischa Butty: Auch für Deine Freiheit, heiraten zu dürfen, wen Du willst, möchte ich eintreten. Liebe ! Mir geht es darum, aufzuzeigen, dass dieser Kalergi der Gründervater dieser EU ist. Dem ging es darum, eine gewisse Art von Menschen - ob wir weisse Europäer nun "Rasse" nennen oder Schlafmützen ist doch sekundär- abzuschaffen.
    Du lebst in der Schweiz, wo wenigstens das Volk noch gefragt wurde.
    Ich lebe in einer "Eurozone", wo Kohl nicht fragte, ob wir den Euro wollen.
    Wenn die Intelligenzschicht aus Syrien flieht, um hier vor Ort zu leben, bedeutet es einerseits auch Lohndumping und andererseits Destabilisierung Syriens, was meiner Meinung nach die Gefahr eines Dritten Weltkrieges extrem vergrössert. Das sage ich nun nicht, um pro Assad zu posten. Auch nicht, um pro Putin zu schreiben. Sondern ich denke in Zusammenhängen und hinterfrage geostrategische "neuralgische" Punkte.
    Einer dieser Punkte scheint mir die Krim zu sein, und der andere Punkt der Iran.
    Falls das Ding demnächst eskalieren sollte, wird es Europa treffen.
    Nicht Amerika, nicht Russland sondern Europa.

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    2. Sehr geehter Herr Eggert,

      Ok! dennoch, es war nicht meine Absicht den Iran irgendwie zu idealisieren, das hatte ich sogar ausdrücklich und wörtlich geschrieben. Gut, ich sehe ein, dass es vielleicht bei manchem Leser zu Fehlinterpretationen bzgl. der Intention meiner Aussage hätte führen können.

      Auch Russland habe ich nicht als Bollwerk gegen irgenwas bezeichnet, sondern als Grossmacht im Wettbewerb mit den USA um gewisse territoriale Vorherrschaften, mit leidvollen Folgen für Europa. Der Grossteil meines Beitrags bezog sich auf dieses Thema ohne die geringste Idealisierung Russlands!

      Daher muss ich Ihren wiederholten Versuch mich immer wieder als "rechts" zu stigmatisieren zurückweisen. Ich war es nie, bin es nicht und werde es nie sein.
      Nur weil ein Teil meiner Ansichten nicht mainstream konform ist und u.U. (auch) von manchen Rechten zuweilen thematisiert wird, finde ich es nicht in Ordnung, wenn Sie mich permanent als Rechten bezeichnen oder in die Nähe der NPD bringen, mit der ich absolut nichts am Hut habe.

      Haben in diesem blog denn wirklich nur zu 100 % maintream bzw. pc-konforme Meinungen Platz?

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    3. "Falls das Ding demnächst eskalieren sollte, wird es Europa treffen.
      Nicht Amerika, nicht Russland sondern Europa."

      Dieser Ansicht bin ich auch, es wird wieder so sein, wie seit ziemlich genau 100 Jahren, wo im Zuge der Auseinandersetzungen der Grossmächte um die Vorma htstellung (vowiegend USA, British Empire und Russland) es immer wieder Europa trifft.

      Beste heutige Beispiele sind die Ukraine und das von Russland unterstütze Assad/Syrien. Immer wieder müssen die Europäer die von den Grossmächten eingebrockte Suppe auslöffeln.
      Merkwürdig nur, dass die USA behaupten in Syrien offiziell nicht gegen Assad zu kämpfen, sondern nur gegen den IS. Merkwürdig auch, dass sie als militärisch mächtigste Nation der Welt darin absolut keine Erfolge erzielen und wenn, wie gerade in diesen Tagen, Russland - die USA in ihrem angeblichen Vorhaben eigentlich unterstützend - auch eingreifen möchte im Kampf gegen die Terroristen, dies nicht darf.
      Naja, alle Lügen brechen irgenwann mal an einem offensichtlichen Widerspruch zusammen!

      Warum muss denn Europa immer der ewige Leidtragende dieser Stellvertreterkriege sein? Hier ist das ansonsten vielgepriesene europäische Bewusstsein (Ich) anscheinend gar nicht gefragt, warum wohl?

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  60. Christus erscheint wie und wo er will und eben dann wenn wir es wollen oder bereit sind oder oder...Zudem - ER ist näher als Hände und Füße, also in uns....so denke und empfinde ich darüber....Steiner beschreibt wiederum, dass er auch plötzlich 'materialisiert' auftreten kann und das Wort ergreift/hilft z.B. bei wichtigen Versammlungen oder bei großer Not...

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  61. Michaela @ Valentin: " ...plötzlich *materialisiert* auftreten kann..."

    Das ist -zumindest für mich - höchst interessant. Ist wohl möglich, die GA zu nennen, wo Steiner das äusserte ?

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    1. Siehe u.a. GA 130.94, vgl. Joh. 14:26 über den Troster. Er ist auch Anwesendheid, Präsenz, Gegenwart: »Wenn zwei Menschen zusammensitzen und über die Tora reden, dann ist die Schechina anwesend« (Mischna, Awot 3,2; vgl. Matth.18:20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.)

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    2. @Michaela
      ich suche mal...ist schon ewig her, dass ich das gelesen habe...damals stieß ich dann auch auf die Zeitungs-Berichte aus den 70er Jahren in Schweden...link dazu (Buch gibts auch):
      www.was-ist-seele.de/Christuserfahrungen.html

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    3. Buch:
      http://www.amazon.de/Sie-erlebten-Christus-Untersuchung-Religionssoziologischen/dp/3856360581

      V.

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  62. Michaela @ Ton Majoor: "Matth. 18:20"

    Sein Name ist: Ich bin. Sind nicht zwei in Seinem Namen - Du und ich - versammelt ?
    Da sind wir schon Drei !!!

    Nur dürfen wir eins nicht vergessen: Wenn ein Einser da ist und eine Null, dann sind es schon Zehn.

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  63. Michaela @ Tom Mellett: Dear Tom, isn`t the whole earth such a "Schattenzeiger" on the next full moon ? We shouldn`t forget the ram. The Widder - Sign. Heard about Widar ? I don`t say something but nothing.

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  64. @Rudolf: Kommentare, die Iran und (Putins) Russland als Bollwerke gegen eine fantasierte "Weltregierung" verherrlichen, sind hier im Blog nicht erwünscht. Das sind die üblichen NPD- Standpunkte.

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  65. Michaela @ Rudolf:"..Bewusstsein (Ich) anscheinend gar nicht gefragt, warum wohl ?"

    Weil kein höheres Ich bin als das des niederen Tagesbewusstsein dem allgemeinen Deutschen aufblitzt. Weil solche innere Freiheit dem Menschen Verantwortung abverlangt, taucht er lieber in einem Wir unter. In dem der Rechten, in dem der Linken, in dem irgendwelcher Kollektive taucht das menschliche Ich dann unter und wähnt, so der Selbstverantwortung enthoben zu sein.

    Dahinter ist Duckmäusertum. DUCK + MAUS = DUCKMAEUSER. In Entenhausen haben sie nur vier Finger pro Hand zum Be-greifen. Achte Sphäre.

    Im 21.Kapitel des Johannes - Evangeliums:" Der Auferstandene am See Tiberias" ist beschrieben, wie 153 grosse Fische in einem reissfesten Netz gefangen wurden. Das ist Mysteriensprache, das ist Codierung. Die Zahl 153 ist Blendung,Code. Das ganze Kapitel hat mit Erfüllung zu tun. Addition ist ein Schlüssel: 1+2+3+usw.+17=153. Die 17 ist okkult in 153.
    Aegypter nannten die 17 die Scheidewand. 17 ist Synthese aus 7 für "Himmel"und für "Oben".
    Oben sind 7 Planeten. Der Mensch hat oben im Haupt sieben Oeffnungen.
    Die 10 steht für "Erde" und für "Unten". Der Mensch steht mit zehn Zehen auf Erden.
    Uebersetzen wir diese 17 auf die Wortebene: Himmel auf Erden.

    Eine Reggea - Band könnte sich fragen: Warum ist da extra erwähnt, dass ein Netz nicht zerriss? Woraus werden die besonders reissfesten Netze gemacht ? Aus dem Samen welcher Pflanze stammt diese Qualität ?

    Ueber "Brot" ist mir verboten, hier zu sprechen. Leonardo Da Vinci malte "Das Abendmahl" ohne den Kelch. Durch das 21.Kapitel des Johannes - Evangeliums ist ein MORGENMAHL nach nächtlichem Fischzug beschrieben, und da ist Speise erwähnt. Nur kein Trank.

    Tschüss ! Und :Gute Nacht.

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  66. Keuler konstruierte September 2015 einen kleinen apokalyptischen Gegensatz zwischen zwei Menschheiten innerhalb unserer heutigen fünften Kulturepoche (Neuzeit), wo Steiner über den Übergang von der fünften Kulturepoche in die zukünftige, sechste, ‘slawische‘ Kulturepoche sprach (d.h. 3500 n.u.Z).

    Der zukünftige, apokalyptische Krieg aller gegen alle (Huntingtons clash of civilizations) wird sich nach Steiner stereotype zwischen persönlich erlebten, ‘entwickelten‘ Euro-Amerika und abstrakten, ‘starren‘ oder ‘überreifen‘ Chinesentum abspielen(vergleiche Steiner 54.163f., 104.160, 121.176, 158.200 und 174b.40).

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