Das Goetheanum kann jetzt geräumt werden, der Vorstand gehen

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Für einige Aufregung hat in den USA via Facebookgruppe Anthroposophy eine neue Variante des Judith-von-Halle-Syndroms geführt, da sich dort - ernst gemeint-  Teresa Gahart an "Dear Members of the Vorstand, Leaders of the Free Association for Anthroposophy, and Judith von Halle" gewendet hat, um den gesamten Vorstand aufgrund seines angeblichen spirituellen Versagens zum Rücktritt aufzufordern. Sie selbst - Teresa Gahart- sei Rudolf Steiner:

"I am Rudolf Steiner. I arrived back at the Altar spiritually, here in the United States in 2002 at the age of 40, just as I said I would in 1922, and in my new position on the left side. I can only be fully spiritually recognized by highly initiated individualities and have no desire to lecture again in quite the same way as before. I will not be repeating what I taught in the past.(..) It is time for me to return to Dornach and bring forth the new, with the focus on this Altar in the Christ Sun Oracle, the Mother Lodge. I need the platform from the Goetheanum now as many more people are becoming aware of our direct teachings from the Altar and I am further spiritually preparing for this to happen." Ihr Freund Christian Rosenkreutz habe sie persönlich initiiert. Von Sergej Prokofieff und Virginia Sease habe sie bei einem ähnlichen Vorschlag vor sechs Jahren einen ablehnenden Brief erhalten (die sie auch zitiert).

Valentin Tomberg habe ihr Erscheinen dankenswerter Weise vorbereitet: "Mr. Valentin Tomberg prepared for our work together and for this and I am extremely grateful. Mr. Prokofieff, unfortunately, wrote and spoke of what he did not understand." 2004 habe sie dann endgültig - zur selben Zeit wie Judith von Halle- den spirituellen Strom betreten, den sie durch den angeblich reinkarnierten Daniel Nichol Dunlop repräsentiert sieht: "While I was unable to use the vessel of the Society due to the lack of integration of the Platonic stream, I was able, on April 2, 2004, to descend into the vessel that the reincarnated Daniel Nichol Dunlop has created here in the United States. It is duly noted Judith von Halle received the stigmata in the days following and is indeed carrying forward her mission with the Altar Beings, in my experience."

Judith von Halle und sie stünden nun also zur Übernahme des Goetheanum bereit: "I hereby demand your resignations. I will be returning to Dornach to lead the Anthroposophical movement as soon as possible. Please contact my personal assistant in the USA, Mr. John Briggs, at XXXXXXXX, to prepare arrangements for our travel to meet with all of you together before December 15, 2013. I expect a resignation letter from each of you to be handed to me after our meeting together. There will be many changes ahead.

At that time, I would also like to meet with the leaders of the Free Association and Judith. Please also contact John to work out the details."

John Briggs selbst hat heute öffentlich erklärt, man sei nun so weit, niemand müsse sich mehr durch Rudolf Steiners Bücher quälen, die eh zu schwierig seien, denn nun werde die geistige Erkenntnis direkt gegeben: "She's come to all these insights through purely working with her friend in the spiritual world and all the Beings and Masters. NOT from reading or from studying anyone's work...from pure work and communications from the spiritual realm. She's way ahead of her time again. She's been given proof in the physical from beings not in the physical to bring the current anthroposophical work to life. Steiner's return is a new chapter for the lay spiritual scientist to understand like me. No 6000 lectures to study or to quote...just physical proof to make it understandable when so much of the past Steiner writings and lectures are NOT understandable to most. It's really so extraordinary that The Lords has brought us physical proof." (Quelle s.o.)

Nun könnte man sich über dergleichen erheitern, wenn es nicht ein Symptom wäre, das mit dem Phänomen Judith von Halle losgetreten worden ist, dem nun weitere Channeling- Quellen folgen, indem sie vorgeben, von Halle habe den Boden bereitet, um diese Art des Okkultismus in Dornach zu implementieren. Ein Studium sei nicht mehr nötig, Geisteswissenschaft sei überholt, nun werde direkt und unmittelbar initiiert. Wichtig, wie bei von Halle mit ihrer angeblichen Nahrungslosigkeit und ihrem Beharren auf dem Phantomleib, sei "physical proof". Gahart legt Videomaterial bei, um sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Man möchte sagen, die Unsinnswelle, die mit von Halle begann, beginnt jetzt richtig zu rollen.

In den nächsten Tagen wird Adam Michaelis eine eigene Analyse zu diesen Phänomenen bei den Egoisten veröffentlichen.



Kommentare

  1. Nachher kommt meine Antwort auf Teresa Gahards Aufruf in der Facebook-Gruppe „Anthroposophy“ in englischer Sprache. Ich übersetze zuerst nur einiges aus diesem Beitrag, das jedoch genug zeigt, von welcher Art spiritueller Frivolität und anmaßender Behauptung die Rede hier ist:

    Rudolf Steiner hat darauf hingewiesen, dass wir uns keine andere Eigenschaften oder Gewinne als einen Wert zuschreiben dürfen, dass die Erfahrungen, die wir tatsächlich erinnern können und die direkt auf die aktuelle Inkarnation zurückzuführen sind.
    Ich muss also konsequent lernen, meine früheren Inkarnationen nicht zu nutzen, um für mich Fans und Verehrer heute zu ergattern. Genau was ich als etwas völlig Neues hervorbringe auf der Grundlage der Erkenntnis des Früheren kann mich heute weiter helfen, aber dies ist eine individuelle Aufgabe, wovon sonst niemand mich weder vorenthalten noch mich hinein schubsen kann. Für mich selbst haben meine karmischen Erkenntnisse einen direkten Wert in meiner Seele, aber für andere haben meine Einblicke nur einen indirekten Wert, der möglicherweise sie helfen kann, mit sich vorwärts zu kommen.
    Aus dieser Perspektive über dieses Gesetz der karmischen Erinnerung und dem Gesetz der karmischen Wert, würde ich gänzlich Teresa Gaharts Vorgehen als etwas inakzeptabel und irreführend und als Missbrauch der Freiheit abweisen.

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    1. Das "frivole" Beeindruckenwollen ist das Eine, Machtansprüche daraus zu ziehen und Menschen anzuziehen das Andere. Zugleich sind diese "Spiritualisten", die ja durchaus im Leben gestandene Menschen sind, und sehr vernünftig, auch sympathisch sein können, zugleich Opfer. Es sind sicher nicht nur Vergangenheitselemente, die in dieses "lose" Meditieren einfließen, sondern tatsächlich reale irregeleitete Impulse. Die Gefahr ist insgesamt, dass durch den schwachen inneren Impulse in die AAG immer mehr dumme und dümmste Beliebigkeiten und Frivolitäten einziehen. Die Anhänger gieren nach etwas Honig, und merken nicht, dass sie Verdorbenes und Vergorenes zu essen bekommen. Die innere geistige Orientierung geht offenbar immer weiter verloren. Nur deshalb müssen wir uns überhaupt mit diesen neuen Anthropotanten beschäftigen: Weil wir innere Maßstäbe entwickeln müssen.

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    2. Wie interessant sich viele Persönlichkeiten äußern, sich in den von der Anthroposophie berührten Zeitenstrom einfinden und sich damit identifizieren bzw. ihn bekämpfen...!
      Ich möchte mich dazu nur soweit beteiligen, indem ich allen Interessierten als Orientierungshilfe dieses "Quellenmaterial" herzlich empfehle, als "Bodenhaftungs-Hilfe" zum langsam zum "Fliegenden Teppich"- gewordenen globalen AnthroBlog...:
      den Briefwechsel zwischen Rudolf Steiner und Marie v.Sievers 1901-1925 (GA 262)
      Ein paar Zitate von RS ( zwischen "..." Zeichen) - als Vorgeschmack zum Weiterforschen:

      Aus dem "Document de Barr" :
      ..."Da kam die Zeit, wo ich im Einklänge mit den okkulten Kräften, die hinter mir standen, mir sagen durfte:
      du hast philosophisch die Grundlegung der Weltanschauung gegeben,
      du hast für die Zeitströmungen ein Verständnis erwiesen, indem du diese behandelt hast, wie nur ein völliger Bekenner sie behandeln konnte;
      niemand wird sagen können: dieser Okkultist spricht von der geistigen Welt, weil er die philosophischen und naturwissenschaftlichen Errungenschaften der Zeit nicht kennt.
      Ich hatte nun auch das vierzigste Jahr erreicht, vor dessen Eintritt im Sinne der Meister niemand öffentlich als Lehrer des Okkultismus auftreten darf. (Überall, wo jemand früher lehrt, liegt ein Irrtum vor.) "...

      Brief von RS an MvS, 9.Jan 1905
      "...nimm dies als zur heutigen esoterischen Stunde gehörig auf (es ist Montag morgen), was ich Dir jetzt sage. In den Köpfen der sogenannten Theosophen wird sich noch einmal aller Materialismus unseres Zeitalters am krassesten spiegeln. Weil die theosophische Gesinnung selbst eine so hohe ist, werden diejenigen, die nicht
      g a n z von ihr ergriffen werden, gerade die schlimmsten Materialisten werden. An den Theosophen werden wir wohl noch viel böseres zu erleben haben, als an denen, die nicht von der theosophischen Lehre berührt worden sind. Die theosophische Lehre als Dogmatik, nicht als L e b e n aufgenommen, kann gerade in materialistische Abgründe führen. Wir müssen das nur verstehen. Sie Dir einmal X an. Der ist auf dem besten Wege, eines der schlimmsten O p f e r der Theosophie zu werden. Ohne Theosophie wäre er ein schlichter, unbegabter, aber wahrscheinlich braver Gelehrter geworden. Durch die Theosophie wird er ein hochmütiger, neidischer, nörgelnder Streber. Das sind Erwägungen, denen der Okkultist immer wieder nachhängen muss, wenn er daran denken soll, die hohe Weisheit der heiligen Meister in das Publikum zu streuen. Das ist seine große Verantwortlichkeit. Das ist es, was uns die Brüder immer entgegenhalten, die im Okkultismus konservativ bleiben und die Methode des Geheimhaltens auch ferner pflegen wollen. - Und kein Tag vergeht, an dem die Meister nicht die Mahnung deutlich ertönen lassen: Ich kann Dir nur sagen, wenn der Meister mich nicht zu überzeugen gewusst hätte, dass trotz alledem die Theosophie unserem Zeitalter notwendig ist : ich hätte auch nach 1901 nur philosophische Bücher geschrieben und literarisch und philosophisch gesprochen..."

      Brief von RS an MvS, Karlsruhe, 30 Nov.1905
      "...Es sind bei der Sache zum Teil persönliche, zum Teil Eitelkeitsmotive im Spiel. Und vor beiden fliehen die okkulten Mächte. Sicher ist, dass vorläufig es allen okkulten Mächten wertlos erscheint, dass wir solches tun. Doch ganz Bestimmtes kann ich auch heute noch nicht darüber sagen..."

      Ich höre hier mit den Zitaten auf, alle guten Dinge sind drei...!
      Die Fleißarbeit, diese aufzuschreiben ist jedoch eine gute meditative Konzentration...
      Ich versuchte nur, die in diesen Zitaten lebendige, mustergültige Bescheidenheit, selbstlose Wahrhaftigkeit und überpersönliche Hingabe RS zum besseren Anthroposophie-Verständnis und zur Verständigung über die Anthroposophie hervorzuheben.
      Es waren Wesens-Fundamente der Anthroposophie Steinerscher' Prägung!...

      Frohe Weihnachten und ein (körperlich&geistig) gesundes Neujahr 2014!


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  2. A BACKGROUND TO WHY I PERCEIVE TERESA GAHART’S APPEAL AND LETTER TO THE VORSTAND IN DORNACH AS SOMETHING UNACCEPTABLE

    In everyday life, we understand by remembrance basically just that we simply can remember something so that important life events not only are getting lost for consciousness. From a spiritual point of view, a chronological memory means also that with our feelings, our emotions, we should only refer to the actions that we’ve actually done in the near past. Rudolf Steiner said that we should not ascribe to us other properties or profits than the value that our own experiences that we actually can remember and that come directly out of the current incarnation.
    When you through spiritual training get karmic realizations and see how you have worked and been acting in past lives, then your current self-esteem should therefore not be affected as if you still could manage what was accomplished in the completed times of yore in a previous life. Even if you gain karma knowledge, so therefore you should not maintain yourself for more than what the current incarnation actually has built up for you.
    In 1999, I published information about a number of previous lives to myself, and several of which have been known historical personalities.
    One consequence of acting with my karmic and spiritual experiences in this way was that many people in my life surrounding at that time reacted as if I filed me a higher value, as if I currently would assign me also works from the legendary past lives that I acknowledged had been mine. I got the impression that some anthroposophists claimed that I had thought that today they should worship me because of past achievements. I realized that I am in public with my meditation results walked on a fierce way in which those who looked at me critically, though not consciously nurtured spiritual experiences – even if they were spiritually educated – and therefore apparently was unable to understand my new interior spiritual summit.
    Why is it that we are only allowed two reassure us on the current incarnation and not ascribe to us any values from past lives? The occult training leads towards a possible expansion of the soul, what means that we can use the so-called astral body watchful as an appendage within the meditative experience. Our I’s results from past lives emerge in this experience astral space, in the yet again awakened soul, in such a way that there is a risk that the current I-consciousness is too weak two stand on its own I-effects coming from the past. The current I and its self-image could almost be overwhelmed by the old I-stream and temporary perish there or even sleep in and create a psychopathological condition.
    I must therefore consistently learn to refrain from using my previous incarnations to get me fans and worshipers today. Just what I produce as something completely new based on the recognition of the former can help me further today, but this is an individual task that no one else can neither deprive me nor nudge me into. For myself karmic insights have a direct value within my soul, but for others my insight only has an indirect value that can possibly help them get ahead with themselves.
    From this perspective about this law of karmic memory and the law of karmic I-value, I would at the very sharpest decline Teresa Gahart’s procedure as something unacceptable, misleading and freedom abusing. Let me also say that I therefore haven’t said anything about her karmic identity. I reserve the right to say anything about it at times in the future when I eventually would have met her in the physical space.

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  3. Was kann denn eine JvHalle dafür, wenn sich eine weitere verwirrte Steiner-Inkarnation auf sie beruft? Natürlich wirst Du hier auf diesem Blog diesen (einseitig hergestellten) Zusammenhang gerne und dankbar aufgreifen und als gegeben hinstellen.

    Was kann denn z.B. ein Rudolf Steiner dafür, wenn sich Deutschnationale und/oder Revisionisten auf ihn berufen (Haverbeck, Bondarev)?

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    1. Der wieder gekehrte Rudolf, wieder vereint mit der wieder gekehrten Edith Maryon, zusammen vor dem Altar der Höheren Erkenntnis, während der wieder gekehrte Graf von Monte Christo ihnen zulächelt, ist doch schön.

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    2. @Rainer H.
      Steiner hat sowohl eindeutig und als auch uneindeutig Völkermissachtung betrieben. Teils verblümt oder verführerisch okkult-evolutionär oder halt direkt. Dass sich Bondarev und andere da auf ihre besonders delikate Art einreihten, ist nicht verwunderlich...

      Was von Halle betrifft, so läßt sie ebenfalls Raum für Spekulationen und dergleichen, wegen der unbeweisbaren und riskanten, okkulten Ansätze...mit betonter Lockerheit und Naivität sollte man da bestimmt nicht rangehen, Vorsicht ist geboten...

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  4. Ja, am Ende kehren wir alle wieder und haben gute Laune (wie die irre Frau Gahart mit ihren schönen weissen Zähnen).

    Ich hoffe sehr, dass "unsere" deutsche Steiner Inkarnation Wibke Reinstein diese amerikanische Frechheit nicht auf sich sitzen lassen wird und TG zum geistig-karmischen Schicksalskampf herausfordern wird.

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    1. Das war keine Herausforderung, es war ein Wortspiel, nachdem sie sich auf Herausforderung nicht einließ. ;-) Danke.

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    2. @Rainer H.

      Ja, wieso sollten andere weniger irre sein als Frau Garhart? Am Ende ist das ganze Leben eine große und offene Anstalt...Und Sie, Herr Rainer H. da mittendrin und hin -und hergerissen zwischen Vernunft und Glauben?

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    3. "Und Sie, Herr Rainer H. da mittendrin und hin -und hergerissen zwischen Vernunft und Glauben?" Nicht ganz. Ich gebe vielmehr den Anderen großzügig moralisch-ethische und sehr wertvolle Ratschläge. Dafür liebt man mich hier und anderswo.

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  5. Hello ! Michael, thank you for the original post which was somewhat factual. Much appreciated. I see none of you above can yet clairvoyantly behold the Christ and be one with him in the New Jerusalem. The spiritual world, all the Altar beings, await to teach you. Isn't it better to spend time striving rather than here creating karma with me and complaining about something not yet understand?

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    1. Dear Teresa, I am not worried about creating Karma with you, not at all. But how will you get out of that shithole you put yourself into?

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    2. It is sad to see so much deluded conceptions going round. Karma? What goes around comes around, they say in America. True words. No Teresa Gahart in this matter you are pronouncing misconceptions.

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    3. Magashele! Dearest Teresa!
      Whata da ya see in me ?
      I ama the builder of the New Jerusalem on the green fields of Uribistan¨!
      I see you hava good heart and I thinka we coulda laugh togetha. And I also lika County music! You to`?
      His Holine$$
      Murat Joy Tchundyk

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    4. Lieber Murat, ich fürchte, Frau Gahart ist vollkommen humorfrei.

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    5. Dearest luvely fränds!
      Everbooty hasa to overcoma the INNNER TALIBAN. Dearest Teresa Are you Mr. Steinere in new physical booty clothes? Thena you hava to rememba me. Iam also new Incarnation buta I wrota down all your Lectures in quick writing. Pleasa contacta me, ifa you are the ONE. Ifa nota you are nota the ONE. I giva workshops in Hamasheyk " How to overcoma the INNER TALIBAN". Everybooty here is wholeheartedly invited to join our guerilla meditation group.8 absolutely violent free and sustainable astally and physically!
      His
      Holine$$
      Murat Joy Thcundyk

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  6. Die Philosophie der Freiheit eröffnet uns auch die wunderbare Möglichkeit, uns bewusst NICHT mit etwas auseinanderzusetzen.
    Von dieser Möglichkeit mache ich an dieser Stelle Gebrauch.

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  7. Nun, ich muß mir eingestehn, daß ich zu dem Ereignis "Judith von Halle" ohne "die Egoisten" nie zu meiner eigenen Position in dieser Angelegenheit gekommen wäre. Sondern das Phänomen "Judith von Halle" und viele Gedanken, welche daraus folgerichtig abzuleiten sind, wären eine trübe Verunsicherung in mir geblieben. Vieles, was ich bei den Egoisten gelesen habe, hat mich nicht etwa überzeugt, so, wie man vom Waschpulver - oder vom Staubsaugervertreter überzeugt wird. Oder überredet wird. Da gab es auch kein abwäägendes Gewichten bezüglich der Argumente. Sondern durch Hinweisen auf Angelegenheiten, die mir selber ureigens wichtig sind, konnte und kann ich hier Standpunkte einsehen, die wirklich meine eigenen sind, über die ich jedoch ohne ...etwas Nachhilfe, ohne einen Schubs (Tritt) gar nie, oder lange später erst ein wenig mehr Sicherheit erhalten hätte.
    Beispiel: "Das Schockierende einer tatsächlichen Selbstkonfrontation, das Anschauen der tatsächlichen inneren Strukturen, Getriebenheit, des immanenten Selbstbetrugs, wird durch bloßes Konsumieren von "esoterischen Inhalten" oder durch bloßen Glauben an anthroposophische Gurus unterlaufen!" ist zum Beispiel ein Satz, der von mir sein könnte. Das ist er aber nicht!
    Doch jetzt ist das in mir inhaltlich so angekommen, daß er in mir lebt, und wirkt. Jetzt erst?
    Nein. Aber diese Worte führen mich angesichts mancher Verunsicherungen bezüglich Guru-Phänomenen dorthin zurück, wo ich auf mich selber schon gewartet habe. Das war jetzt nur als Beispiel zur Veranschaulichung gemeint. Das Gesamt ist differenzierter. Sicherlich.
    Ich will damit sagen: Es gibt Ablenkung und Unterhaltung, es gibt das Überzeugt werden (Boah! Hilfe!), es gibt dann Schubs, den Anstoß.. und der eigene Karren läuft wieder..

    Was die Inkarnationen des Herrn Doktor betrifft, da tu ich mich hingegen nicht so schwer damit... die Argumente, welche von den Inkarnationen angeführt werden, sind klar, einsichtig und sehr schlüssig. "Die komplizierten Bücher sind so schwer, es geht im neuen Zeitalter alles wie von selbst.." usw., das kenne ich. Ich kannte auch mal einen Guru, der jeden Tag Schnaps trank, und es anderen verbot. Er offenbare nur auf einer höheren Frequenz des göttlichen Plans ein Spiel, während andere eben nur Säufer seien. Sowas leuchtet doch ein, nicht?
    mischa butty

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    1. Lieber Mischa, es ist ganz klar hier im Blog eine Auseinandersetzung mit den eigenen Geschichten- ein Versuch, Autonomie zu formulieren. Ich bin da selbst persönlich dirch alle möglichen Phasen durchgegangen, und es ist keinesfalls fertig. Es wird nie fertig sein. Ich habe diese Woche eine sehr alte Freundin begraben, die eigentlich erst als Tote so alt aussah, wie sie war. Jeder, der sie so, aufgebahrt, sah, war überrascht. Sie war im Leben immer so lebendig, auch mit Ecken und Kanten, gewesen, aber eben auch ein sehr spiritueller Mensch mit nie versiegenden Fragen. Ihr Unfertig- Sein war eine Art von Reife, aber auch von purer Lebendigkeit. es ist nur für Außemstehende erstaunlich, dass gerade solche Leute auch eine Art von Frömmigkeit haben können. Das ist eine Frage der geistigen Hingabe, nichts bigottes oder frömmelndes. Gerade innere Lebendigkeit mit all den schwierigen Seiten führt zu der inneren Freiheit, ganz unabhängig von sich selbst spirituell erleben zu können. Gerade das Nicht- fertig-Sein gibt letztlich die Stärke und Unabhängigkeit, die es braucht, überhaupt geistig zu erleben. Insofern arbeitet man in der Auseinandersetzung immer wieder etwas heraus..

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    2. "Nun, ich muß mir eingestehn, daß ich zu dem Ereignis "Judith von Halle" ohne "die Egoisten" nie zu meiner eigenen Position in dieser Angelegenheit gekommen wäre."

      Hallo Mischa, es ging mir ähnlich wie Dir - nur in eine (wahrscheinlich) andere Richtung: Die auf diesen Seiten sehr einseitig negative Berichterstattung über JvHalle, vor allem das fortwährende Insistieren auf der Idee, dass ihre "Anhänger" ihr selbstverständlich schwärmerisch, mystisch-verzückt unter Ausschaltung jedweden kritischen Denkens, erlegen sind, hat mich auch dazu geführt, mich mit dem "Phänomen JvHalle" vermehrt zu beschäftigen. Ich habe daraufhin einfach ein paar Bücher von ihr gelesen, inzwischen schätze ich diese Frau sehr. lg

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    3. Ja, Rainer - so ging es mir auch. Und einigen andern. Dafür sollte man M. Eggert und seinem Guru (der sich - wie das Gurus so an sich haben - gleich mal großspurig "Adam Michaelis" nennt...) ja fast noch danken!

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    4. Genau .."man wird nie fertig" ..deshalb hatte ich auch so ein mulmiges Gefühl bei dem Beitrag, so als wollte ich jetzt subaltern verkünden, "hier, bei die Egoisten, da hab ich die Zündkerze gesäubert gekriegt, und der Karren ist wieder angesprungen" ..ein für alle mal. "Und gut is"... ;-)
      Es ist einfach so, daß ich keine realen Kontakte zu irgendeiner Anthroposophie mehr habe, zu keinem Zweig, zu keinem Projekt, mich da auch nicht zersplittern, mich nicht übernehmen will, und Menschen keine Versprechen geben, keine Verbindlichkeiten eingehn möchte, die ich dann nicht halten kann, und dann einiges grad wieder ..vom Karren ... fällt.
      Viele teils in mir selbst unausgesprochene Fragen aus meiner zurückliegenden aktiven "Anthrozeit" wurden mir innerhalb der Anthroposophenzirkel damals nicht beantwortet, oft traf ich auf eine Wand, eines sogar gewissermaßen aufrichtigen Schweigens, meditativen Schweigens, bzw. der Alltag, der ja wichtig ist, hatte Vorrang, oder manches zersplitterte in einem intellektuellen Smalltalk, unter dem Hinweis, daß man sich seine ureigenen Fragen selbst beantworten müsse. Die Artikel, die ich hier las, beantworteten, oder.. behandelten auf "wundersame" Weise meine Fragen so, daß hier diese Fragen gestellt und formuliert wurden. Die" peinlichen" Fragen. Ich zähl sie jetzt nicht alle auf. Sie haben mal mit der anthroposophischen Realität zu tun, mal mit einem selbst.

      Hallo Rainer, ich "Hellseher" .. habe Deinen Kommentar bereits erwartet! :-))
      Um Dir zu sagen, daß ich Dich und Deine Schreibe auch sehr schätze, da ich Dich erwartete konnte ich mir diesen Satz gleich zurechtlegen! ...Nein, es stimmt! Daß ich Deine Art zu kommentieren mag.
      Ich muß das von Dir Angesprochene hinnehmen, ehe wir uns Einer dem Andern an der Kopf werfen "Du bist noch nicht so weit!" ..ein beliebter Satz in allen Eso-und aber auch Psychologiekreisen, den Du sicher auch schon kennen und fürchten gelernt hast! Was gäbe es - immer wieder - also in meinem Leben draußen Gründe, mich von Menschen abzuwenden, weil sie irgendetwas tun oder verehren, lieben, was mir eher fern und fremd, oder tatsächlich mal wieder hinter mir liegt.. Lebens-Themen wiederholen sich ja wie Jahreszeiten, und manches, was hinter einem liegt, liegt hierdurch schon wieder einmal ..noch vor einem ... :-)).. keine Wiederkehr des Gleichen, sondern wir bestehn aus unseren mal abflauenden, mal anbrandenden Lebensthemen, mal sind wir die Wellen, mal der Fels..am Ende beides..

      Herzlich, mischa


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    5. Hallo Mischa, danke für Deine nette Einschätzung. Ich glaube allerdings, dass wir beide so weit sind, dass wir diesen komisch-blöden Satz "Du bist noch nicht so weit" einem anderen nicht an den Kopf werfen.

      Alles Gute für das weitere "Hellsehen"...:-)

      (Stimmt schon, ich habe auch manchmal schon etwas vorhersehbares mit meiner Ironie, meiner Nörgelei und selbstgebastelten Küchenpsychologie...:-))

      Dir einen schönen Wochenstart, Rainer

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    6. Hi meine Lieben,
      und vielen Dank für die vielen Briefe während der Offline-Zeit! Nun, wir sind jedenfalls eins, können nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein, vielleicht zeigen sie uns den trick noch hier in Blog ;-)
      Nun muss ich arbeiten! Bis bald

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  8. Außerdem möchte ich ein Zitat anführen, unter Verwendung des Lexikon "Anthroposophie- Die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, Ein alphabetisches Nachschlagewerk in 14 Bänden unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes von Rudolf Steiner.

    Zitat:
    "...vor Jahren hat er sein Urteil abgegeben, und es wird als Entschuldigung aufgefaßt, daß er jetzt anfängt, die Dinge zu studieren. Hat es so etwas überhaupt einmal gegeben (bei einem normalvernünftigen Menschen), daß es diesem einfällt, nachdem ein Mensch vor Jahren über eine Sache sein (unzutreffendes) Urteil (durch eine Publikation) abgegeben hat, entschuldigend (aus vermeintlicher allgemeiner Menschenliebe) zu sagen, er fängt jetzt an, sich mit der Sache bekannt zu machen? Es ist im höheren Sinne des Wortes lieblos gegenüber einem Menschen, wenn man ihm so etwas verzeiht. Denn man verurteilt ihn dadurch karmisch zur Wesens- und Bedeutungslosigkeit nach dem Tode (im Kamalokaleben werden die Wirkungen der Tatenauf die anderen Menschen erlebt). Wenn man ihn auf die Unmöglichkeit eines solchen Urteils aufmerksam macht, erleichtert man ihm sein Dasein nach dem Tode."
    GA 139.- Seiten 86f "Das Markus-Evangelium (1912)" Klammern im Text sind Erläuterungen der Zitaten-Sammlung

    Das ist natürlich eine Versuchung, die in einem solchen Zitat innewohnt, die zu Anmaßungen verleitet, und daher auch Angst zu schüren kann. Man kann mit diesem Zitat drohen. Steiner hatte das damals sicher nicht als Androhung gemeint, sondern in einer eigenartigen Versöhnlichkeit, seine Kritik an dem Herrn eben nicht..böse.. zu meinen. Auch steht dieses Zitat in einem völlig anderem Zusammenhang. Ein Akademiker der damaligen Zeit schrieb sehr negativ über Steiners Theosophie in der Öffentlichkeit, und ruderte dann zurück..

    Wenn man Menschen darauf hinweist, was zum Wesentlichen der Anthroposophie führen kann, dann geht doch in jedem Fall eine Tür auf, die sonst womöglich verschlossen bliebe. Man muß ja nicht gleich das Kamaloka anführen..

    Mir geht es auch nicht um das Kamaloka, um das Fegefeuer, sondern darum, daß man den Menschen ernst nimmt, den man scharf kritisiert, weil, man kann oder könnte die Kritik ja bleiben lassen, und sich einen schönen Tag machen zum Beispiel. Darum hab ich das Zitat, schweres Geschütz freilich, zitiert.
    LG
    mischa butty



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    1. Mischa Butty, I knew this Steiner text already. But thank you. Not for nothing Steiner could be sharp to opponents. Thus still with a moral attitude. That quote is indeed to the point in this case.

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  9. Sie kann ja nicht einmal "ihren" Text flüssig vorlesen ...

    http://vimeo.com/55920545

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    1. Man kann das ja glauben oder nicht mit dem Kamaloka und was Steiner diesbezüglich über Vergebung sagt. Man sollte nur 'höllisch' (ka-r-malokisch) aufpassen, sonst passiert vielleicht genau das was man gerade einigen esoterisch ausgerichteten Anthroposophen nachsagt, nämlich: Gleichgültigkeit und Arroganz - zwei Meter über dem Boden, mit Blick aus dem Elfenbeinturm, bis hin zur Lebensuntüchtigkeit...

      Wer sagt denn, dass Liebe und Vergebung nicht gerade wichtig sind im Kamaloka?

      Liebe und Vergebung - ist nicht nur ein zentrales Thema des Christus und diverser Religionen, sondern auch ein wichtige Sache für das Zusammenleben der Menschen in der Gesellschaft. Mein Verdacht allmählich: Die aufkommende Theosophie Anfang des 19./20. Jahrhunderts, hat nicht nur Sinnvolles und Interessantes gebracht, sondern bereitete auch den Boden für viel esoterischen Hokuspokus und Fehlinterpretationen inkl. Weltflucht und Weltverneinung ...

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    2. ...zudem - es ist ja schon so: Hat man gefehlt, dann wird sich im normalen Falle das eigene Gewissen schon gemeldet - und so bereits vor dem Bitten um Verzeihung - seine Arbeit vollrichtet haben. Wenn man so will - das kleine irdische Kamaloka ;)

      Dennoch - was soll nun falsch daran sein, dem Geschädigten in einer entwaffneten und aufrichtigen Haltung mitzuteilen, dass man gefehlt hat? Oder soll der um Verzeihung Bittende einfach nur doppelt bestraft werden, durch Missachtung und kalter Schulter... da klingt Bockigkeit hindurch, man könnte das auch ebenso gut anerkennen und wert-schätzen, die Hand reichen usw.

      Abgesehen davon liegen hier ja karmische Verflechtungen und Tatsachen vor, die aber meines Erachtens gerade durch Ver-Söhnung (oder Ver-Töchterung) im mehrfachen Sinne, ge-löst werden könnten...

      Adieu

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