Vier Gurus tauschen sich über ihren beschissenen Job aus


Vielleicht trugen die hier ausgetauschten Erfahrungen über den "full-time-job" Guru, die nie zufrieden zu stellenden Jünger, über die fixen Rollenverhältnisse, in denen Jünger immer die Unfreien bleiben, wobei der Guru zum karmischen Mülleimer Aller wird, zum (zeitweiligen?) Rückzug Cohens bei.

Kommentare

  1. Das hatte mich schon immer interessiert, ... wenn "Gurus" sich miteinander unterhalten. Eigentlich völlig normal, verständlich, sie haben das Problem am Problem verstanden, geknackt und transformiert, man befindet sich jenseits der Probleme. Ist eigentlich ganz easy "da", ich frage mich aber, was die da eigentlich machen?

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  2. Rudolf Steiner hat die Situation dieser Herren bereits exakt beschrieben
    (ich verstehe nicht ganz, worüber sie verwundert sind):


    WIE ERLANGT MAN ERKENNTNISSE DER HÖHEREN WELTEN
    Leben und Tod - Der große Hüter der Schwelle
    Seite 166/167

    «Du hast dich losgelöst aus der Sinnenwelt. Dein Heimatrecht in
    der übersinnlichen Welt ist erworben. Von hier aus kannst du
    nunmehr wirken. Du brauchst um deinetwillen deine physische
    Leiblichkeit in gegenwärtiger Gestalt nicht mehr. Wolltest du
    dir bloß die Fähigkeit erwerben, in dieser übersinnlichen Welt
    zu wohnen, du brauchtest nicht mehr in die sinnliche
    zurückzukehren. Aber nun blicke auf mich. Sieh, wie
    unermesslich erhaben ich über all dem stehe, was du heute
    bereits aus dir gemacht hast. Du bist zu der gegenwärtigen Stufe
    deiner Vollendung gekommen durch die Fähigkeiten, welche du
    in der Sinnenwelt entwickeln konntest, solange du noch auf sie
    angewiesen warst. Nun aber muss für dich eine Zeit beginnen,
    in welcher deine befreiten Kräfte weiter an dieser Sinnenwelt
    arbeiten. Bisher hast du nur dich selbst erlöst, nun kannst du als
    ein Befreiter alle deine Genossen in der Sinnenwelt mitbefreien.
    Als einzelner hast du bis heute gestrebt; nun gliedere dich ein in
    das Ganze, damit du nicht nur dich mitbringst in die
    übersinnliche Welt, sondern alles andere, was in der sinnlichen
    vorhanden ist. Mit meiner Gestalt wirst du dich einst vereinigen
    können, aber ich kann kein Seliger sein, solange es noch
    Unselige gibt! Als einzelner Befreiter möchtest du immerhin
    schon heute in das Reich des Übersinnlichen eingehen. Dann
    aber würdest du hinabschauen müssen auf die noch unerlösten
    Wesen der Sinnenwelt. Und du hättest dein Schicksal von dem
    ihrigen getrennt. Aber ihr seid alle miteinander verbunden. Ihr
    musstet alle hinabsteigen in die Sinnenwelt, um aus ihr
    heraufzuholen die Kräfte für eine höhere. Würdest du dich von
    ihnen trennen, so missbrauchtest du die Kräfte, die du doch nur
    in Gemeinschaft mit ihnen hast entwickeln können. Wären sie
    nicht hinabgestiegen, so hättest es auch du nicht können; ohne
    sie fehlten dir die Kräfte zu deinem übersinnlichen Dasein. Du
    musst diese Kräfte, die du mit ihnen errungen hast, auch mit
    ihnen teilen. Ich wehre dir daher den Einlass in die höchsten
    Gebiete der übersinnlichen Welt, solange du nicht alle deine
    erworbenen Kräfte zur Erlösung deiner Mitwelt verwendet hast.
    Du magst mit dem schon Erlangten dich in den unteren
    Gebieten der übersinnlichen Welt aufhalten; vor der Pforte zu
    den höheren stehe ich aber «als der Cherub mit dem feurigen
    Schwerte vor dem Paradiese» und wehre dir den Eintritt so
    lange, als du noch Kräfte hast, die unangewendet geblieben sind
    in der sinnlichen Welt. Und willst du die deinigen nicht
    anwenden, so werden andere kommen, die sie anwenden; dann
    wird eine hohe übersinnliche Welt alle Früchte der sinnlichen
    aufnehmen; dir aber wird der Boden entzogen sein, mit dem du
    verwachsen warst. Die geläuterte Welt wird sich über dich
    hinausentwickeln. Du wirst von ihr ausgeschlossen sein. So ist
    dein Pfad der schwarze, jene aber, von welchen du dich
    gesondert hast, gehen den weißen Pfad.»

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    1. Ich find das gut, denn ich habe mir in all den Jahren überhaupt keine Kräfte aneignen oder entwickeln können, da es dem Geist ja eben nicht ermöglicht wurde, herabzusteigen.
      Ich bin genauso wie vor ein paar Jahren damals, nur wesentlich frustrierter.

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  3. Aus meiner privat-persönlichen geisteswissenschaftlichen Denk-Intuition heraus gesprochen, würde ich mal sagen, dass Marie und Rudolf Steiner mit Steffen und Wachsmuth ähnlich zusammengesessen haben; man wird damals auch gejammert haben über den "mangelnden Willensimpuls" der entstehenden Anthrogemeinde, würde ich wetten.

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